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22.10.2013

Patchworkdecke. Mit Geschichte. Falten. Und Herz.

Viele Wochen lag sie unvollendet hier. Gestern wurde sie endlich fertig. Heute wandert sie mit dem Kinde in die Kitagruppe, um dort fortan als täglicher Morgenkreisteppich, als Kuscheldecke, als Höhlendach oder ähnliches zu funghieren. Der Stoffberg ist seinerzeit am letzten Sammeltag der Wimpelaktion in meinen Besitz gewandert. War hier und da schon wunderbar zugeschnitten, um ganz eindeutig mal eine Decke zu werden. Der Vorbesitzer hatte wohl geahnt, was das für ein Drama werden würde und das Vorhaben nicht über den Zuschnitt hinaus verfolgt. Spannend war es aber allemal, denn die Stoffstücke erzählten mir Geschichten: Omas Jahrzehnte alte Stickerei war ebenso dabei wie unvollendete Nähwerkeleien oder Entwürfe mir unbekannter Künstler. Leider waren auch Unmengen an samtartigem (aber schönfarbigem) Dekostoff darunter. Und ich merkte erst während des Nähens, dass diese eigentlich nicht zu vernähen ist... Und so kuscheln die Zwerge jetzt mit einer Decke, die keinen einzigen rechten Winkel hat, weil sie sich trotz Steckens immer und immer wieder verzogen hat. Stattdessen viele Berge, Täler und Faltengebirge. Und doch, sie ist ungemein gemütlich und mir in ihrer Unperfektheit so sehr ans Herz gewachsen, dass es mir tatsächlich schwer fiel, sie nun abzugeben... Möge sie heute anderen Kreativen eine Inspiration sein, Ninas Upcyclingideen ergänzen und hoffentlich zum Alltagshelden bei den Kindern werden... 

Die Decke ist 2m x 1,10m groß und mit dickem Volumenvlies gefüttert. Für die Rückseite habe ich einen alten Bettbezug gefärbt, zerlegt und mit einer Reihe übrig gebliebener Zuschnitte kombiniert. Wegen der für mich kaum zu bändigenden Ausmaße ist die Decke nur punktuell gequiltet. Ganz passend zur Entstehungsgeschichte ließ sich das störrische Ding auch nicht in Gänze auf ein Foto bannen. Ein etwas größeres Bild gab es schon einmal hier...


11.04.2013

Puzzlen. Leise Fluchen. Tauschen.

In Gänze bekomme ich das gute Stück nicht angemessen auf's Bild und für Aennie soll ja auch noch ein winziger Rest an Überraschung bleiben: fertig ist sie, die Tauschdecke. Hier habe ich schon berichtet. Was da so geradlinig begann, wurde dann am Ende doch wieder etwas widerspenstig. Und so kommt das Werk nicht ohne ein paar Falten und Kurven aus, was seinem Charme und der Funktion als Babydecke aber hoffentlich keinen Abbruch tut. 13x13 kleine Quadrate macht 169 kleine Quadrate. Und die zu bändigen, kostet doch wesentlich mehr Zeit und Geschick als gedacht. Während ich bisher immer mit einem Dreifachzickzackstich auf der Naht gequiltet habe, sollte es diesmal ein Geradstich sein. Weil ich das vor Kurzem irgendwo bewundert hatte, bitte auch noch in einer Kontrastfarbe und leicht versetzt neben der Naht. Das war ob meines Nochnichtrichtigkönnens nicht die beste Entscheidung, denn die Nähte sind doch noch zu ungleichmäßig und leider ziemlich gut sichtbar... Hoffentlich kann Aennis Baby genügsam darüber hinwegsehen. Auf obigem Bild sind noch Heftfäden und das Vlies zu sehen, unten ist die fertige Decke mit Binding. Die fertigen Maße sind nun gut 70x70cm. Schon seltsam, wie schnell man doch vergißt, wie groß oder eben klein so ein Baby ist. Ich hoffe, das ist irgendwie Baby- und Kinderwagenkompatibel und gefällt...


