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01.05.2013

An. Aus. An. Aus. Me Made Mittwoch.

Nähen. Anziehen. Schlimm finden. Ausziehen. Nähen. Schneiden. Anziehen. Immer noch schlimm finden. Ausziehen. Nähen. Anziehen. Und so fort... Nach wirklich langer Reise bin ich nun bei "nicht mehr so schlimm" sondern "eigentlich ganz schön" angelangt. Im Grunde hatte ich es schon geahnt und doch wollte ich es mit diesem Schnitt (müsste in der März oder April-Burda gewesen sein?) aufnehmen. Die fehlende Taille und die Kastenform funktionieren bei mir nicht. Nicht nur von vorne, auch von der Seite sah das Ergebnis alles andere als schön aus. Ich habe dann nach und nach von den Seiten etwas weggenommen und schließlich auch die angeschnittenen Ärmel beinahe vollständig abgeschnitten. Denn, soviel habe ich gelernt, angeschnittene Ärmel stehen mir überhaupt nicht. Die Faltenlösung am Halsausschnitt gefällt mir sehr, von der übrigen Form ist nicht viel geblieben. Behalten habe ich den mißmutigen Blick, der sich wohl auf dem steinigen Pfade eingeschlichen hat. Trotzdem bin ich stolz, jenen Weg diesmal bis zu Ende gegangen zu sein. Immer wieder geändert zu haben, wo es nötig war und schließlich zufrieden zu sein. Aber das war Ehrensache, denn ich habe für das Shirt jene XXL-Hose zerschnitten, welche extra in Indien für mich angeschafft worden war, mir aber einfach nicht passen wollte ;-) Die Farbe geht noch etwas mehr Richtung fuchsia, ließ sich aber auf dem Bild nicht einfangen und ist mir auch nichts für jeden Tag. Aber mit guter Laune und gesundem Teint sollte es funktionieren. Auch wenn es heute mit einem freundlicheren Bild nicht recht klappen mag, fühlt Euch mit einem Lächeln beschenkt und habt einen schönen Tag! Was die anderen Damen tragen, gibt es hier (beim MeMadeMittwoch) zu sehen... 


23.04.2013

Groß wird klein. Kleiderrecycling. Me Made Mittwoch.

Endlich, es ist Frühling. Und endlich habe ich jenes Teil meiner Altkleidersammlung angeschnitten, welches ich schon einen ganzen Winter lang immer wieder sehnsüchtig gestreichelt habe. Das XXL-Shirt war im letzten Herbst in einem SecondHandLaden in meine Hände gewandert. Der (Viskose-?) Jersey ist ganz weich und dünn, fühlt sich trotzdem nicht künstlich an und ist, so scheint mir, von sehr guter Qualität. Während sämtliche Etiketten vom Waschen schon ganz verblichen und unlesbar waren (schade, ich hätte die genaue Zusammensetzung gern erfahren), sieht man dem Stoff keinerlei Ermüdungserscheinungen an. Ein paar Mal war ich schon drauf und dran, das Shirt für die Tochter anzuschneiden. Der tiefe Ausschnitt und die Pololeiste waren aber bei jedem Versuch, etwas Kindliches daraus zu machen, im Weg und so wartete das Shirt weiter auf seinen Moment. Nun habe ich es passend gemacht. Für mich. Als grobe Vorlage diente mir ein Kaufshirt. Bei den Ärmeln musste ich improvisieren und einfach mal wieder mutig nach Gefühl zuschneiden. Im Gegensatz zu sonst hat es diesmal gut geklappt. Möglicherweise stellt sich ja mit wachsender Näherfahrung doch noch ein verlässliches Gespür dafür ein, was machbar ist und was nicht... ? Dazu trage ich einen Rock (und eine Kaufhose), den ich schon im letzten Sommer recyclet habe. Das ungeliebte Ausgangsmaterial endete seinerzeit irgendwo zwischen Knien und Knöcheln und wurde mir gekürzt und mit einem (gut versteckten rotweißen Ringel-) Bündchen versehen zum guten Freund. Nun kann es doch bitte gerne Frühling bleiben... 


Was tragen die anderen Damen bei diesem Wetter? Folgt mir gerne hier entlang... 

19.03.2013

Römö, ein Schuft. Me made Mittwoch.

