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31.12.2012

Wenn Wünsche schwimmen lernen - 2013 ahoi!

Während der letzten Wochen habe ich mit großer Begeisterung immer wieder von Caros Märchennüssen probiert (inzwischen sind sie zu Wunschnüssen geworden). Aber auch einige echte Nüsse haben wir hier in der Weihnachtszeit geknackt und immer wieder ein paar unversehrte Schalen auf die Seite gelegt. Bei Katja las ich kürzlich von Ihrem Vorhaben, die Nüsse mit Wünschen bespickt zur See zu schicken. Die Idee fand ich so schön, dass ich sie heute mit dem kleinen Mädchen verwirklicht habe. Dazu haben wir zunächst ein kleines Papierdreieck mit Wünschen beschrieben, bemalt, einmal gefalten und dieses dann - gleich einem Segel - auf ein Streichholz gesteckt. Die Nußschalen habe ich etwa zur Hälfte mit flüssigem Wachs aus den Adventskerzen befüllt. Dorthinein wird sogleich das Segel gesetzt und so lange still gehalten, bis sich das Wachs verfestigt. Das dauert auf so kleinem Raum mit ein bißchen Gepuste nur wenige Sekunden. Bevor es zur See ging, gab es für alle Schiffchen eine kleine Testfahrt in einer heimischen Wasserschüssel. Eventuelle Schlagseiten konnten wir durch ein Drehen des Segels so noch gut ausgleichen. 


Kind und ich waren ganz verzaubert und so werden wir zum nächsten Jahreswechsel bestimmt wieder ein paar Schiffchen auf die Reise schicken. Vielleicht geht ja sogar der eine oder andere Wunsch in Erfüllung? Viele Ideen, wie sich Weihnachtliches noch wunderbar recyclen lässt, gibt es übrigens dieser Tage bei Caro zu sehen. Habt einen schönen Silvesterabend und kommt gut ins neue Jahr! Wir lassen es ganz ruhig angehen und konzentrieren uns lieber auf ein ausgeschlafenes und üppiges Neujahrsfrühstück. Die ersten Begegnungen mit Silvesterknallern während unseres Gangs zum Wunschschiffhafen lassen allerdings vermuten, dass ich wohl die halbe Nacht ein ängstliches Kinde beruhigen werde... Guten Rutsch!

30.12.2012

Best of DIY 2012. Ein Jahresrückblick.

Das Jahr 2012 ist beinahe verstrichen. Was ist eigentlich in den letzten Monaten alles durch meine Hände entstanden? Was hat sich bewährt? Was lasse ich im nächsten Jahr vielleicht lieber bleiben? 

Auf jeden Fall wird weiterhin genäht. Zu lang sind noch die Listen an Ideen, zu viel noch ist da an ungenutztem Potential in Maschinen und mir - es bleibt mir also weiterhin eine der größten Freuden, mit Stoffen und Schnitten zu jonglieren. Einen festen Platz wird auf jeden Fall weiterhin der Upcyclinggedanke haben. Mit wachsendem Kinde wird es wohl zunehmend schwieriger werden, Schönes und Tragbares zu zaubern. Ein paar Hemdsärmel ergeben leider schon seit ein paar Monaten keine Hose mehr und ob im nächsten Sommer ein Hemd noch für ein Kleid reicht, ist fraglich. Versetzt mich aber ob der wachsenden Herausforderung auch in eine leise Vorfreude auf die nächste Herrenhemdrecyclingsaison. 


Seit ich mir im Rahmen der Basicaktion (mehr dazu bei Catrin) Gedanken über meine Kleider gemacht habe, zeichnen sich die ersten Fortschritte ab: Meine letzten drei Me Mades (Kanga und Fanö) liegen ganz vorn im Kleiderschrank und sind tatsächlich gern getragene Alltagsgarderobe. Einen nicht unwesentlichen Anteil hat daran gewiss auch die kürzliche Anschaffung der Overlockmaschine. Vieles geht mir damit nun wesentlich leichter von der Hand. So darf es im neuen Jahr gerne weitergehen. 

  
Hin und wieder brauchte ich im letzten Jahr aber auch Abwechslung vom Garderobe nähen. So  habe ich mich ein wenig im Stoffdruck geübt. Außerdem haben wir ich Spitzwegerichöl gebraut und damit einen ganzen Sommer lang sämtliche Wehwehchen des Kindes verarztet. Und auch sonst drehten sich natürlich viele DIY-Projekte um die Welt des kleinen Erdenbürgers: das Memory raubte mir seinerzeit den letzten Nerv und ist mir dabei so ans Herz gewachsen. Die  Fühlkissen werden eifrig bei der Tagesmutter bespielt und die kleinen wie auch die großen Puppenspielgefährten haben wir ebenso bedacht. Zwischendurch waren wir Gäste einer famosen Hasenjagd (mehr bei Mond) und zuletzt hatte mir die Adventspost (mehr bei Tabea) in der Vorweihnachtszeit täglich ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Seit einigen Wochen warten wir nun auf eisigere Temperaturen, um das Windspiel aus Eis nochmal aus dem Gefrierschrank holen zu können.


