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09.04.2014

Warten

... auf Mama. Sie möge doch endlich fertig werden. Das passiert zwar nicht in dieser vollen Montur, aber doch fix und fertig angezogen... So werde ich jeden Morgen von meinem Mädchen geweckt. Nicht mehr nachts um drei mit knurrendem Kindermagen sondern zur perfekten Aufwachzeit mit einem in der Regel gut gelaunten Kinde, darauf drängend, dass Mama nun doch bitte auch aufstehen möge. Nach wochenlangen Nachtwachphasen sind das Umstände, die ich sehr zu schätzen weiß und für die ich nun jeden Morgen wieder dankbar bin. Hier zog sich das Kind aus dem Schrank: grüne Löwen (unter der Jacke versteckt), eine rote Wohlfühlhose (nun langsam zu kurz werdend), bunte Streifen an den Socken (in den Gummistiefeln versteckt), Giraffenmütze und Punktetuch sowie frisch vom Nähtisch einen Punktedrehrock. So bunt und durcheinander und doch für meine Augen jedes Mal so stimmig, wie es an diesem Kinde eben nur sein kann. Das ist die Farbe, die in der neuen Wohnung an all den weißen Wänden noch gänzlich fehlt. Das wirbelnde Alltagstreiben ist aber auch der Grund, warum es vielleicht hier und da gerade nicht so richtig weiter geht. Immerhin, das Warten auf den Elektriker ist überstanden. Nun kann das Küchenpuzzle weiter seinen Lauf nehmen. Leere Umzugs- und Möbelkisten sind begehrtes Spielgut. Ganze Höhlenlandschaften und Tunnelsysteme baut sich das Mädchen daraus. In einem Zimmer, das auch endlich Platz dafür bietet. Was den Wohnbereich allerdings nicht davor bewahrt, ebenfalls bebaut zu werden... Ach, schön ist es hier. Es wird... 

Das bunte Mädchen macht noch einen Gang in die fröhliche Fräulein Rohmilch Runde... 
Ach nein, wir sind ja schon zu spät... und warten so bis nächste Woche...

02.03.2014

Pausenfoto

 Spielpause nimmt eine Umzugsauszeit. Und zeigt Euch derweil ein paar Pausenbilder...

11.02.2014

Lisa. 100 Punkte.

Schon einige Schnitte (legendär: die Fuchstasche...) hat Steffi vom Blog herzekleid in letzter Zeit entworfen. Nun hat ein Kleid Premiere, das so gut zu uns passt, dass wir es mehrmals genäht haben, um es ja nicht mehr ausziehen zu müssen. Lisa kommt in aller Schlichtheit daher, kann aus dehnbaren Stoffen mit kurzen oder langen Ärmeln, Taschen (seitlich, frontal oder eben ohne) genäht werden und lässt viel Raum zum Ausprobieren, Verzieren, Verlängern, Verkürzen, Teilen, in Falten legen... Wir mögen es aber gerade so einfach, wie es eben ist. Denn es tobt, springt, klettert sich so noch immer am besten. Hier passt die Größe 110 dem 106er Mädchen so, dass (unter den kurzen Ärmeln) auch noch ein Shirt Platz hätte. In der kalten Jahreszeit hat auch die spielpäussche Pumphose gut darunter Platz, in dieser Kombination führten wir nun tagelang nichts anderes mehr aus. Jetzt brauchen alle Kleider aber doch mal eine Runde in der Waschmaschine... 


Hinsichtlich der Stoffwahl habe ich auch etwas gefunden, was zu uns passt (maxi-Dots, design Hamburger Liebe) Bunt, nicht ganz so wild und doch sehr fröhlich... Noch viel wichtiger ist mir inzwischen das "Stoffgefühl". Dieses hier ist wunderbar (was wohl an der Biobaumwolle liegt?) und lässt sich obendrein noch gut verarbeiten. Auch wenn es preislich ein großer Sprung in die Bioklasse ist, werde ich hier wohl zukünftig keine Kompromisse mehr machen. 
Das Schnittmuster (nebst einer ausführlichen Anleitung und vielen nützlichen Tipps und Tricks) für das Kleid LISA bekommt ihr bei Steffi im Fabelwald. Viele Inspirationen und einen Kleiderstil, den ich persönlich sehr gerne mag, gibt es im Blog herzekleid. Und für alle, die nicht selber nähen wollen, wird es fertige Punktekleider auch bald im Shop geben (wenn alle Mägen wieder rund laufen... grummel). 

