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28.01.2014

Schnurren

Für die musikalische Früherziehung brauchte ich dringend einen kleinen Begleiter, der das Eis zwischen den Kindern und mir schnell brechen würde. Er hat seine Sache wunderbar gemacht und wird mir noch so manches Mal aus der Patsche helfen, da bin ich mir sicher. An Übermut fehlt es ihm nicht, an Schnurrhaaren wohl. Da muss ich wohl noch einmal Hand anlegen. Ganz aus Resten entstand er. Gefüllt, wie unlängst das Flusspferd, mit Überbleibseln der Patchworkdeckenproduktion. Den Schnitt habe ich etwas vergrößert und fand ihn hier. Bevor der Kater nun wieder auf musikalische Reisen geht, schleicht er sich noch einmal zu Nina und Anke... Habt einen schönen Tag, wir feiern Geburtstag! 

 



21.01.2014

Friesennerze für die Füße

Es ist recht ungemütlich draußen. Kalt und nass. Ein Friesennerz wäre eine feine Sache, um sich wenigstens trocken zu halten. Dieses vom Sperrmüll stammende Exemplar ward allerdings schon angeschnitten. Einst wurde eine Geldbörse daraus, was eine ziemlich knifflige Angelegenheit war... Die Ärmel blieben seinerzeit unversehrt und wurden nun verarbeitet. Über die matschigen Schuhe gezogen, holt und bringt man nun die lieben Kleinen in die Innenräume der Kita, ohne Spuren zu hinterlassen. Exemplare ähnlicher Art aus anderem Material gibt es schon immer, allerdings waren inzwischen nicht mehr viele übrig, die restlichen löchrig und es konnte ein kleiner Nachschub nicht schaden. Ich denke wieder sehnsüchtig an unsere verloren gegangene Tasche, mag den Kontrast von gelb und Matsch und überlege, was wohl noch aus den Resten werden könnte...? 


Bevor sie durch die Kita schlurfen, schicke ich sie noch zu Nina und Anke. Danke!

07.01.2014

Mein Freund, das Flusspferd. Ein Kuschelkissen

Kissentier
Vor ein paar Tagen gab es ein paar herzerweichende Tränen rund um das Flusspferd rechts im Bild. Das gehört der jungen Dame nämlich nicht... Am Ende durfte es doch noch leihweise mit nach Hause und die Tränen waren getrocknet. Da es aber nicht für immer bei uns bleibt, habe ich es nun ganz genau betrachtet und ihm und dem Kinde einen neuen besten Freund genäht. Mit hinein gewandert sind viele gute Gedanken an die edle Stoffspenderin (die mir ein ganz feines Restelager vermacht hat) und endlich diverse Vliesabschnitte aus vergangener Patchworkdeckennäherei... Damit habe ich wieder etwas Platz gewonnen. Außerdem die große Lust, doch auch mal wieder eine Decke zu nähen. Zusammengeklappt hält ein langes Klettband das Getier in Form, je nach Tagesform wird es aber auch zu einem gemütlichen Kissen. Zum Einschlafen das Kinde nun schon einmal erfolgreich eingeladen, so sehr, dass ich nebenan gleich mit eingeschlafen bin... 
Kuschelkissen nähen

 Und während die beiden Gefährten auf die Rückkehr der kleinen Dame warten, drehen sie eine gemütliche Runde und schauen bei Ninas Upcyclingdienstag und bei Antjes creadienstag vorbei.


05.12.2013

Dämmerung. Behagen. Adventspost.

Heute müssten hoffentlich alle angekommen sein. Meine Adventspostbriefmarken. (Falls nicht, dann schaut nicht weiter, wenn ihr noch überrascht werden wollt...) Packt meine Tochter derzeit jeden Morgen eine kleine Adventskalenderüberraschung aus, freue ich mich (wie schon im letzten Jahr) über tägliche Post im Briefkasten. Die Entstehung der Marken zu den Themen Dämmerung und Behagen ging mir in diesem Jahr tatsächlich wunderbar leicht von der Hand. Was nicht heißt, dass es schnell ging, denn 23 Umschläge müssen erst einmal beschriftet werden... Aber Zeit verliert ja während eines Flows glücklicherweise völlig an Bedeutung. Der dämmrige Druck, den ich für die Marken in viele kleine Teile schnitt, entstand einst des Nachts, als ich mich bei meiner lieben Mama wohl in einen Rausch druckte. Ich hörte erst wieder auf, als der (ziemlich grosse) Wohnzimmerfussboden keine Fläche mehr zum Trocknen der Papiere bot und die Morgendämmerung schon nahe war... Der behagliche Farbklecks wurde hier vor ein paar Tagen schon gepriesen und nun freue ich mich außerordentlich entspannt auf die mir noch verbleibenden Briefkastengänge bis zum 24. Dezember! 