Ich blicke zurück auf ein sehr schönes, erstes Bloggerjahr. Zu sehen, dass neben allen Inspirationen und so herzlich gewachsenen Kontakten auch noch so viel Greifbares entstanden ist, macht mich dankbar, sehr zufrieden und auch ein wenig stolz. Erwartungsfroh begrüße ich das Neue Jahr und freue mich, wenn Ihr mich weiterhin begleitet. In diesem Sinne, einen guten Rutsch und Alles Gute für 2013, Marja. 

Mehr DIY- Jahresrückblicke versammeln sich dieser Tage in Hülle und Fülle bei Caro!




18.12.2012

Nachlese. Kränkelnd.

Vor ein paar Tagen hatten sie sich schon angekündigt: Shirts aus Altkleiderspenden von Oma (unten), Papa, Kind (oben) und mir (Mitte). Inzwischen sind alle Teile, mit neuen Stoffen kombiniert, zu neuem Leben erwacht. Jedes Shirt trägt eine kleine Familiengeschichte in sich und wärmt nun die liebevolle Puppenmama. Und das Beste: jedes wird vom Kinde angezogen. Sogar gerne. Der Schnitt ist wieder Sveja von Frau Liebstes. Unser Klassiker. Geht hier fast noch als Kleidchen durch, erspart mir bei den derzeitigen Wetterverhältnissen aber auch das ständige Gezuppel am Kind: ist das Hemdchen noch am rechten Platze? Sveja drüber und gut. Und warm... Trotzdem hat es das Mädchen nun doch mal erwischt. Seit gestern wird geschnaubt, gehustet, gehalsschmerzt und geweint. Pünktlich zum Fest? Wir geben uns alle Mühe, bis dahin wieder fit zu sein...


11.12.2012

Oma. Papa. Kind. Upcycling generationenübergreifend.


Inzwischen werde ich ja aus allen möglichen Richtungen mit abgelegten Kleidungsstücken versorgt. Und so passierte es gestern, dass ich aus dem Altkleidervorrat dreier Generationen schöpfen konnte. Oma steuerte ein rotes T-Shirt bei, vom Papa kam ein grüner Wollpullover. Aus dem war vor ca. zwei Jahren bereits eine Pumphose entstanden, die uns lange begleitet hat. Nun sind aus den Hosenbeinen schon neue Ärmel zugeschnitten. Gemeinsam mit weiteren Recyclingschnittteilen warten sie auf das heutige Zusammennähen. Fertig geworden ist hingegen gestern schon das Shirt mit Teilen aus Omas roten Altkleidern. Aus dem kombinierten karierten Stoff habe ich mich unlängst selbst benäht, das Kind meldete beim ersten Anblick sogleich Interesse an. Und weil wir in letzter Zeit ja hin und wieder Probleme mit Mamas Genähtem und dem konträren kindlichen Geschmack hatten, nahm ich diesen Auftrag gerne postwendend an:

Mir gefällt der Gedanke, dass mein Kind immer etwas von seinen Lieben an sich trägt. Teile von Familienkleidern, die schon etwas erlebt haben. Mir scheint fast, als könnten sie einen Hauch behüten und Geborgenheit geben, wenn mal keine Familie in der Nähe ist... 

Mehr Neues aus Altem sammelt Nina heute ein und was in anderen Näh- und Kreativzimmern passiert, während ich meine übrigen Recyclingzuschnitte zusammenfüge, findet sich bei Mizoals creadienstag. 

04.12.2012

Adventspost. Angekommen?