Geplant war ein Rock nach dem Schnittmuster Römö von Farbenmix. Mit einem Reißverschluß in der hinteren Mitte, um die klassischen Beulen an der Seite zu umgehen. Fast ganz nach Plan und ohne große Experimente. Weil es im Schnittmuster genau so vorgeschlagen wird, habe ich mich bei der Größenwahl an jener Weite orientiert, auf der der Rock dann später auch sitzen sollte. Bei mir liegt dieser Wohlfühpunkt irgendwo fern der Taille und nah der Hüfte. Zuzuschneiden war nach dieser Rechnung Größe L und natürlich hat das vorne und hinten nicht gepasst, am schlimmsten saß und beulte er aber an den Seiten. Dort sind auf Vorder- und Rückseite Abnäher vorgesehen. Auch mehrmaliges Begradigen und Verkleinern der Seitennähte brachte keine Verbesserung, so dass ich dem Vorschlag meiner lieben Nähfee gefolgt bin und den Rock über den Abnähern abgeschnitten habe, um einen Jerseybund oben anzusetzen. Nun ist Römö für mich tragbar. Allerdings müsste ich mir noch einen Unterrock nähen, alternativ auf eine strumpfhosenfreie Zeit warten. Der Stoff ist leider auch recht steif und fällt nicht so schön, wie ich mir das erhofft hatte. Nach all dem Nähfrust bin ich also erstmal nur mäßig Freund mit dem neuen Röckchen und möchte ihm deswegen vorerst auch keine aufgesetzten Taschen mehr anbieten. Einen kleinen Applaus verdient aber die vordere Mittelnaht, in der die schmalen Streifen so brav aufeinander treffen. Wenigstens etwas. Euch einen schönen Mittwoch! 

Mehr Me Mades versammeln sich wie immer hier. 

05.03.2013

Origamirock. Me made Mittwoch.

Von Steffis Origamirock sehr angetan, ist auch hier ein Exemplar entstanden. Ins Farbkonzept passend. Rot weiß gestreift und wieder mit abgesetztem doppeltem Saum. Das erspart mir den Ärger mit der Zwillingsnaht. Wenn man das Faltengelege im vorderen Bereich erstmal durchschaut hat, ist es bist zum fertigen Rock gar nicht mehr weit. Er ist ein echtes Wohlfühlteilchen geworden und wird bestimmt nochmal genäht. Dazu passt das Fanöshirt, welches ich nach anfänglicher Skepsis momentan tatsächlich am liebsten trage (die anderen sind hier, hier und hier). Und was tragen die anderen Damen?  Hier sind alle zu sehen... Euch einen schönen (Frühlings?) Tag!

Änderungen: doppelt gelegten Saumstreifen angesetzt

19.02.2013

Zusammenführen. Loslassen. Me Made Mittwoch.

Ich bin wieder einen Schritt vorangekommen und nähe ausschließlich Kleidungsstücke für mich, die einander gut ergänzen und gut kombinierbar sind. Auf kleine farbliche Akzente verzichte ich dennoch nicht. Hier ziert das Shirt eine rote, außen liegende Overlocknaht. Die Säume habe ich alle zunächst doppelt gelegt und dann einfach mit der Overlock - auch in rot - versäubert. Erfreulicherweise rollt sich nichts ein und die Lösung scheint haltbar und alltagstauglich. Der Stoff ist allerdings auch recht fest und viel weniger elastisch als z.B. der Jersey von letzter Woche. Deswegen habe ich beim Tragen auch das Gefühl, das Shirt wäre zwei Nummern kleiner als gewohnt. Ich fühle mich aber trotzdem wohl darin. Der Schnitt (Fanö via Farbenmix) hat sich ja während der letzten Wochen sehr bewährt (es gab ihn bereits hier, hier, und hier ). Trotzdem brauche ich nun frischen Wind und werde wieder etwas Neues ausprobieren. Zum Shirt kombiniert habe ich jenen Rock (Amy via Farbenmix), der hier schon einmal beschrieben wurde. Inzwischen habe ich noch ein Gummiband in den hinteren Bund eingenäht, waren mir die Kitasorgen der vergangenen Wochen doch anhaltend auf den Magen geschlagen... Inzwischen klappt es aber prima. Kind scheint angekommen und Mama schafft endlich das Loslassen. Und kommt bestimmt auch bald wieder zum Nähen. Vorher wäre da aber noch jene wunderbare Inspirationsrunde bei den Me Made Mittwoch Damen zu drehen. Auf bald...

SHIRT: Fanö. Änderungen: Kellerfalte statt Kräuselung. ROCK: Amy mit angesetztem Saum und Gummizug im hinteren Bund.

13.02.2013

Fanö. Schlägt Wellen. Me made Mittwoch.