AdventskalenderAdventspost
Einen herzlichen Dank an die Mailartköniginnen Tabea und Michaela! Viele Marken und Entstehungsprozesse sammeln sich in dieser wunderschönen Adventspostliste.

12.11.2013

Nachsitzen. Die Textilkennzeichnungsverordnung.

Immer wieder wird hier und dort viel über die Pflicht zur Kennzeichnung von Textilien (sofern man diese zum Verkauf anbietet) geschrieben. Weil das so unglaublich unübersichtlich und oft auch schlichtweg falsch ist, war ich diesbezüglich bis vor Kurzem noch einigermaßen orientierungslos. Auch dank lieber Hinweise von hier und da habe ich es - so hoffe ich wenigstens - inzwischen begriffen und fasse hier mal in aller Kürze zusammen, was für meine (in der EU) angebotenen Kinderkleidungsstücke von Relevanz ist: 

  • Die Kennzeichnung der verwendeten Materialien muss dauerhaft am Kleidungsstück angebracht sein. z.B. eingenäht oder eingestempelt, ein Papieretikett reicht ebensowenig wie die Sicherheitsnadel.
  • Besteht das Kleidungsstück aus mehreren Materialien unterschiedlicher Zusammensetzung, so müssen diese auch getrennt voneinander, einzeln aufgeführt werden. (Mehrkomponententextilien, Artikel 11, es gibt Ausnahmen... )
  • Werden die Produkte online vertrieben, gehört die Textilkennzeichnung nach obigen Vorschriften auch in die Artikelbeschreibung. 


Ausnahmen gibt es hier und da. Weiterhin Regeln, wie genau die Materialien bezeichnet werden müssen, was vielleicht doch unter den Tisch fallen darf und, und, und... Eine informative und gut verständliche Seite zur Textilkennzeichnungsverordnung (die das Textilkennzeichnungsgesetz abgelöst hat) habe ich hier gefunden. Über Sinn und Unsinn kann man sich lange streiten. Ich möchte aber selber auch immer gerne wissen, woraus meine Kleidung besteht. Allerdings trenne ich die Etiketten meistens sofort nach dem Kauf heraus oder schneide sie ab (und ärgere mich, weil sie dann noch mehr kratzen). Mit diesem Hintergrundwissen gehört das mühevolle Etikettieren der Kleider dann auch nicht zu meinen Lieblingsaufgaben... 

Ein kleines Label wird kaum fertig gedruckte Etiketten zu 1000en Stück einkaufen. Denn so werden sie meist angeboten. Kleinere Auflagen gibt es mehr und mehr, für meine oft auch unterschiedlichen Materialangaben habe ich aber noch nichts wirklich Passendes finden können. Und so habe ich bisher einiges beschriftet, gestempelt und eingenäht. Heute kam wegen akuten Etikettenmangels kurz vor dem nahenden Markttermin ein langes, festes Baumwollband aus Omas Nähkästchen zum Einsatz. Eine gute Fee rettet derlei Schätze immer vor dem Sperrmüll und bringt sie mir ins Nähstübchen. An einigen ursprünglich zusammengenähten Stellen war dem Band anzusehen, dass es einst wohl einen bestimmten Zweck erfüllte... Das Nonplusultra ist nun auch diese Variante der Etikettierung leider nicht, es dauert einfach viel zu lange und meine Schrift wird und wird auch nach dem 20. Etikett nicht schöner... Und so tüftle ich noch ein wenig weiter, schicke mein kleines Tagwerk noch eben zum Upcycling- und zum creadienstag und bin gespannt, wie Eure liebste Lösung aussieht? Vielleicht möchtet Ihr auch ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern...

EDIT: in den Kommentaren sind sehr informative Links versammelt. Herzlichen Dank!