Michaela und Tabea haben zwei wunderbare Adventskalender organisiert, gestern nun waren hoffentlich alle zu befüllenden Briefkästen mit meinem Kärtchen für den dritten Dezember versorgt. Birgits Exemplar brauchte einen zweiten Anlauf, weil ich doch tatsächlich die Briefmarke vergessen hatte... Meine Vorarbeiten gab es kürzlich schon hier und hier zu sehen, heute gibt's noch einen Blick auf das Endprodukt: 


Ich habe eine Gipsbinde in Streifen geschnitten und selbige mit Wasser auf die Kärtchen aufgebracht und gut trocknen lassen. Mit Tapetenkleister fanden schließlich die musikalischen Schneeflocken Halt. Jede singt dem Empfänger ein paar Textzeilen aus Bachs Weihnachtsoratorium. Einzig die Stempelei für den dritten Dezember war auf dem groben Untergrund nicht so möglich, wie ich mir das vorgestellt habe. Bei schätzungsweise 4/5 der Karten, mußte ich mit schwarzem Filzstift nachbessern. Meine Karte kommt im Querformat daher - wie selbstverständlich hatte sich das so ergeben. Ich hoffe, die Empfänger können sich damit arrangieren. Die gestempelten Dreien wurden von mir aber für den Fall der Fälle behutsam darauf vorbereitet, dass sie die nächsten Wochen möglicherweise auf der Seite liegend verbringen müssen - sie waren alle einverstanden... 

Mehr Post und Entstehungsprozesse gibt es bei Tabea zu sehen.

27.11.2012

Adventspost. Upcycling.

Nachdem die Vorarbeit beendet war, habe ich mich gestern weiter mit den Adventspostkarten vergnügt. Das kleine Format von 6x9cm schien mir zunächst so schön übersichtlich und sicherlich ganz schnell ausgefüllt. Im Zuge meiner fortschreitenden Überlegungen hätte ich nun aber lieber mehr Platz und halte hier fest: Mir fällt es auf so kleinem Raum schwer, mich auf wenig zu beschränken. Die Karte nicht zu überfüllen und doch auszugestalten. Und am Ende ein stimmiges Gesamtbild zu kreieren... pfff... mal sehen, wo das noch hinführt. Entstanden sind zunächst einmal viele kleine musikalische Schneeflocken aus einem Textbuch vom Weihnachtsoratorium, welches ich aus unlängst aus einer Flohmarktkiste geborgen hatte (schwer gefallen ist mir die Prozedur des Buchzerschneidens schon...). Wie das mit den Schneeflocken geht, weiß wohl jedes Kind? Ich musste trotzdem nochmal nachschauen. Und zwar HIER.


Weiterhin habe ich endlich mein Linolbesteck ausprobiert und erfreut festgestellt, dass sich die Linolplatten ohne Probleme mit einer Schere in kleinere Stücke schneiden lassen. So war es ein Leichtes, einen Linoldruckstempel in Adventspostmaßen zu schnitzen. Ein längs halbierter Korken dient als Griff. Was genau ich da zurechtgestümpert habe, will ich heute aber noch nicht verraten. Im Zuge meiner Stempeleien habe ich übrigens noch einen famosen Kreisstempel entdeckt: eine leere Garnrolle. War, wie Ihr erahnen könnt, so nicht von mir geplant. Finde den Kreis aber nun viel schöner als das komische Rad...


Manch andere Adventspostwerkstatt öffnet ihre Türen dieser Tage bei Tabea. Noch mehr kreative Ideen versammeln sich beim creadienstag und noch mehr Upcyclingideen gibt es wie immer bei Nina

30.10.2012

Upcycling. Kinderausgabe.

Heute ein wirklich winziges, aber nachhaltiges Upcycling von Kinderhand. Beim Spiel mit zwei roten und grünen Tetrapackverschlüssen (orange war nicht vorrätig...), kam dem Kinde die Idee: Mama, schau mal. Das sieht wie ein Ampel aus... Ich habe selbige sodann aus schwarzem Karton beigesteuert. Die Ampellichter platzierten die kleinen Kinderhände. Und das arme Auto steht seither im Dauerstau. Wenn dieses Projekt nicht nachhaltig ist...? Schließlich haben sich die Upcyclingfreuden schon an die nächste Generation übertragen. Mehr kleine und große Upcyclinginspirationen findet Ihr immer dienstags bei NINA. 

19.10.2012

Spielpause in Stücken

Nach ihrem Losglück schickte mir Melanie einen zu klein gewordenen aber groß ans Herz gewachsenen Pullover Ihres Jüngsten. Zusammen mit blauen, grünen und bunten Farbtönen sollte eine Krabbeldecke entstehen. Ich finde diesen Prozeß immer wieder sehr aufregend und doch ungemein entspannend. Und das obwohl mich dieses Farbenpuzzle am ersten Abend an meine Grenzen brachte. Nach einer Nacht darüber schlafen, fügte sich dann aber doch noch alles und wir wurden gute Freunde. Inzwischen ist die Decke bei Melanie angekommen und wird fleißig getestet. Lange Zeit assoziierte ich mit Patchwork übrigens altbacken. Nicht mehr. Nicht weniger. Auf jeden Fall nichts für mich. Inzwischen habe ich mich verliebt. In die zahlreichen HIER. Oder diese HIER. Und noch viele, viele mehr. Da tun sich Möglichkeiten (Abgründe) auf. Zeit müsste man haben. Auf jeden Fall werde ich nie wieder einen Stoffrest wegwerfen. Denn daraus kann Großes werden....