Nach Picki Langstropp landete wieder ein Shirt nach Fanö auf meinem Nähtisch. Ein weiteres Kleidungsstück aus der geplanten Basicreihe. Gut kombinierbar sollte es sein. Zum Beispiel mit dem Rock aus der letzten Woche. Das Farbschema passt ganz gut. Das Shirt leider nicht so richtig: die breiten roten Abschlüsse schlagen hier und da Wellen oder stehen unschön ab. Sie waren eine Notlösung, weil ich das ursprünglich blaue und viel schmalere Halsbündchen drei Mal auftrennen musste. In der Folge war mir der Ausschnitt zu groß gewachsen, was ich mit dem breiteren Bündchen auszugleichen versuchte. Das sah so allein und wellig nicht mehr stimmig aus und brauchte ein (Wurschtel-)Pendant am unteren Saum. Die hintere Armkugel sitzt auch nicht ganz korrekt, warum auch immer. Soetwas war mir bei Fanö 1 und 2 nicht aufgefallen. Vielleicht muß ich mich erstmal vom entstandenen Nähfrust erholen und mich dann nochmal an sauberen Abschlüssen versuchen. Sind die überhaupt möglich mit solch einem breiten Bündchen? Es trägt sich aber sehr gemütlich. Ein Haus- und Hofshirt. Immerhin...


Schnitt: Fanö über Farbenmix
Änderungen: ohne Kräuselung, Ärmel und Saum verlängert.
Frust und Pannen: wie so oft, das Halsbündchen...

Zur Me Made Runde bitte hier entlang...


06.02.2013

Mühsam nährt sich. Me Made Mittwoch.

Groß waren die Pläne. So klar die Vorstellungen und so erfrischend meine Motivation. Und doch: seit der Basic-Aktion geht es nur mühsam voran mit meinen eigenen Vorhaben. Eine Fanö hier und eine Fanö dort sind entstanden. Zwei weitere liegen hier zugeschnitten. Und alle sollen sie gut kombinierbar sein. Zum Beispiel mit diesem neuen Rock. Was die überlegtere Stoff- und Farbauswahl betrifft, bin ich schon gut voran gekommen. Auch sind die letzten entstandenen Stücke voll und ganz in den Alltag integriert und werden oft getragen. Einzig das Tempo, mit dem hier auch etwas für mich entsteht, dürfte gerne noch ein gutes Stück beschleunigen. So Kind und Kita bald beste Freunde werden, sind die Erfolgsaussichten aber gar nicht mal so schlecht. In diesem Sinne, wir sehen einander bald wieder. Im Kreise der Me Made Mittwoch Damen....

Schnitt: Amy von jolijou via Farbenmix 
Stoffe: Feincord in rot. Baumwollstoff in dunkelblau. Die Tascheninnenseiten aus rotem Vichykaro.

02.01.2013

Mein Liebstes. Me Made Mittwoch.

In den vergangenen Monaten wurde viel genäht. (Hier entlang zum Jahresrückblick). Manches wurde oft getragen. Einiges auch nicht. Die Tendenz zeigte zum Jahresende aber vielversprechend in die richtige Richtung und ich freue mich sehr auf ein weiteres Jahr mit dem Me Made Mittwoch mit seinen wunderbaren Gastgeberdamen und den vielen, stets bunten Gästen. Trotz einiger Fehltritte im vergangenen Nähjahr gibt es doch ein Kleidungsstück, welches ich rauf und runter getragen habe, solange die Temperaturen es eben zuliessen. Am dänischen Strand, im heimischen Park, am See, am Fluß, in der Stadt, auf dem Land, daheim und in der Ferne - mein Liebstes: 

Schnitt: Mayla von Frau Liebstes
Änderungen: vorne eingefügte Kellerfalte, unten einige cm verlängert
Stoff: Kleiderrecycling


Noch mehr Lieblingskleidungsstücke aus 2012 gibt es hier zu sehen.

30.12.2012

Best of DIY 2012. Ein Jahresrückblick.

Das Jahr 2012 ist beinahe verstrichen. Was ist eigentlich in den letzten Monaten alles durch meine Hände entstanden? Was hat sich bewährt? Was lasse ich im nächsten Jahr vielleicht lieber bleiben? 

Auf jeden Fall wird weiterhin genäht. Zu lang sind noch die Listen an Ideen, zu viel noch ist da an ungenutztem Potential in Maschinen und mir - es bleibt mir also weiterhin eine der größten Freuden, mit Stoffen und Schnitten zu jonglieren. Einen festen Platz wird auf jeden Fall weiterhin der Upcyclinggedanke haben. Mit wachsendem Kinde wird es wohl zunehmend schwieriger werden, Schönes und Tragbares zu zaubern. Ein paar Hemdsärmel ergeben leider schon seit ein paar Monaten keine Hose mehr und ob im nächsten Sommer ein Hemd noch für ein Kleid reicht, ist fraglich. Versetzt mich aber ob der wachsenden Herausforderung auch in eine leise Vorfreude auf die nächste Herrenhemdrecyclingsaison. 