28.01.2014

Schnurren

Für die musikalische Früherziehung brauchte ich dringend einen kleinen Begleiter, der das Eis zwischen den Kindern und mir schnell brechen würde. Er hat seine Sache wunderbar gemacht und wird mir noch so manches Mal aus der Patsche helfen, da bin ich mir sicher. An Übermut fehlt es ihm nicht, an Schnurrhaaren wohl. Da muss ich wohl noch einmal Hand anlegen. Ganz aus Resten entstand er. Gefüllt, wie unlängst das Flusspferd, mit Überbleibseln der Patchworkdeckenproduktion. Den Schnitt habe ich etwas vergrößert und fand ihn hier. Bevor der Kater nun wieder auf musikalische Reisen geht, schleicht er sich noch einmal zu Nina und Anke... Habt einen schönen Tag, wir feiern Geburtstag! 

 



27.01.2014

My kid wears

... die neue Walkhose, von der wir auch im endlich gefallenen Schnee begeistert sind. Von nahem sah man sie schon hier. Eines meiner wenigen Strickwerke, den Schal. Und meine liebste unter den liebsten Mützen nach einem Schnitt von Gretelies. Immer weithin leuchtend und bestens zu sehen :-). Inzwischen fallen schon wieder die ersten Tropfen auf den Schnee...  Habt eine guten Start in die Woche! 

Mehr Kinder in selbst Genähtem gibt's wie jeden Montag beim Fräulein Rohmilch zu sehen.

21.01.2014

Friesennerze für die Füße

Es ist recht ungemütlich draußen. Kalt und nass. Ein Friesennerz wäre eine feine Sache, um sich wenigstens trocken zu halten. Dieses vom Sperrmüll stammende Exemplar ward allerdings schon angeschnitten. Einst wurde eine Geldbörse daraus, was eine ziemlich knifflige Angelegenheit war... Die Ärmel blieben seinerzeit unversehrt und wurden nun verarbeitet. Über die matschigen Schuhe gezogen, holt und bringt man nun die lieben Kleinen in die Innenräume der Kita, ohne Spuren zu hinterlassen. Exemplare ähnlicher Art aus anderem Material gibt es schon immer, allerdings waren inzwischen nicht mehr viele übrig, die restlichen löchrig und es konnte ein kleiner Nachschub nicht schaden. Ich denke wieder sehnsüchtig an unsere verloren gegangene Tasche, mag den Kontrast von gelb und Matsch und überlege, was wohl noch aus den Resten werden könnte...? 


Bevor sie durch die Kita schlurfen, schicke ich sie noch zu Nina und Anke. Danke!

07.01.2014

Mein Freund, das Flusspferd. Ein Kuschelkissen

Kissentier
Vor ein paar Tagen gab es ein paar herzerweichende Tränen rund um das Flusspferd rechts im Bild. Das gehört der jungen Dame nämlich nicht... Am Ende durfte es doch noch leihweise mit nach Hause und die Tränen waren getrocknet. Da es aber nicht für immer bei uns bleibt, habe ich es nun ganz genau betrachtet und ihm und dem Kinde einen neuen besten Freund genäht. Mit hinein gewandert sind viele gute Gedanken an die edle Stoffspenderin (die mir ein ganz feines Restelager vermacht hat) und endlich diverse Vliesabschnitte aus vergangener Patchworkdeckennäherei... Damit habe ich wieder etwas Platz gewonnen. Außerdem die große Lust, doch auch mal wieder eine Decke zu nähen. Zusammengeklappt hält ein langes Klettband das Getier in Form, je nach Tagesform wird es aber auch zu einem gemütlichen Kissen. Zum Einschlafen das Kinde nun schon einmal erfolgreich eingeladen, so sehr, dass ich nebenan gleich mit eingeschlafen bin... 
Kuschelkissen nähen

 Und während die beiden Gefährten auf die Rückkehr der kleinen Dame warten, drehen sie eine gemütliche Runde und schauen bei Ninas Upcyclingdienstag und bei Antjes creadienstag vorbei.


16.12.2013

In den Schlaf gesungen...