15.10.2013

Lockerungsübung

Farbwolken. Fadenwolken. Aus den Resten der gerade laufenden Nähprojekte... flink zurechtgezimmert mit ein paar Nähten auf festem Papier. Der hier und dort herum fliegenden Flusen habe ich mich auf diese Weise gar prächtig entledigt. Das Köpfchen fühlt sich dank der Lockerungsübung an einem zähen Tag ohne rechtes (sichtbares) Vorankommen wieder freier an, außerdem frisch genug für Ninas Upcyclingrunde und Ankes Creadienstagsversammlung. Und vielleicht gibt es, so gestärkt, nun doch noch ein paar Nähfortschritte...


09.09.2013

Herbst. Stachelig. Bunt. Schokoladig.

Aus meinem nächtlichen Nähstübchen: ich habe einmal mehr Schrittnaht und Innenbeinnaht vertauscht. Die Taschen also vor dem Zusammenfügen der Hosenteile verkehrt herum, sozusagen ans untere Ende der Beinchen genäht. Weil die eigentlich anders geplante Größe es zuließ und der Schnitt (Knickebocker Madame Jordan) ein bisschen was verzeihen kann, wurde ohne aufzutrennen doch noch eine passende Hose daraus. Taschen igelig, herbstlich und richtig herum. Es ist eines von vielen Upcyclingprojekten derzeit und der platzraubende Stapel an nicht mehr passenden Jeans gefällt mir so schon viel besser. Dazu ein lachender Schokoladenfrühstücksmund. Komplett unter einer bunten Ganzkörperregenhaut und Gummistiefeln versteckt sind wir heute früh in den Herbst geradelt. Mit kitzelnden Tropfen im Gesicht, waghalsigen Meeresüberquerungen und lautem Kindergejuchze kann die Woche (nach dem schon so entspannten Sonntag) nicht schöner starten... Herbst, wir sind soweit. 

Mehr Selbstgenähtes an Kindern gibt's beim Fräulein Rohmilch! Mehr Upcyclingprojekte bei Nina!

07.05.2013

weiter wimpeln

Inzwischen ist auch der hier geplante Sammelbeutel fertig und will noch schnell mit auf ein Bild für Ninas Upcyclingsammlung. Entstanden aus einer Altkleiderbluse und den Zuschnittresten der schon genähten Wimpel. Ich hoffe, ihn während der nächsten Wochen mehrmals leeren zu müssen. Habt Dank für Euren Zuspruch, das Lob verteile ich gerne an andere, denn die Wimpelkettenidee ist nicht von mir. Nur der plötzliche Drang es groß zu machen: gemeinschaftlich, mit Herzblut, recycelnd und weltkitaverbessernd mit wehenden Fahnen, ist während des nächtlichen Nähens auf meinem Mist gewachsen. Hoffentlich ist jene Freude, etwas tun zu können und sei es erstmal noch so klein (und weit entfernt von den eigentlichen Problemen) ansteckend. Und Kräfte mobilisierend. Ich möchte daran glauben. 


Wimpelblüten

Die derzeit ziemlich trostlose Außenanlage der Kita ist in Begriff, sich durch engagierte Eltern zu verschönern. Bis jedoch die letzten organisatorischen Hürden genommen sind und die ersten Blumen wirklich blühen, wird es noch eine Weile dauern. Erste Farbtupfer soll eine lange Wimpelkette in den Garten bringen. Weil mein Stofflager zwar groß und bunt aber doch endlich ist und noch vielmehr, weil ich mir erhoffe, auf diese Weise noch ein paar mehr Eltern für Initiative und Kommunikation zu begeistern, habe ich heute einen kleinen Aufruf verfasst. Außerdem soll noch ein Sammelbeutel (mit applizierten Wimpelzuschnittresten) entstehen, in den dann hoffentlich viele fertige Wimpel und bunte Stoffstücke wandern. Ich habe ausdrücklich auch dazu aufgerufen, abgelegte Lieblingskleider, Kuschelkissen oder Ähnliches zu zerschneiden. So bekommen die Wimpel bestimmt eine noch viel persönlichere Note und die Kinder wird es sicherlich freuen, wenn sie "ihren" Wimpel im Garten entdecken. Oder jenen, der aussieht wie Hans' Hose. Oder diesen, der flattert, wie Annas Kleid. Oder, oder... Ich hoffe sehr, dass sich das Sammelbeutelchen füllt und ich erstmal im Kleinen ein bißchen frischen, bunten Wind in die Kita tragen kann. Denn immer nur meckern und sich über so manche Zustände ärgern, bringt niemanden weiter. Meinem Kind geht es gerade sehr gut dort, es blüht auf und hat einen tollen, neuen Erzieher, der nun offenbar dauerhaft bleibt und im Gegensatz zu allen anderen auch noch nicht einmal krank war... Trotzdem laufen viele Dinge falsch und die Stimmung ist mitunter sehr angespannt. Mögen die Wimpel Erheiterung und Frustabbau zugleich sein. Ein Anfang wenigstens, der irgendwann bunte Früchte und Blüten trägt. Ich werde berichten...
EDIT: zum fertigen Sammelbeutel hier entlang...