Seit ich mir im Rahmen der Basicaktion (mehr dazu bei Catrin) Gedanken über meine Kleider gemacht habe, zeichnen sich die ersten Fortschritte ab: Meine letzten drei Me Mades (Kanga und Fanö) liegen ganz vorn im Kleiderschrank und sind tatsächlich gern getragene Alltagsgarderobe. Einen nicht unwesentlichen Anteil hat daran gewiss auch die kürzliche Anschaffung der Overlockmaschine. Vieles geht mir damit nun wesentlich leichter von der Hand. So darf es im neuen Jahr gerne weitergehen. 

  
Hin und wieder brauchte ich im letzten Jahr aber auch Abwechslung vom Garderobe nähen. So  habe ich mich ein wenig im Stoffdruck geübt. Außerdem haben wir ich Spitzwegerichöl gebraut und damit einen ganzen Sommer lang sämtliche Wehwehchen des Kindes verarztet. Und auch sonst drehten sich natürlich viele DIY-Projekte um die Welt des kleinen Erdenbürgers: das Memory raubte mir seinerzeit den letzten Nerv und ist mir dabei so ans Herz gewachsen. Die  Fühlkissen werden eifrig bei der Tagesmutter bespielt und die kleinen wie auch die großen Puppenspielgefährten haben wir ebenso bedacht. Zwischendurch waren wir Gäste einer famosen Hasenjagd (mehr bei Mond) und zuletzt hatte mir die Adventspost (mehr bei Tabea) in der Vorweihnachtszeit täglich ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Seit einigen Wochen warten wir nun auf eisigere Temperaturen, um das Windspiel aus Eis nochmal aus dem Gefrierschrank holen zu können.


Ich blicke zurück auf ein sehr schönes, erstes Bloggerjahr. Zu sehen, dass neben allen Inspirationen und so herzlich gewachsenen Kontakten auch noch so viel Greifbares entstanden ist, macht mich dankbar, sehr zufrieden und auch ein wenig stolz. Erwartungsfroh begrüße ich das Neue Jahr und freue mich, wenn Ihr mich weiterhin begleitet. In diesem Sinne, einen guten Rutsch und Alles Gute für 2013, Marja. 

Mehr DIY- Jahresrückblicke versammeln sich dieser Tage in Hülle und Fülle bei Caro!




12.12.2012

Fanö mit Hindernissen. Die Zweite. Me Made Mittwoch.

Nachdem ich zuletzt überhaupt keinen Jersey mehr unter die Nähmaschine gelegt habe, muß ich mit der erstandenen Overlock nun ein wahres Defizit an Shirts aufholen. Gut möglich, dass es während der nächsten Wochen etwas eintönig wird, allenfalls die kürzlich entstandenen Zipfelmützen sorgen vielleicht für etwas Abwechslung. Heute also - wieder - ein Shirt nach dem Schnitt Fanö von Farbenmix. Dieses Mal habe ich bzw. hat das Messer beim Annähen des zweiten Ärmels ein unflickbares Loch in das Rückenteil geschnitten. Darauf folgten ein paar Tage SchmollRuhepause, bevor ich dann doch alles mit Trick 17 wieder auftrennte. Das durchlöcherte Rückenteil trägt inzwischen die Tochter. Das vollendete Shirt ist nun für mein Gefühl ein bißchen zu groß geraten, vielleicht gibt sich das noch mit den nächsten Wäschen? Auch das Kräuseln will nach zahllosen Versuchen noch immer nicht anständig klappen. Sobald ich Gekräuseltes zusammennähe, verschiebt es sich wieder ganz ungleichmäßig, obwohl ich die Enden einer doppelten Kräuselnaht mit Knoten sichere. Gibt's hier vielleicht auch den mir noch unbekannten Trick 17? Ich habe mir hier wie so oft mit einer Kellerfalte geholfen. Geht immer, ich mag sie sehr und finde, dass sie Fanö auch ganz gut steht.


Ein bißchen zu knallig fühle ich mich mit dem Stoff (lillestoff, vichykaro), vielleicht gewöhnen wir uns noch aneinander. Aber ich mag die extra langen Ärmel (verlängert, ab Ellenbogen verbreitert) und den bezogenen Knopf, der kürzlich mit vielen wunderbaren Artgenossen im Zuge des Apfelrocktauschs mit Katja bei mir eingezog. Er ist für mich das entscheidende Detail. In Kombination mit der Paspel ist das Shirt schlicht und doch besonders geworden. Und es fühlt sich, sehen wir mal von der noch nicht ganz runden Liebesbeziehung zum Stoff ab, ganz nach mir an. Bei all den tollen, wilden, bunten Kreationen im Bloggerland fällt es mir tatsächlich manchmal schwer, wirklich "bei mir" zu bleiben. Hier hat es nochmal geklappt...