   


16.10.2012

Upcycling. Herbstausgabe.

Seit ich mein Kind kürzlich zur Blätterlese animiert habe, ist der Herbst auch in unsere Wohnung eingezogen. Jeden Tag kommen neue Blätter hinzu. In Schränken, Kisten, Körben, Schubladen, auf dem Boden - sogar im Einkaufslädchen sind sie käuflich zu erwerben. Wo ich gehe und stehe: Blattsalat (an Kastanien...) Schön finde ich es. Rührend irgendwie. Trotzdem musste ich heute ein wenig ausmisten und habe einen großen Blätterhaufen wieder in die Freiheit entlassen. Weil mich postwendend das schlechte Gewissen gepackt hat, zieren nun aber ein paar besonders schöne Exemplare die Balkontür. Zusammengenäht mit der Nähmaschine geht das ganz schnell. Sieht schön aus und ist obendrein noch vergänglich. Saisonale Dekokisten sind nämlich nichts für mich... In diesem Sinne, herbstliche Grüße!


Mehr Upcycling gibt es wie immer bei Nina. Und was heute sonst noch gewerkelt wird, versammelt sich hier. Sofern es etwas größere Kinder sind als meines, wäre es vielleicht auch eine schöne GRÜNZEUGidee.

09.10.2012

Upcycling in der Puppenstube

Nach einem der letzten Flohmarktbesuche nahmen wir uns eine kleine Puppenstube mit nach Hause. Inzwischen ist auch eine (noch kleiderlose) Püppchenfamilie eingezogen. Der Möbelwagen kommt aber wohl nicht vor Weihnachten. Ein Badezimmer habe ich derweil trotzdem schonmal eingerichtet - aus drei Leuchtmittelverpackungen und Maskingtape. Waschbecken. Toilette. Badewanne. Alles hübsch mosaikgefliest...
Als Kinder haben meine Schwester und ich unseren Puppen unermüdlich Möbel und Hausrat gebastelt. Aus allem, was wir finden konnten. Daran musste ich dauerschmunzelnd denken, als ich mich an einem der letzten Abende dem Puppenbadezimmer widmete. Ich erinnere mich an diverse Badewannen aus Quarkverpackungen. Brötchen aus Salzteig. Tische aus Teeschachteln. Decken aus Taschentüchern. Stühle, Schränke, Betten: das Meiste war recyclet und von Kinderhand gemacht. Ich habe es erfreulicherweise nicht verlernt und werde bestimmt noch einiges an Mobiliar beisteuern. Jetzt schließen wir aber erstmal wieder die Türen. Mögen mir die Püppchen den schamlosen Blick durchs Schlüsselloch verzeihen... 


Noch mehr Upcycling gibt's natürlich wie jeden Dienstag bei der zauberhaften Nina! Außerdem versammeln sich beim creadienstag noch viele weitere kreative Projekte. Und weil solch ein Mosaiktoilettchen den Alltag der Püppchen heldenhaft verschönert in ihrem sonst noch so leeren Häuschen, dürfen die Einblicke heute auch noch zu den wunderbaren dienstäglichen Alltagshelden

25.09.2012

Stoffdruck mit frischen Früchten. Upcycling Dienstag

Gestern gab es hier meine ersten gestempelten Herbstfrüchte zu sehen. Danke für Eure lieben Kommentare, nun freut mich der Anblick der Äpfel umso mehr! Wie angekündigt, habe ich mich gleich an die nächste Frucht gemacht und musste schnell feststellen, dass Äpfel keine Birnen sind... Darum an dieser Stelle ein paar kleine Tipps, vielleicht wollt Ihr es auch mal probieren: 
Ihr braucht Äpfel, Birnen oder, oder.... Dazu Stoffmalfarbe (meine ist für dunkle Textilien und trotzdem brauchte ich drei Durchgänge, bis ich genügend Farbe auf dem Stoff hatte...), einen Pinsel, ein Stück Stoff bzw. ein Kleidungsstück, Tasche oder, oder... Papier als Unter- bzw. Zwischenlage und etwas Fingerspitzengefühl. 