Mehr Blühendes, Aufbrechendes und Frühlingshaftes mit viel Herzblut ist HIER versammelt.
Mehr dienstägliche Einblicke in Kreativzimmer gibt es HIER.
Danke Anette und Anke!

23.04.2013

Groß wird klein. Kleiderrecycling. Me Made Mittwoch.

Endlich, es ist Frühling. Und endlich habe ich jenes Teil meiner Altkleidersammlung angeschnitten, welches ich schon einen ganzen Winter lang immer wieder sehnsüchtig gestreichelt habe. Das XXL-Shirt war im letzten Herbst in einem SecondHandLaden in meine Hände gewandert. Der (Viskose-?) Jersey ist ganz weich und dünn, fühlt sich trotzdem nicht künstlich an und ist, so scheint mir, von sehr guter Qualität. Während sämtliche Etiketten vom Waschen schon ganz verblichen und unlesbar waren (schade, ich hätte die genaue Zusammensetzung gern erfahren), sieht man dem Stoff keinerlei Ermüdungserscheinungen an. Ein paar Mal war ich schon drauf und dran, das Shirt für die Tochter anzuschneiden. Der tiefe Ausschnitt und die Pololeiste waren aber bei jedem Versuch, etwas Kindliches daraus zu machen, im Weg und so wartete das Shirt weiter auf seinen Moment. Nun habe ich es passend gemacht. Für mich. Als grobe Vorlage diente mir ein Kaufshirt. Bei den Ärmeln musste ich improvisieren und einfach mal wieder mutig nach Gefühl zuschneiden. Im Gegensatz zu sonst hat es diesmal gut geklappt. Möglicherweise stellt sich ja mit wachsender Näherfahrung doch noch ein verlässliches Gespür dafür ein, was machbar ist und was nicht... ? Dazu trage ich einen Rock (und eine Kaufhose), den ich schon im letzten Sommer recyclet habe. Das ungeliebte Ausgangsmaterial endete seinerzeit irgendwo zwischen Knien und Knöcheln und wurde mir gekürzt und mit einem (gut versteckten rotweißen Ringel-) Bündchen versehen zum guten Freund. Nun kann es doch bitte gerne Frühling bleiben... 


Was tragen die anderen Damen bei diesem Wetter? Folgt mir gerne hier entlang... 

22.04.2013

Alte Kleider. Zweiter Frühling.

Es wird zunehmend schwieriger, dem wachsenden Kinde Neues aus Abgelegtem zu nähen. Die größer werdenden Schnittmusterteile passen mitunter nicht mehr so einfach auf jene Altkleider, die nochmal zu neuem Leben erweckt werden sollen. Diesmal hat es nochmal geklappt, indem ich an den Seiten gut zwei Zentimeter weggenommen habe. Nun sitzt die aus Papas zerrissener Hose entstandene Pumphose figurnaher als hier oder hier, aber sie sitzt. Die Taschenform ist ein zufälliges Produkt. Sie ergab sich schlichtweg aus der Form des verwendeten Stoffrestes und gefällt mir nun sehr gut. Für die Bündchen habe ich ein Unterhemd zerschnitten. Das recyclete Shirt wird schon seit letztem Sommer getragen und ist nun langsam doch zu klein... 

Shirt: Sveja von Frau Liebstes
Hose: Knickebocker von Madame Jordan 

Was mein weiteres Kleiderrecycling betrifft, muß ich mir Gedanken machen. Denn alle Stauraummöglichkeiten (und -unmöglichkeiten...) sind gefüllt. Gleichzeitig brauche ich aber mehr Fundus, aus dem ich schöpfen kann. Denn mit wachsendem Kinde muß ich wohl mehrere alte Teile für ein neues Kleidungsstück kombinieren. Und da passt nicht immer alles zusammen. Alternativ könnte ich ausschließlich XXL-Altkleider annehmen. Oder lustige Patchworkhosen nähen. Weil es am Ende aber immer wieder etwas Besonderes ist, wenn das Kinde in unseren Kleidern spazieren geht, möchte ich einen Weg finden. Ein Anfang wäre ja vielleicht, Vorhandenes zu Vernähen bevor die nächste Kiste Altkleider einzieht... 