Lust auf unzählige Inspirationen und gut gekleidete Damen? Dann bitte hier entlang...


28.11.2012

Fanö mit Hindernissen. Me Made Mittwoch.

Ein Shirt - wie einfach, möchte man meinen... Ich habe trotzdem wieder ziemlich gekämpft. Was zum einen an meiner noch nicht ganz warm gewordenen Beziehung zur neuen Maschine liegt, zum anderen an einem äußerst flutschigen Viskosejersey. Viskosefasern sind Grenzgänger unter den Kunstfasern, weil sie aus dem Naturstoff Cellulose gewonnen werden und somit eigentlich natürlich bzw. naturnah sind. Das war mir bis vor Kurzem gar nicht klar und nun bekommt die Faser doch noch eine Chance auf meiner Haut, die eigentlich schon aller Synthetik abgeschworen hatte. Mal sehen, ob wir Freunde werden. Bisher fühlt es sich ganz gut an. Das flutschige Nähtheater vergesse ich an dieser Stelle einfach ganz schnell wieder. Bis zum nächsten Mal... Der Schnitt und ich werden ganz bestimmt gute Freunde (Danke, liebe Steffi!). Ohne große Änderungen fühle ich mich sehr umschmeichelt: Bauch weg, Brust raus, um es mal auf den Punkt zu bringen... 



Schnitt: Fanö von Farbenmix. Änderungen: An den Ärmeln und am Saum habe ich um einige Zentimeter verlängert, das geht mir aber eigentlich immer so. Die obere Passe ist etwas kürzer als im Schnitt, weil die erste Naht in großen Wellen verlief und ich sie kurzerhand wieder aufgeschnitten habe: Differentialtransport höher gestellt und die Stichlänge vergrößert. Problem behoben. Das genaue Betrachten der welligen Probenaht auf dem Probestück wäre noch besser gewesen... Der Ausschnitt ist ein bißchen freizügiger als vorgesehen: das erste Halsbündchen musste ich nämlich wegen Stümperei abschneiden, mit dem Trennen habe ich es nicht so. Nun fehlt rundherum ein guter Zentimeter. 

Und was tragen die anderen Damen heute? HIER sind sie alle versammelt. Hoffentlich lässt mich meine kleine Dame heute mal stöbern. Sie ist nämlich seit Montag zu Hause. Bis es der Tagesmama wieder besser geht. Soviel zu meinen "freien" Tagen. Nichtsdestotrotz, wir haben eine schöne Zeit und wünschen Euch selbige!


24.10.2012

Me Made Mittwoch. Mein Basisrock. Ausgemottet.

Nach meinen gestrigen Überlegungen zum Thema Basics bin ich nochmal auf die Suche gegangen und in einer Winterkleiderkiste tatsächlich fündig geworden: Das ist einer meiner ersten (und liebsten) selbst genähten Röcke. Ich habe ihn seinerzeit sehr oft ausgeführt und während der Schwangerschaft dann irgendwann eingemottet. Leider nicht ohne Folgen, denn die Viecher haben sich an einigen Stellen am köstlichen Wollstoff bedient. Im Bild unten rechts sieht man die auffälligsten Bissspuren... Die Freude über das Wiederfinden wich also schnell der Ernüchterung. Denn so kann ich den Rock nicht tragen. 


Was würdet Ihr tun? Die Löcher (drei an der Zahl, alle oberhalb der Falten) möglichst unauffällig stopfen, möglichst auffällig unter Applikationen verstecken oder gleich einen neuen Rock nähen? Letzteres wäre für mich eine mittlere Katastrophe, denn ich hänge an der Entstehungsgeschichte. Ich weiß noch genau, wann, wo, wie und unter welchen Umständen das gute Stück entstanden ist. Außerdem wäre es sehr schade um den wunderbar weichen und warmen Wollstoff, der an Tragekomfort für mich einfach nicht zu überbieten ist. Außerdem will ich ihn ja nicht umsonst wiedergefunden haben... Der Schnitt (Burda 8034) ist wandelbar und wird, so ich mich denn an meine eigenen, neuen Regeln halte, demnächst noch in weiteren Varationen entstehen... Und was tragen die anderen Damen heute? Ich bin mir sicher: nichts Angeknabbertes sondern Inspiration pur. Wer mag, klickt also hier entlang... Und wer mehr zum Thema Basics (aus ganz unterschiedlichen Perspektiven) lesen will, dem sei ein Besuch bei catrin im Stoffbüro empfohlen!

26.09.2012

Me Made Mittwoch. Für Eilige.