Die Früchte in der Mitte mit geradem Schnitt durch das Kerngehäuse teilen und etwas antrocknen lassen. Ungeduldige helfen mit einem Küchentuch nach. Meine Birne war sehr saftig und nahm deswegen eine Weile so gut wie keine Farbe an! Auch deswegen rate ich unbedingt zu einem Druck auf einem Probestück. Dafür mit dem Pinsel gleichmäßig die Farbe auftragen und die Frucht auf den Stoff drücken. Gegebenenfalls noch einmal etwas von der Frucht abschneiden, weiter trocknen lassen oder mehr oder weniger Farbe auftragen. Willst Du ein fertiges Kleidungsstück oder eine Tasche bestempeln, lege etwas Papier zwischen die Stofflagen, damit nichts durchdrückt. Überlege Dir gut, wo Du die Drucke platzieren möchtest - ich bin mit meinem Exemplar etwas unzufrieden und hätte die Stempelei lieber etwas höher. Aber einmal gedruckt, ist nichts mehr zu ändern! Das gilt auch für kleine Spritzer, Fingerabdrücke und andere Schmierereien... Ich spreche da aus Erfahrung ;-) Mit gefühlvollem Druck gelangen die Früchte schließlich auf den Stoff, anschließend nach Anleitung fixieren. In diesem Falle habe ich mich für das (dreitägige) Trocknen an der Luft entschieden, da ich den Stoff nicht ausdauernd so heiß bügeln wollte. Bestimmt geht das alles auch auf Papier oder anderen Untergründen. Dann muß es natürlich keine Stoffmalfarbe sein. Immer wieder sehe ich auch, dass mit Acrylfarbe auf Stoff gedruckt wird. Ich suche aber noch immer nach Erfahrungswerten bezüglich der häufigen Waschbarkeit? Vielleicht kann mir da jemand weiterhelfen?

Das Shirt ist (in mittlerweile lieb gewonnener Recyclingtradition) eine Zusammenführung aus einem alten Top von mir und einem Shirt aus dem Familienfundus. Nun passt es dem kleinen Mädchen und dem Herbst... Noch mehr Upcycling gibt es heute wieder bei NINA zu sehen! Und was heute außerdem noch gewerkelt wird, sammelt der creadienstag ein.



12.09.2012

Me Made Mittwoch. Wolle für den Herbst.

Nach herrlichen Spätsommertagen erwartet uns heute wettertechnisch ein derartiger Temperatursturz, dass ich frierend mein wärmendes Wollkleid aus dem Schrank ziehe. Es ist durch und durch ein Recyclingprodukt: Ein schwarzer Wollpullover für den Herrn sowie ein grauer Poncho, beide hatten nach einem Waschgang an Größe eingebüßt, sind schon im letzten Jahr in Anlehnung an Lucille zu einem neuen Kleid verschmolzen. 


Beim Kleiderrecycling gehe ich oft Kompromisse ein, an einer Stelle reicht das vorhandene Material nicht ganz aus. An anderer Stelle bin ich schlichtweg zu faul, bereits vorhandene Nähte aufzutrennen. In diesem Fall blieb die Ärmelform vom Pullover erhalten. Für die eigentlich vorgesehene Kragenlösung fehlten ein paar Zentimeter, was aufgrund des etwas dickeren Materials im Vergleich zum vorgeschlagenen Jersey vielleicht gar nicht so verkehrt ist. Damit das Kleid nicht ausschließlich in schwarz und mausgrau daherkommt, habe ich ihm am Kragen doppelt gelegte Gummikordeln in fuchsia verpasst. Ganz ohne einen Farbklecks wäre es mir nämlich doch zu langweilig geworden. Ein richtig gutes Team sind wir in der letzten Saison aber trotzdem nicht geworden, was schlichtweg am fehlenden, passenden Schuhwerk lag. An den abgeschnittenen Beinen könnt Ihr erahnen, dass sich dieser eigentlich untragbare Zustand leider noch nicht verändert hat. Auf großem, schmalem Fuß und dünnen Beinchen ist Schuhkauf aber auch wirklich kein Vergnügen! Womit die anderen Damen sich heute schmücken, seht ihr HIER

29.08.2012

Me Made Mittwoch. Ein Rettungsversuch.