Mehr Upcycling gibt es bei Nina. Mehr mit den Händen Geschaffenes bei Anke

18.04.2013

Piep einmal.

Wann durchschaut ein Kind das Versteckspiel? Verrät nicht schon vorher, dass es sich jetzt hinter jenem Baum, hinter dieser Tür oder unter jener Decke versteckt. Und schließt nicht mehr selbst die Augen, um nicht gesehen zu werden? Später bitte... es ist einfach zu süß. 

cocoschock_Knickebocker_Pumphose_nähen_spielpause
Schnitt: Knickebocker von Madame Jordan / cocoschock
Recycling aus Papas Hose

08.04.2013

Vorausschauen

Ich habe einen kleinen Hang dazu, den Zuwachs des Mädchens etwas zu großzügig zu berechnen. Und so liegen manche genähte Kleidungsstücke erstmal monate- oder gar jahrelang im Schrank, bis sie nicht mehr bei jeder Bewegung von Schultern oder Hüfte rutschen. Heute morgen haben wir dieses Kleidchen wieder entdeckt. Es ist wenigstens ein bißchen rosa und war ein feiner, beschwichtigender Kompromiss zum eigentlich gewünschten rosa Röckchen, welches seiner angeborenen Drehleidenschaft gerade in der Waschmaschine nachgeht. Die blumige Windmühle aus einem recycleten Beulenosterei passte heute perfekt zum nahenden Frühlingswind. Ich rieche ihn schon... 


05.04.2013

Hunger. Rosa. Satt.

Kürzlich waren wir in der Stadt auf Hausschuhpirsch und ich war doch sehr erschrocken über die kindliche Zuneigung zu allem Rosafarbenen. Glücklicherweise hat an diesem Tage einfach nichts gepasst und wir gingen mit leeren Händen und ganz ohne rosa wieder nach Hause. Inzwischen ist der zwei Wochen lang verschollene linke Mutschuh wieder aufgetaucht und das so entstandene Hausschuhproblem hat sich von ganz allein gelöst. Die gebliebene Rosaliebe hat mich aber nachdenklich gemacht. Ihr habe ich mit diesem Röckchen etwas Futter geben wollen. Nicht ohne die leise Hoffnung, das rosahungernde Kind damit nun nachhaltig gesättigt zu haben. Ich mag am Mädchen nämlich viel lieber grün. Oder blau. Oder türkis. Den Rock wird es jedenfalls noch in anderen Farben geben. Er braucht nur zwei Schnittteile und ist schnell genäht. Die in einer Bahn vernähte arme Raupe ist längst zum Drehwurm mutiert, das schwungvolle Rotieren bis zum Umfallen klappt mit dem Röckchen nämlich ganz wunderbar...

Schnitt: Zweilagenrock von lillesol und pelle. Unterrock und Tasche: Blusenrecycling. 

19.03.2013

Hemdenrecycling. Schneller Mädchenrock.

Weil unsere Kopfstandeulen solch ein Erfolg waren, sie wegen verschiedener Malheure aber den heutigen Tag statt in der Kita in der Waschmaschine verbringen, muß schnell für Nachschub gesorgt werden. Diesmal ganz ohne Eulen und Kopfstand. Einfach rot und dafür gut zu kombinieren. Ich habe mich an einer Bluse aus dem familiären Altkleiderfundus bedient, beim Tragen wird das Kinde nun immer an die Oma denken. Den unteren Blusenteil einfach in der gewünschten Rocklänge plus Zugabe für den Gummizug abschneiden. Die Schnittkante umklappen und einen Tunnel nähen, dabei eine Wendeöffnung lassen. Gummi einziehen, fertig. Ich bin noch einen kleinen Umweg gegangen und habe eine Seitennaht aufgetrennt, um noch eine Tasche unterzubringen. Ich freue mich sehr, dass ich meinen Hemdenstapel endlich aus dem Winterschlaf gekitzelt habe. Zählten die Hemdenrecyclings im letzten Sommer doch zu meinen liebsten Projekten (hier, hier oder hier). Inzwischen hat sich auch ein ordentlicher Stapel Hemdenverschnitt angesammelt, nämlich unzählige Ärmel. Diesbezüglich warte ich schon länger auf eine Eingebung, denn Hemdsärmelhosen (ein Tutorial gibt es hier) passen dem Kinde leider nicht mehr. Vielleicht hat ja jemand einen Tipp für mich? 