08.04.2013

Husch, husch

Sehr angespornt durch dieses wunderbare Mutshirt, lege ich heute letzte Hand an die Decke, die im Gegenzug zu Aennies nahendem Nachwuchs wandern soll... Die längste Zeit nahm diesmal tatsächlich die Stoffauswahl, der Zuschnitt und die Anordnung zu einem stimmigen Puzzle in Anspruch. Ich habe einige Male wieder völlig umgeordnet und neue Stoffe zerschnitten, weil es immer wieder zu sehr nach Mädchen aussah, Aennie doch aber einen kleinen Jungen erwartet. Da es ja nur eine Decke mit verhältnismäßig kleinen Ausmaßen für den Kinderwagen sein soll, habe ich frohen Mutes viel kleinformatiger als sonst zugeschnitten (7x7cm inklusive Nahtzugabe) und schnell gemerkt, wieviel mehr Zeit die kleinen Teilchen mir im Verlauf des Entstehungsprozesses dann aber doch abverlangen. Gestern Abend habe ich die letzten Vorarbeiten für den heutigen Arbeitsschritt, das Quilten, abgeschlossen. Weil ich die mir jüngst anvertrauten Quiltnadeln nicht finden konnte, habe ich von Hand geheftet (wie Kirstin mir einst empfahl: in Sonnenstrahlenform) und hoffe, dass nun beim Verbinden von Top, Vlies und Unterseite alles an seinem Platz bleibt und nichts verrutscht. Das Binding (die Umrandung) ist dann der letzte Schritt. Ich mache das immer von Hand, weil ich mich dabei- an wachsender Vorfreude auf das Endergebnis labend- wunderbar entspannen kann und es einfach viel schöner aussieht als eine Maschinennaht. Liebe Aenni, ich eile... 

Was andere heute Kreatives vorhaben, wird hier gezeigt!

05.03.2013

Patchwork auf Styropor. Ein Wandbild.

Nach der Renovierung des Kinderzimmers fehlt uns noch eine Wandgestaltung passend zur farbigen Malecke. Ich verwende hierfür viele kleine Styroporplatten, die als Kratz- und Bruchschutz in den Möbelkartons gelegen hatten. Mit Tapetenkleister lassen sie sich wunderbar mit Stoffresten bekleben. Den Pinsel auf den Bildern haben wir schnell zur Seite gelegt und lieber mit den Händen gematscht. Das ging viel besser und schneller, denn hier gilt: viel hilft viel, wenn sich der Stoff ohne Blasen und Falten um die Platten legen soll. Nur fotografiert es sich mit Matschehänden nicht mehr so doll. Der Kleister lässt sich ohne Probleme mit Wasser und Seife von den Händen (Kleidern, Gesicht, Haaren und Tisch) entfernen. Wer schlau ist, rührt mit warmem Wasser an und hat dann beim Werkeln nicht so schnell kalte Hände. Die Stoffstücke habe ich mit einer Zickzackschere geschnitten, um sie vor dem Ausfransen zu schützen. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass das ohnehin durch den Kleister vermieden wird. Oder dass ein Ausfransen am Ende gar nicht so schlecht sondern sogar spannend aussähe? So ich denn heute endlich den seit Tagen vermissten Hammer wiederfinde, gäbe es später am Tage noch ein Zeugnis des fertigen Werkes, welches eigentlich nur noch an die weiße Wand über dem Hochbett (hiermit zugedeckt) wandern muß... Mehr Upcycling sammelt Nina, mehr Einblicke in Kreativzimmer (hier Küchentisch) Anke. Euch einen schönen (Frühlings-) Dienstag! 


EDIT: der Hammer bleibt auch nach intensiver Suche weiterhin verschollen, ebenso die Wasserwaage. Wir haben uns mit Posterstrips und Augenmaß beholfen und sind ganz zufrieden mit unserem Gemeinschaftswerk. Für ein nächstes Mal merke ich mir die Erkenntnis, dass helle Stoffe nicht dunklere überlappen sondern lieber umgekehrt... 



26.02.2013

Patchworkdecke. Klein ganz groß.

Seit Langem schon gibt es in diesem Hause eine Patchworkdecke in Kleinformat. Sie war beinahe ausschließlich aus Resten und zu Übungszwecken entstanden und fügte sich seinerzeit auch ohne große Probleme zu einem Endmaß von ca. 70x80cm zusammen. (Die Quadrate messen jeweils 15x15cm inkl. Nahtzugabe.) Inzwischen ist sie so regelmäßig und vielfältig in Gebrauch, dass sie sich den Alltagsheldenstatus redlich verdient hat. Lange dachte ich, die Decke wäre zu klein geraten. Denn ein Baby passt zwar bequemlichst darauf, solange es noch nicht großartig hin und her robbt. Für das Kinderbett und das seinerzeit 2 1/2jährige Mädchen schien sie aber eigentlich schon zu klein. Seit ein paar Wochen nun könnte sie bessere Maße nicht haben: sie ist (Zu-) Decke für's Ausruhen, sie ist (Unter-) Decke für's Puppenpicknick. Sie ist Höhle und Zelt, Gespensterkostüm und Prinzessinnenrock. Ich bin mir sicher, die Decke wird in ihrem Leben noch in viele Rollen mehr schlüpfen... 