Es geht wieder los. Der Me Made Mittwoch hatte eine lange Pause und zeigt sich nun in neuem Gewand. Ich hoffe, dass ich mit meinem kleinen "pimp your shirt" Beitrag nicht gleich wieder gegen die Regeln verstoße. Nadel und Faden waren auf jeden Fall in Gebrauch. Doch fangen wir von vorne an: Das (gekaufte) Shirt hatte einen großen Fleck und auf seiner ursprünglich einmal weißen Farbe war bereits der Altersgrauschleier zu sehen. Um dem Shirt zu neuem Leben zu verhelfen, habe ich den simplicol - Farben nach gut zehn Jahren beleidigten Schmollens eine zweite Chance gegeben. Mit dem Ergebnis bin ich recht zufrieden, wenngleich dieses Shirt von marineblau nun wirklich ein gutes Stück entfernt ist. Neu war mir, dass das Färbeergebnis in der Waschmaschine wirklich wunderbar gleichmäßig wird. Nicht geändert hat sich hingegen die Tatsache, dass Flecken durch den Färbevorgang nicht verschwinden sondern in der Regel leider umso mehr hervortreten. Mit etwas Malerkrepp, einem Schwamm und Stoffmalfarbe habe ich den Übeltäter dann aber doch noch beseitigt. Zu guter Letzt kamen noch Nadel und Faden zum Einsatz. Die kleine Spielerei am Ausschnitt hat einen schönen Effekt, wie ich finde und ist ganz schnell genäht. Das werde ich in Zukunft bestimmt hier und da noch einmal ausprobieren. 


Nun bin ich gespannt, wie groß der Andrang heute im neuen Me-Made-Mittwoch-Wohnzimmer ist. Ich werde es in dieser Saison sicherlich etwas ruhiger als zuletzt angehen lassen, nachdem ich gemerkt habe, dass viele meiner me-made-Kleidungsstücke eigentlich ein überwiegend ungetragenes Dasein im Kleiderschrank fristen. In der Regel liegt es wohl an den fehlenden Kombinationsmöglichkeiten. Das fängt bei den Shirts an und hört bei den Schuhen auf. Hier und da zwickt aber auch eine Naht, leiert ein Bündchen aus, sitzt etwas nicht mehr, sobald man sich darin bewegt oder ist am Ende einfach kein Teil für MICH. In diesem Sinne, ich suche weiterhin nach Schnitt, Stoff und Stil...  Herzliche Grüße, Marja

15.08.2012

Mein neuer Freund, das Maßband.

Von meinem Drang, etwaige Wachstumsschübe des Kindes vorausschauend mit einzuplanen, habe ich ja hier schon einmal berichtet. Mit dieser Hose gab es ein ähnliches Dilemma. Oben passte sie seinerzeit perfekt um den gut gepolsterten Windelpopo. Die Länge hatte ich aber wieder um mehrere Größen verfehlt. Weil das Vogelpaar so weit unten auf dem Hosenbein platziert war, konnte ich auch nichts umnähen oder umschlagen, ohne den kleinen Piepmatz seiner Beinchen zu berauben. So mussten alle warten. Die Mama, das Kind, der Wurm und die Vögel. Inzwischen würde die Länge eigentlich passen, wäre da nicht der Po. Selbiger ist ohne Windel nun so schmal, dass alles eine Etage tiefer rutscht... Wir haben sie versuchsweise trotzdem mal ausgeführt und anschließend schmollend wieder in den Schrank gelegt. Vielleicht versuchen wir es also ab sofort mal miteinander? Das Maßband und ich.

Schnitt: Matrosenhose. ottobre 01/2011.

13.08.2012

Noch einmal Sommer. Vor dem Herbst. Hemdenrecycling.

Vielleicht klappt es dieser Tage noch einmal mit einem Spaziergang in dieser Garderobe...? Die Sonne flüstert ja recht vielversprechend ein paar wärmende Strahlen in die Straßen der Stadt. Ein altes Hemd, eine Schere, eine Nähmaschine: wird Sommerkleid. Viel mehr ist es im Grunde nicht und so sind wir denn auch bekennende Wiederholungstäter im Hemdenrecycling (zuletzt bereits hier und hier). Mit dieser Version haben wir viel Schönes erlebt. Einen traumhaften Sommerurlaub mit drei kleinen Spielkameraden und lieben Freunden, eine Einschulung und, obwohl man zwischenzeitlich nicht daran glauben mochte, vor allem Sonne satt. Wer weiß, was das Hemd noch alles auf dem Buckel hat. Sein kurzer Lebensabschnitt bei uns war - trotz operativer Eingriffe - jedenfalls ein Besonderer. Wir sind nun beinahe rausgewachsen und stehen einmal mehr vor der Frage - wohin mit unseren Kleidern? Vielleicht wandert dieses statt auf den Flohmarkt diesmal doch in jene Erinnerungskiste, in der ich mit meinem großen Mädchen beizeiten genüßlich kramen werde... ? 

 
Schnitt: Sonntagskleid, lillesol und pelle. Kellerfalte nach oben verlegt. 