Das Röckchen flattert heute zu Ninas Upcyclingdienstag und zu Ankes creadienstag. Besten Dank Euch beiden für das Sammeln!

11.03.2013

Wolle für den Schnee. Pulloverrecycling.

Nun hat es auch uns wieder erwischt. Leipzig ist wieder weiß. Kalt und matschig. Das Kinde stört es nicht so sehr, schon vor der Kita gab es heute Morgen eine kleine ausgelassene Runde Schneebuddelei auf dem Hinterhof. Gegen die Kälte hilft Mamas zu klein gewaschener Wollpullover. Mit ein paar Schnitten und Nähten passt er nun dem Kinde und wärmt. Und verleiht offenbar Flügel...

Schnitt: primavera von lillesol und pelle. Änderungen: Teilung weggelassen. 
Mehr Selbstgenähtes für Kinder sammelt das Fräulein Rohmilch.

05.03.2013

Patchwork auf Styropor. Ein Wandbild.

Nach der Renovierung des Kinderzimmers fehlt uns noch eine Wandgestaltung passend zur farbigen Malecke. Ich verwende hierfür viele kleine Styroporplatten, die als Kratz- und Bruchschutz in den Möbelkartons gelegen hatten. Mit Tapetenkleister lassen sie sich wunderbar mit Stoffresten bekleben. Den Pinsel auf den Bildern haben wir schnell zur Seite gelegt und lieber mit den Händen gematscht. Das ging viel besser und schneller, denn hier gilt: viel hilft viel, wenn sich der Stoff ohne Blasen und Falten um die Platten legen soll. Nur fotografiert es sich mit Matschehänden nicht mehr so doll. Der Kleister lässt sich ohne Probleme mit Wasser und Seife von den Händen (Kleidern, Gesicht, Haaren und Tisch) entfernen. Wer schlau ist, rührt mit warmem Wasser an und hat dann beim Werkeln nicht so schnell kalte Hände. Die Stoffstücke habe ich mit einer Zickzackschere geschnitten, um sie vor dem Ausfransen zu schützen. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass das ohnehin durch den Kleister vermieden wird. Oder dass ein Ausfransen am Ende gar nicht so schlecht sondern sogar spannend aussähe? So ich denn heute endlich den seit Tagen vermissten Hammer wiederfinde, gäbe es später am Tage noch ein Zeugnis des fertigen Werkes, welches eigentlich nur noch an die weiße Wand über dem Hochbett (hiermit zugedeckt) wandern muß... Mehr Upcycling sammelt Nina, mehr Einblicke in Kreativzimmer (hier Küchentisch) Anke. Euch einen schönen (Frühlings-) Dienstag! 


EDIT: der Hammer bleibt auch nach intensiver Suche weiterhin verschollen, ebenso die Wasserwaage. Wir haben uns mit Posterstrips und Augenmaß beholfen und sind ganz zufrieden mit unserem Gemeinschaftswerk. Für ein nächstes Mal merke ich mir die Erkenntnis, dass helle Stoffe nicht dunklere überlappen sondern lieber umgekehrt... 



26.02.2013

Patchworkdecke. Klein ganz groß.

Seit Langem schon gibt es in diesem Hause eine Patchworkdecke in Kleinformat. Sie war beinahe ausschließlich aus Resten und zu Übungszwecken entstanden und fügte sich seinerzeit auch ohne große Probleme zu einem Endmaß von ca. 70x80cm zusammen. (Die Quadrate messen jeweils 15x15cm inkl. Nahtzugabe.) Inzwischen ist sie so regelmäßig und vielfältig in Gebrauch, dass sie sich den Alltagsheldenstatus redlich verdient hat. Lange dachte ich, die Decke wäre zu klein geraten. Denn ein Baby passt zwar bequemlichst darauf, solange es noch nicht großartig hin und her robbt. Für das Kinderbett und das seinerzeit 2 1/2jährige Mädchen schien sie aber eigentlich schon zu klein. Seit ein paar Wochen nun könnte sie bessere Maße nicht haben: sie ist (Zu-) Decke für's Ausruhen, sie ist (Unter-) Decke für's Puppenpicknick. Sie ist Höhle und Zelt, Gespensterkostüm und Prinzessinnenrock. Ich bin mir sicher, die Decke wird in ihrem Leben noch in viele Rollen mehr schlüpfen... 