...das hat zuletzt geklappt, als das Mädchen noch ein Baby war. Eine Handvoll Wunschlieder habe ich in Windeseile auf unserem neuen Mitbewohner gelernt (das geht so prima leise wispernd auch noch zur Nachtzeit) und alle Bettrituale sind über den Haufen geworfen. Schon ganz heiser und müde singen wir von Mond und Sternen. Von Hänsel und Gretel und der Vogelhochzeit. Schlaf, Kindlein, schlaf. Sie ist tatsächlich eingeschlafen... 

Pumphose

Die Gitarre war in diesem Jahr ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk. Der lieben Schenkerin die besten Grüsse, wir sind beide ganz verliebt und üben eifrig! Das Mädchen am Tage in der gemütlichen Breitcordelefantenknickebocker und dem immer zu allem passenden Streifenshirt. (Pumphose - Ausgangsschnitt Madame Jordan, Shirt - Schnitt Ottobre ?...) Mehr selbst benähte Kindelein beim Fräulein Rohmilch, schlaft schön...




28.11.2013

Piratengeburtstag

Für einen kleinen Piratenfan und eines von drei Geburtstagskindern (edit: vier!) von heute: meine erste Begegnung mit Freezerpapier. Piraten ausgedruckt, mit einem Skalpell ausgeschnitten, auf schwarzen Stoff gebügelt, mit Stoffmalfarbe für dunkle Textilien bedruckt. Freezerpapier abgezogen, Farbe mit dem Bügeleisen fixiert und ein kleines Täschchen genäht. Die sauber heraus getrennten Freezerpapierpiraten haben ihren Platz auf der Geschenkverpackung gefunden... Allen Geburtstagskindern von heute einen schönen Tag und dem jüngsten, erst wenige Stunden kleinen Mädchen einen guten Start ins Leben!

Freezerpapier gibt es z.B. bei Catrin im Stoffbüro. Ganz eilige finden bei Aennie eine tolle Alternative. 

15.11.2013

Spielpause zum Anfassen

Ich habe es ja hier und da schon mehrfach hinausposaunt: am Sonntag werde ich hier in Leipzig auf dem Kunstmarkt auf der Kö stehen. Ich bringe viele, viele Hosen und Mützen mit, außerdem sämtliche Stoffe aus dem Vorrat, damit sich jeder seine Pumphose nach Wunsch zusammenstellen und gegebenenfalls in Auftrag geben kann. Dafür habe ich heute noch einmal alle Stoffe geplündert und in handgerechte PuzzleHosenteile zurecht geschnitten. Weiterhin habe ich endlich einen (ziemlich pedantischen) Überblick darüber, wovon ich wieviel im Vorrat habe, so dass ich jeden drohenden Engpass sofort aus dem Verkehr ziehen bzw. nachbestellen kann. Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand zum Puzzlen kommt und bin gespannt auf Eure Kombinationen, die mir vielleicht so noch nicht in den Sinn gekommen sind... Zu guter Letzt wäre ich auch wahnsinnig neugierig zu erfahren, wer hier vielleicht im Stillen mitliest und mitfiebert? Sprecht mich gerne an, im Grunde kennt Ihr mich ja... Und weil das eigentlich ein bisschen gemein ist, denn ich selber bin ja völlig ahnungslos, bin ich mächtig aufgeregt. Das legt sich bis zum Sonntag hoffentlich. In diesem Sinne, ich freue mich auf Euch, schlaflose Grüße aus den letzten Vorbereitungen...

12.11.2013

Nachsitzen. Die Textilkennzeichnungsverordnung.

Immer wieder wird hier und dort viel über die Pflicht zur Kennzeichnung von Textilien (sofern man diese zum Verkauf anbietet) geschrieben. Weil das so unglaublich unübersichtlich und oft auch schlichtweg falsch ist, war ich diesbezüglich bis vor Kurzem noch einigermaßen orientierungslos. Auch dank lieber Hinweise von hier und da habe ich es - so hoffe ich wenigstens - inzwischen begriffen und fasse hier mal in aller Kürze zusammen, was für meine (in der EU) angebotenen Kinderkleidungsstücke von Relevanz ist: 

  • Die Kennzeichnung der verwendeten Materialien muss dauerhaft am Kleidungsstück angebracht sein. z.B. eingenäht oder eingestempelt, ein Papieretikett reicht ebensowenig wie die Sicherheitsnadel.
  • Besteht das Kleidungsstück aus mehreren Materialien unterschiedlicher Zusammensetzung, so müssen diese auch getrennt voneinander, einzeln aufgeführt werden. (Mehrkomponententextilien, Artikel 11, es gibt Ausnahmen... )
  • Werden die Produkte online vertrieben, gehört die Textilkennzeichnung nach obigen Vorschriften auch in die Artikelbeschreibung. 