Mehr Neues aus Abgelegtem gibt es immer dienstags bei Nina zu sehen. Dort erhält jeder noch so ausgefallene, gut abgelagerte Müll Rohstoff neuen Glanz und zusätzlich noch eine mitunter gänzlich neue Funktion. Ein Besuch der Upcyclingsammlungen sei an dieser Stelle wärmstens empfohlen...

07.08.2012

Klebefolie auf Lebenszeit. Wer tauscht?

Vor Kurzem habe ich mich mit einem öffentlichen, übervollen aber gut gepflegten Papierkorb angelegt. Im Nachhinein bin ich sehr froh darüber. Denn beim Versuch, seinen Inhalt mit Nachdruck in seine Schranken zu weisen, habe ich diesen Schatz entdeckt. Ein Klebefolienvorrat auf Lebenszeit. Da mein Bezug zu diesem Material dem zum Wachstuch aber ziemlich nahe kommt und ich die Mengen unmöglich jemals verbrauchen werde, möchte ich große Teile des Vorrats wegen Platzmangel gerne wieder loswerden. Aber nicht in den Müll, denn dort haben sie meines Erachtens ganz und gar nichts zu suchen. 


Stattdessen würde ich den Berg gerne tauschend abtragen. Wer meinen Blog kennt, weiß von meiner Liebe zu besonderen Altkleidern und Stoff. Aber auch ein Bogen schönes Papier, Stempel, Farbe und ähnliches in briefumschlagstauglichen Mengen wären bei mir besser aufgehoben als der Klebefolienberg. Bei Interesse mailt mir doch einfach oder schreibt einen Kommentar. Je nach Andrang würde ich die Folien dann bis auf wenige Reststücke für meinen eigenen Fundus unter allen Tauschwilligen und möglichst angepasst an deren Wünsche verteilen. Die Folienstücke bzw. Rollen sind alle sehr unterschiedlich groß und lang. Von Höhe ca 5-35cm bis Länge 15-100cm ist alles dabei, der ganze Berg wiegt ca. 3kg. Die größten und längsten Stücke gibt es in weiß, schwarz und beige. Um das Porto gering zu halten (je nach Andrang müsste das bitte jeder selbst übernehmen), wäre das Zurechtstutzen auf diverse postkonforme Umschlagsgrößen sicherlich sinnvoll. Ich bin gespannt, ob sich einige bunte Klebefolienbastelumschläge in ein paar kreative Tauschhaushalte verteilen lassen...
Herzliche Grüße, Marja

Edit: alle Reste haben sich bereits auf den Weg zu wunderbaren Tauschwilligen gemacht...

06.08.2012

Der Roller...

...ist längst zu klein geworden. Nachdem wir vor ein paar Tagen einen ordentlichen Sturz damit erlebt haben, hat dies endlich auch das Töchterchen eingesehen. Doch die Trennung fällt sehr schwer und so wird das heiß geliebte Gefährt auf dem morgendlichen Weg zum Bäcker nun eben getragen...


Shirt: Sveja. Schnitt von Frau Liebstes. Gibt's hier.
Hose: Chino aus Leinen. Schnitt von lillesol und pelle. Gibt's hier.

01.08.2012

Versöhnung. Sommerkleid. Recycling.

Ich versöhne mich hier und heute mit dem diesjährigen Sommer. Zwischenzeitlich war ich schon recht übellaunig, weil meine Kleine aus der Vielzahl ihrer Kleider herausgewachsen war, bevor sie sie hätte auch nur einmal tragen können. Drum sind kürzlich auch einige auf den Flohmarkt gewandert, so dass hier wieder Platz für Neues war. Merkwürdigerweise fiel mir das Abgeben nicht sonderlich schwer. Ich freue mich nämlich sehr darüber, dass sie anderswo nun noch getragen werden. Die vielen investierten Stunden mit Schere, Nähmaschine, Nahttrenner und Herzblut sollten am Ende schließlich nicht einfach in einer Kellerkiste landen. Aus eben solcher Kiste habe ich vor einiger Zeit auch ein grünes Herrenhemd gefischt. Der Stoff wie auch das Hemd waren einigermaßen nichtssagend, in der Kombination mit dem rosa Blümchenschrägband sind wir aber echte Freunde geworden. Dem Kind ist es aber wohl doch zu einfarbig, denn es wird wild mit bunten Förmchen, Schaufel und Sonnenbrille kombiniert...


Schnitt: ottobre 3/2012, so ich mich recht entsinne... Ist im Moment leider verschollen.

Herzliche Grüße aus dem Leipziger Sommer, Marja

26.06.2012

Upcycling in 3 Minuten. Jacke wird Lernspielzeug.