Ob es wohl auch ein wenig an den vielen Geschichten der Stoffe liegt, die ich dafür vernäht habe? Es waren Reste von hierhierhier und hier. Außerdem fanden ein Herrenhemd vom Opa sowie Überbleibsel von meinem allerersten genähten Kleid noch eine schöne Verwendung in der Decke. 


Weil sie in so übersichtlichen Maßen und mit ein wenig Übung (hierhierhierhier und hier ) recht zügig genäht ist, liegen heute die Reste vom kürzlich umgestalteten Kaufmannsladen auf meinem Zuschneidetisch. Aus ihnen soll nun eine Decke für andere Kinder werden. Und hoffentlich genau so viel Freude bereiten, wie es unser Exemplar hier tut... EDIT: der Stoff vom Kaufmannsladen ist nach ausgiebigem Befühlen und Beschneiden leider von so schlechter Qualität, dass ich es nicht fertig bringe, ihn in eine Decke zu vernähen... Die soll ja schließlich lange halten und bespielt werden! 

 

Mehr Alltagshelden gibt es bei Stephie, mehr Upcycling bei Nina und mehr Einblicke in Kreativzimmer bei Anke. Danke Euch dreien für die stets so inspirierenden Sammlungen! Und wer sich auch mal an einer Decke versuchen möchte, findet HIER ein ganzes Tutorial!

19.10.2012

Spielpause in Stücken

Nach ihrem Losglück schickte mir Melanie einen zu klein gewordenen aber groß ans Herz gewachsenen Pullover Ihres Jüngsten. Zusammen mit blauen, grünen und bunten Farbtönen sollte eine Krabbeldecke entstehen. Ich finde diesen Prozeß immer wieder sehr aufregend und doch ungemein entspannend. Und das obwohl mich dieses Farbenpuzzle am ersten Abend an meine Grenzen brachte. Nach einer Nacht darüber schlafen, fügte sich dann aber doch noch alles und wir wurden gute Freunde. Inzwischen ist die Decke bei Melanie angekommen und wird fleißig getestet. Lange Zeit assoziierte ich mit Patchwork übrigens altbacken. Nicht mehr. Nicht weniger. Auf jeden Fall nichts für mich. Inzwischen habe ich mich verliebt. In die zahlreichen HIER. Oder diese HIER. Und noch viele, viele mehr. Da tun sich Möglichkeiten (Abgründe) auf. Zeit müsste man haben. Auf jeden Fall werde ich nie wieder einen Stoffrest wegwerfen. Denn daraus kann Großes werden....

   


27.08.2012

Buntes Restepuzzle. Patchwork für Anfänger.

Einige Stunden habe ich kriechend auf dem Boden verbracht, bevor ich diese überwiegend aus Resten gezimmerte Patchworkdecke für's Kinderbett vollenden konnte. Eigentlich bin ich kein großer Patchworkfan, aber hier und da bewundere ich solche mitunter ja sehr langwierigen Projekte. Ich brauche für gewöhnlich schnelle Fortschritte. Ungeduldig vermeide ich jeden Stich von Hand. Ein kleines Wunder also, dass wir so gute Freunde geworden sind, die Decke und ich. Denn nach so viel Puzzelei trotz einfachster Muster stand außer Frage, dass der letzte Rest tatsächlich Stich für Stich von Hand erledigt wird. Inzwischen wandert die Decke mehrmals am Tag durch sämtliche verfügbaren Betten...   
Vielleicht habe ich eine Menge falsch gemacht, denn bis zur finalen Einfassung einschließlich Ecken (Binding und Briefecken - eine leicht verständliche Anleitung gibt's HIER) habe ich ausschließlich nach Bauchgefühl genäht. Ein paar Fragen bleiben offen, vielleicht kann mir jemand helfen? Werden beim Zusammennähen der einzelnen Quadrate die Nahtzugaben versäubert oder ist es ausreichend, im nächsten Arbeitsschritt über die entsprechenden Nähte zu quilten? Wie wird man beim Zusammennähen der einzelnen Lagen mit diesen Stoffmengen fertig? Vorher mit Nadeln zusammenstecken oder tatsächlich alles per Hand heften? Und zu guter Letzt: wie macht man trotz chronischen Platzmangels ein anständiges Foto von der ganzen Pracht...? Farbenfrohe Grüße!