Im Moment bleibt hier wenig Zeit für aufwendige Projekte. Es muß klein sein, fein sein und am besten ganz schnell fertig. So geschehen mit diesem Wendewickelrock. Kein großer kreativer Wurf und trotzdem ist er mir in den letzten zwei Wochen schon ans Herz gewachsen und hat es tatsächlich in die vordere Reihe des Kleiderschranks geschafft. Irgendeine Seite passt immer zum Rest der Tagesgarderobe und macht diese gleich ein bißchen farbiger. Ein kleines Kaffeemalheur ist in der Not auch ganz schnell außer Sichtweite gewendet. Und noch dazu erleben meine mitunter schlecht sitzenden Hosen einen regelrechten zweiten Frühling, weil das Röckchen ihre Schwächen so gut verbergen kann. Das ist alles in allem viel mehr, als ich von einem einfachen Kleidungsstück erwarten kann. Deswegen wird hier in nächster Zeit wenigstens noch eine weitere Variante folgen...
Über die kostenlose Anleitung samt Schnittmuster und ein wunderschönes Patchworkexemplar bin ich vor zwei Wochen bei Angela gestolpert. Die Rocklänge habe auch ich gekürzt, das Bindeband habe ich ganz weggelassen. Gesamtbreite des Schnittmusters waren bei mir knapp 140cm. Knopflöcher wurden eingespart, stattdessen habe ich Druckknöpfe verwendet. Die sind zwar nicht besonders hübsch, sind aber unter dem jeweiligen Oberteil auch nicht zu sehen. Außerdem geht's schön schnell und so springt dieses Kleidungsstück samt Zuschnitt und Bügelei in unter einer Stunde von der Nadel. Herrlich. Wenn's dann auch noch tragbar und sogar nützlich und vielseitig ist, bin ich mehr als zufrieden. Was die anderen Damen heute tragen, gibt es wie immer HIER zu sehen.

05.09.2012

Me Made Mittwoch. Ungetragen.

Erinnert Ihr Euch an meine letzte Amy vor der Sommerpause? Wir haben damals schlimme Kämpfe ausgefochten, da der verflixte Reißverschluß einfach nicht nach meiner Nase tanzen wollte. Seither dümpelte der Rock ungetragen im Kleiderschrank vor sich hin. Nun bekam er noch einmal eine neue Chance. Schließlich habe ich mir in der letzten Woche fest vorgenommen, meine Me Mades zukünftig tragbarer zu gestalten. Mit dem Reißverschluß konnte ich mich versöhnen, obwohl er in der Seitennaht geblieben ist. Der Saumabschluß mit dem Webband passte mir aber auch nicht mehr und so habe ich einfach geschlichtet, indem ich eine neue Blende aufgesetzt habe. So bleibt zwar an der Amy nichts wirklich Besonderes mehr, aber ich werde sie tragen. Und ich kann sie besser kombinieren. Zum Beispiel mit rot. Eigentlich eine von mir gern getragene Farbe. Einen roten Stoff suche ich in meinem Stoffvorrat allerdings vergeblich. Wohl eine Tatsache, die es zu ändern gilt...
Das rote Gummitier haben wir übrigens am Wochenende für einen Euro auf dem Flohmarkt erstanden. Seither hüpft es mir ständig vor die Füße. Auch der kleine Reiter wird hier und da noch ziemlich unsanft abgeworfen, gibt aber nicht auf, das Tier zu zähmen. Ich freue mich schon sehr auf die ersten Herbstpfützen. Dann werde ich nämlich in genau diesem Outfit mit buntem Kind und rotem Gummitier über den Spielplatz hüpfen... Womit die anderen Damen so vor die Türe gehen, seht ihr HIER.

Schnitt: Amy von jolijou via Farbenmix.

29.08.2012

Me Made Mittwoch. Ein Rettungsversuch.

Es geht wieder los. Der Me Made Mittwoch hatte eine lange Pause und zeigt sich nun in neuem Gewand. Ich hoffe, dass ich mit meinem kleinen "pimp your shirt" Beitrag nicht gleich wieder gegen die Regeln verstoße. Nadel und Faden waren auf jeden Fall in Gebrauch. Doch fangen wir von vorne an: Das (gekaufte) Shirt hatte einen großen Fleck und auf seiner ursprünglich einmal weißen Farbe war bereits der Altersgrauschleier zu sehen. Um dem Shirt zu neuem Leben zu verhelfen, habe ich den simplicol - Farben nach gut zehn Jahren beleidigten Schmollens eine zweite Chance gegeben. Mit dem Ergebnis bin ich recht zufrieden, wenngleich dieses Shirt von marineblau nun wirklich ein gutes Stück entfernt ist. Neu war mir, dass das Färbeergebnis in der Waschmaschine wirklich wunderbar gleichmäßig wird. Nicht geändert hat sich hingegen die Tatsache, dass Flecken durch den Färbevorgang nicht verschwinden sondern in der Regel leider umso mehr hervortreten. Mit etwas Malerkrepp, einem Schwamm und Stoffmalfarbe habe ich den Übeltäter dann aber doch noch beseitigt. Zu guter Letzt kamen noch Nadel und Faden zum Einsatz. Die kleine Spielerei am Ausschnitt hat einen schönen Effekt, wie ich finde und ist ganz schnell genäht. Das werde ich in Zukunft bestimmt hier und da noch einmal ausprobieren. 