Dieser Tage verstehen wir einander ganz gut, mein Trotzmädchen und ich. Vielleicht haben wir den ersten Schub schon überstanden, vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich Trotzreaktionen vorbeuge, wo immer es geht. Beispielsweise werde ich es so schnell nicht wieder wagen, meinem Kinde Milch einzuschenken, ohne es vorher nach seinen Wünschen bezüglich der Getränkeauswahl befragt zu haben... ;-) Was nämlich auf diese meine Frechheit folgte, war eine lautstarke, ausdauernde aber eigentlich so einfache Lehrstunde für mich, die ich zudem auch noch ganz schnell verstanden hatte. Seither wird vorher gefragt und es gibt dort tatsächlich keinerlei Probleme mehr. Eigentlich ganz einfach...
Ein weiterer Explosionsherd bleibt aber jeden Tag das Anziehen. Eigentlich klappt es prima und nahezu allein, aber in der morgendlichen Eile können die Socken schonmal zur Geduldsprobe für Mutter und Kind werden. Wenn dann alles überstanden ist, stehen wir kurz vor Abflug vor der größten Hürde - dem Jackenreißverschluß. Der klappt nämlich noch nicht allein und löst jeden Morgen wieder Kummer und Zeitnot aus... 
Aber auch diese tägliche Lehrstunde hat nun gestern abend endlich gefruchtet. So wurde das Thema Jackenreißverschluß kurzerhand in ein "Lernspielzeug" verlegt, welches auch tagsüber mal in aller Ruhe bearbeitet werden kann und so längerfristig vielleicht zur erhofften Entspannung am Morgen führt...? 

    

    

Die Umsetzung ist wirklich ein Kinderspiel und war ungelogen in drei Minuten vollendet:
Ärmel- und Kapuzenseiten einer ausgedienten Jacke grade (nicht so wie bei mir, schief...) abschneiden,
RV halb öffnen. Jacke auf links drehen und alle Seiten füßchenbreit steppen. Dabei am unteren Ende des Reißverschlusses eine Öffnung lassen, damit dort später der RV aufgezogen werden kann und genug Platz zum Hantieren bleibt. Jacke durch den geöffneten RV wieder auf rechts wenden und nach Belieben ein Kissen oder andere Schätze darin versenken und so den Lernwillen steigern ;-) Mein Jackenexemplar ist ja von Natur aus auch noch mit vielen Knöpfen gesegnet und bekam zu allem Überfluß noch einen ausgedienten Kordelstopper verpasst. Fertig.

Ich trage lange schon den Gedanken an ein derartiges Spielzeug mit mir herum. Dass ich am Ende mit so wenig Aufwand zum gewünschten Erfolg kommen würde, hätte ich aber nicht gedacht. Zwar haben wir nicht gerade unser schönstes Jackenexemplar hervorgekramt (das sollen lieber noch andere Kinder tragen, bevor es zum Spielzeug verbraten wird), aber der ZWECK ist in jedem Fall erfüllt. Und im Zusammenleben mit dem Trotz müssen eben manchmal eher schnelle statt wunderschöne Lösungen her.
Nun muß sich nur noch zeitnah ein Lernerfolg einstellen, dann sind wir vielleicht auch am frühen Morgen trotzfrei.

Mehr Upcycling sammelt heute nochmal die liebe Nina, bevor es für alle in eine wohlverdiente Sommerpause geht.

Euch einen schönen Dienstag,
herzliche Grüße,
Marja



18.06.2012

Sommerbluse. Zerschnitten. Wieder passend gemacht. Lillesol und Pelle.

In letzter Zeit vergreift sich meine Stoffschere gerne auch mal an bereits fertigen Kleidungsstücken. Bei diesem Exemplar handelte es sich einmal um eine Mädchenbluse, in die wir erst noch mühsam hätten reinwachsen müssen... Die kleinen blauen Blümchen gefielen uns aber schon in diesem Jahr und so wurde kurzerhand geschnitten, gesteckt und genäht bis dieses, jetzt schon passende und obendrein noch schönere Exemplar entstand:


Als Vorlage diente mir dieser Schnitt von lillesol und pelle. Die in der Ausgangsbluse ja bereits vorhandenen Ärmel mitsamt Säumen habe ich nicht gemäß der im Schnitt angelegten Trompetenärmel verändert, sondern lediglich passend abgeschnitten und wieder eingefügt. Die vormals vordere Knopfleiste ist auf den Rücken gewandert und dient dort fortan der Zierde. In der nächsten Größe zugeschnitten, haben wir nun einen luftigen Begleiter für jene heißen Sommertage, derer doch in diesem Jahr noch einige kommen werden...? 

Herzliche, sommerliche Grüße, 
Marja