Ob es wohl auch ein wenig an den vielen Geschichten der Stoffe liegt, die ich dafür vernäht habe? Es waren Reste von hierhierhier und hier. Außerdem fanden ein Herrenhemd vom Opa sowie Überbleibsel von meinem allerersten genähten Kleid noch eine schöne Verwendung in der Decke. 


Weil sie in so übersichtlichen Maßen und mit ein wenig Übung (hierhierhierhier und hier ) recht zügig genäht ist, liegen heute die Reste vom kürzlich umgestalteten Kaufmannsladen auf meinem Zuschneidetisch. Aus ihnen soll nun eine Decke für andere Kinder werden. Und hoffentlich genau so viel Freude bereiten, wie es unser Exemplar hier tut... EDIT: der Stoff vom Kaufmannsladen ist nach ausgiebigem Befühlen und Beschneiden leider von so schlechter Qualität, dass ich es nicht fertig bringe, ihn in eine Decke zu vernähen... Die soll ja schließlich lange halten und bespielt werden! 

 

Mehr Alltagshelden gibt es bei Stephie, mehr Upcycling bei Nina und mehr Einblicke in Kreativzimmer bei Anke. Danke Euch dreien für die stets so inspirierenden Sammlungen! Und wer sich auch mal an einer Decke versuchen möchte, findet HIER ein ganzes Tutorial!

05.02.2013

Morgenkreis

Frohen Mutes haben wir uns gestern ins Kitaleben gestürzt. Und landeten direkt im montäglichen Morgenkreis. Jedes Kind sitzt auf seinem persönlichen Kissen. Jedes darf etwas Erlebtes erzählen oder etwas Mitgebrachtes zeigen. Und alle anderen hören und schauen zu. So der eigentlich so schöne Plan... Das Erzieherinnenteam ist durch Krankheit aber arg gebeutelt und seit gestern auf zwei geschrumpft. Die große Kinderschar so wuselig, dass es mir nicht möglich war, sie durchzuzählen. In jedem Fall waren es zu viele. Viel zu viele. Da halfen auch die bequemen Kissen nicht. Erfreulicherweise möchte das Kinde es morgen trotzdem nochmal versuchen. Mit eigenem Kissen.  


Die Vorderseite besteht komplett aus Stoffresten von der Abschiedsdecke. Die Rückseite war einmal eine Stoffserviette, die unlängst mit Omas Koffer in unseren Vorrat reiste. Innen liegen zwei Lagen dickes Volumenvlies übereinander. Die Nähte sind nicht gerade von paralleler Güte, aber Zeit und Müdigkeit drängten bis nach Mitternacht. Schließlich hängt das weitere Kitaglück an jenem Kissen und so soll es heute unbedingt mit zum neuerlichen Morgenkreisversuch. Mehr Reste, neue Kreise ziehend, gibt's bei Nina! Und im großen Kreise wird heute auch wieder hier gewerkelt.

02.01.2013

Mein Liebstes. Me Made Mittwoch.

In den vergangenen Monaten wurde viel genäht. (Hier entlang zum Jahresrückblick). Manches wurde oft getragen. Einiges auch nicht. Die Tendenz zeigte zum Jahresende aber vielversprechend in die richtige Richtung und ich freue mich sehr auf ein weiteres Jahr mit dem Me Made Mittwoch mit seinen wunderbaren Gastgeberdamen und den vielen, stets bunten Gästen. Trotz einiger Fehltritte im vergangenen Nähjahr gibt es doch ein Kleidungsstück, welches ich rauf und runter getragen habe, solange die Temperaturen es eben zuliessen. Am dänischen Strand, im heimischen Park, am See, am Fluß, in der Stadt, auf dem Land, daheim und in der Ferne - mein Liebstes: 

Schnitt: Mayla von Frau Liebstes
Änderungen: vorne eingefügte Kellerfalte, unten einige cm verlängert
Stoff: Kleiderrecycling


Noch mehr Lieblingskleidungsstücke aus 2012 gibt es hier zu sehen.