Nun bin ich gespannt, wie groß der Andrang heute im neuen Me-Made-Mittwoch-Wohnzimmer ist. Ich werde es in dieser Saison sicherlich etwas ruhiger als zuletzt angehen lassen, nachdem ich gemerkt habe, dass viele meiner me-made-Kleidungsstücke eigentlich ein überwiegend ungetragenes Dasein im Kleiderschrank fristen. In der Regel liegt es wohl an den fehlenden Kombinationsmöglichkeiten. Das fängt bei den Shirts an und hört bei den Schuhen auf. Hier und da zwickt aber auch eine Naht, leiert ein Bündchen aus, sitzt etwas nicht mehr, sobald man sich darin bewegt oder ist am Ende einfach kein Teil für MICH. In diesem Sinne, ich suche weiterhin nach Schnitt, Stoff und Stil...  Herzliche Grüße, Marja

13.06.2012

Wenn zwei sich streiten... Me Made Mittwoch.

Amy und ich waren mal gute Freunde. Bis gestern. Da haben wir einander gestritten, bis der Nahttrenner uns irgendwann wieder auseinander geknotet hat. Der Streit sitzt tief und die fertige Amy schon wieder in der letzten Ecke des Kleiderschranks. Dort wird sie bleiben. Bis mindestens zum Herbst. Heute bin ich nämlich nachtragend. Sowas. Nicht mit mir...

Bevor ich mir den Rock je wieder anlege, muß ich nochmal ein ernstes Wörtchen mit dem Reißverschluß reden (siehe Beule rechts außen: dann zum dritten (!) Mal...). Und mit dem Futter. Und seinem Saum. War nicht mein Tag. Dass am Ende doch noch ein brauchbares Foto entstand, habe ich wohl in erster Linie dem Shirt in satter Farbe zu verdanken und das ist: selbst gekauft. Ganz prima... 

 

Irgendwann werde ich bestimmt wieder Frieden schließen... Für den Moment bin ich aber schwer beleidigt, nähe lieber wieder Mädchenträume und schaue bei cat und ihren Mittwochsdamen nach neuer Motivation...

Euch einen schönen Mittwoch - hoffentlich ohne Nahttrenner, Eure Marja

06.06.2012

Kreise, Streifen, Würfelglück? Me Made Mittwoch.

Guten Morgen, liebe Me Made Mittwoch Runde. Zuallererst ein großes Dankeschön den vielen, fleißigen Kommentatorinnen von letzter Woche. Ihr habt mir meine Rolltuchvaleska wahrhaft schmackhaft gemacht, so dass ich mich vorerst um einen Stickrettungsversuch drücken möchte. Der wäre nämlich absolute Premiere für mich und muss vielleicht nicht gleich wieder auf dem armen Mangeltuch getestet werden.

In dieser Woche fühle ich mich etwas würfelig... Eigentlich hatte ich nur nach einer Möglichkeit gesucht, dem Streifenstoff ein kleines Extra zu verleihen. Blümchen, Tierchen, Schleifchen? Sieht bei anderen immer toll aus. Bei mir leider nicht.
Die Punkteverteilung folgte schließlich einer würfeligen Intuition. Mit der Vorderseite bin ich ganz zufrieden, ein Anblick der Rückansicht bliebe mir als Trägerin ja erspart, mit der kann ich mich nämlich nicht so recht anfreunden. Was meint Ihr?    

    

    

    

Den Schnitt habe ich HIER schon einmal vorgestellt. Die Knopfleiste habe ich diesmal einfach großzügig zugenäht und nur im oberen Teil offen gelassen und mit zwei stoffbezogenen Kam Snaps verziert. Aus Erfahrung weiß ich nämlich, dass eine rückwärtige Knopfleiste beim morgendlichen, verschlafenen Ankleiden recht garstig werden kann...

Euch einen wunderbaren Tag, ich würfle mich nun unter die vielen Gäste bei CAT und drehe eine meiner immer wieder inspirierenden Runden dort...

Herzliche Grüße,
Marja

Edit: ich habe die Rückansicht meiner hängenden Schultern nochmal ausgetauscht... Eine Taille bekommt der Schnitt zwar deswegen auch nicht, aber ich fühle mich wohler...;-)


30.05.2012

Valeska trifft Rolltuch. MMM.

Seit meinem letzten Flohmarktbesuch warten 6 Meter feinstes Rolltuch auf eine neue Bestimmung. Ich hatte es damit ganz eilig und habe ohne viel Gewese eine Valeska angeschnitten.
Beim Auflegen der Schnittteile war zwar schnell klar, dass sich die graden Streifen der Saumrundung nicht fügen würden. Und der Stoff, so steif - wie fällt das wohl am Ende?
Die lauten Zweifel haben mich nicht aufgehalten und so ist aus Rolltuch eben mal ein Rock entstanden.

So richtig zufrieden bin ich diesmal aber nicht. Irgendwie ging mir auf dieser Valeskareise mein geliebtes Rolltuch verloren: die schöne Charakteristik, das Derbe, das Gradlinige, der Duft alter Zeiten. Vom merkwürdigen Streifen am Saum möchte ich gar nicht reden...
Seis drum, ich bin froh, dass eine Valeska nicht die ganzen 6 Meter Stoff frisst und lasse mir bis zum nächsten Anschnitt ein paar Gedanken mehr Zeit...



Ich möchte mich an dieser Stelle mal für die vielen lieben Kommentare der letzten Wochen bedanken.  Ich freue mich über jedes Eurer Worte und versuche auch immer mein Möglichstes, um bei Euch vorbeizuschauen und etwas zu hinterlassen. In diesem Sinne, ich werde nachher mal bei Catherine stöbern gehen...

Euch einen wunderschönen Tag,
herzlichst, Eure Marja



23.05.2012

Roter Rosen Regen. Me Made Mittwoch.

Guten Morgen, Me Made Mittwoch!
Heute habe ich rote Rosen für Euch. Der Blümchenmonat ist ja schon in vollem Gange und beinahe auf der Zielgeraden. Ich habe mich auf den letzten Drücker doch noch anstecken lassen und jene roten Rosen angeschnitten, die seit Langem schon mehr oder minder orientierungslos auf die Verarbeitung warteten.

Mit einem Schnitt aus einer Patrones (Nr.273, Schnitt 14, Top René Lezard) habe ich meine nicht vorhandenen Spanischkenntnisse auf Vordermann gebracht... In Wahrheit habe ich kein Wort verstanden, wer aber schonmal einen Kragen und eine Knopfleiste in der Muttersprache verarbeitet hat, sollte eigentlich keine Probleme bekommen. Jene Knopfleiste und die Kragenöffnung gehören übrigens wirklich in den Rücken, nicht dass das jemandem spanisch vorkommt...

Edit: einer Eurer lieben Kommentare (Dankeschön, ich freue immer sehr darüber) erinnerte mich daran:
Ich habe den Schnitt um ein paar Zentimeterchen verlängert, da er mir für mich zu kurz erschien.




Mit den großen roten Rosen bin ich schlußendlich versöhnt, ob ich mich aber jemals an die Streublümchen wage? Habe ich doch die weltschönsten Blümchen in meinem Schrank...

Was die anderen Damen heute tragen, gibt's wie jeden Mittwoch bei catherine zu sehen!

Euch einen sonnigen Tag,
herzlichst, Marja

16.05.2012

MAYLA - ein letzter Tanz. Me Made Mittwoch.

Nachdem HIER und DORT bereits unzählige (farbige, lange, kurze, geraffte, gemusterte, gestreifte und gepunktete) Versionen herumschwirren, schließe ich heute meine Schublade und tanze den letzten Tanz mit diesem Exemplar. 

                                                            

Wie schon in allen Vorgängerversionen habe ich mich hier großzügig aus der Altkleiderkiste bedient und lediglich den Bündchenstoff aus dem Stofffundus geborgen. Das Ausgangskleid war bodenlang aus einem weich fallenden Jersey - nur war der Schnitt für mich untragbar.

Diesmal habe ich Mayla mehr Weite in Form einer Kellerfalte verpasst. Diese ist ein echter Bauchschmeichler: versteckt und umspielt so manchen Bissen über den Hunger...  Auf den Bildern wollte sie sich aber nicht so recht in Szene setzen lassen, so dass ihr mir heute einfach blind vertrauen müsst. Die Kleiderlänge habe ich etwas an meinen Geschmack angepasst: also um ein paar entscheidende Zentimeterchen verlängert. Nun fühle ich mich pudelwohl in dieser Version und werde noch so manches Tänzchen damit wagen. 

Das E-book zum Schnitt gibt es HIER..

Und nun drehe ich eine vergnügte Runde durch den schon wieder in voller Pracht erblühten Me-Made-Garten bei Cat und Kascha...

Herzlichst, Eure Marja