Ausnahmen gibt es hier und da. Weiterhin Regeln, wie genau die Materialien bezeichnet werden müssen, was vielleicht doch unter den Tisch fallen darf und, und, und... Eine informative und gut verständliche Seite zur Textilkennzeichnungsverordnung (die das Textilkennzeichnungsgesetz abgelöst hat) habe ich hier gefunden. Über Sinn und Unsinn kann man sich lange streiten. Ich möchte aber selber auch immer gerne wissen, woraus meine Kleidung besteht. Allerdings trenne ich die Etiketten meistens sofort nach dem Kauf heraus oder schneide sie ab (und ärgere mich, weil sie dann noch mehr kratzen). Mit diesem Hintergrundwissen gehört das mühevolle Etikettieren der Kleider dann auch nicht zu meinen Lieblingsaufgaben... 

Ein kleines Label wird kaum fertig gedruckte Etiketten zu 1000en Stück einkaufen. Denn so werden sie meist angeboten. Kleinere Auflagen gibt es mehr und mehr, für meine oft auch unterschiedlichen Materialangaben habe ich aber noch nichts wirklich Passendes finden können. Und so habe ich bisher einiges beschriftet, gestempelt und eingenäht. Heute kam wegen akuten Etikettenmangels kurz vor dem nahenden Markttermin ein langes, festes Baumwollband aus Omas Nähkästchen zum Einsatz. Eine gute Fee rettet derlei Schätze immer vor dem Sperrmüll und bringt sie mir ins Nähstübchen. An einigen ursprünglich zusammengenähten Stellen war dem Band anzusehen, dass es einst wohl einen bestimmten Zweck erfüllte... Das Nonplusultra ist nun auch diese Variante der Etikettierung leider nicht, es dauert einfach viel zu lange und meine Schrift wird und wird auch nach dem 20. Etikett nicht schöner... Und so tüftle ich noch ein wenig weiter, schicke mein kleines Tagwerk noch eben zum Upcycling- und zum creadienstag und bin gespannt, wie Eure liebste Lösung aussieht? Vielleicht möchtet Ihr auch ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern...

EDIT: in den Kommentaren sind sehr informative Links versammelt. Herzlichen Dank!


04.11.2013

My kid wears

Gestern wie heute, drunter wie drüber: Ein Elefantenshirt, dessen Zwilling wir an dieser Stelle mal freudig winken. DEN Lieblingsrock schlechthin. Bunt wie er ist, passt er einfach zu allem. Die berühmten Streifensocken. Die Hose mit geheimen Elefantentaschen unter dem Rock. Mamas Schal. Und eine Zwergenmütze (Schnitt: Greta). Außerdem so viele Schätze im Freien wie im Verborgenen, dass es mir das größte Glück ist, seine Mama zu sein... PS: Haben wir eigentlich irgendeine Farbe nicht an? 

Mehr Schätze in selbst Genähtem wie stets beim Fräulein Rohmilch...

26.10.2013

Zu gewinnen: eine bunte Spielpause

Die letzten Wochen waren bunt, laut und voll. Der kleine Shop war zu meiner Freude schon einmal ziemlich leer und hat sich nun während der letzten Tage nach und nach wieder gefüllt. Nun kommen auch kleinste und kleinere Rabauken auf Ihre Kosten... Hier im Blog wurde es etwas ruhiger und auch meine Besuche bei Euch sind dieser Tage seltener. Das wird wieder besser, wenn sich alles eingespielt hat. Versprochen. Bis dahin gibt es für mich noch vieles zu lernen, zu tun, zu entdecken und auszuprobieren. Weil Ihr derweil trotzdem munter wundervollste Kindermünder schwatzt, Euch nebenan über Neuigkeiten freut, auch immer mal wieder ein liebes Wort hier lasst oder einfach stumm vorbeischaut, möchte ich mal Danke sagen. Mit einer Portion Spielpause nach Wahl. Die würde ich einem von Euch gerne schenken, und zwar nach unten stehenden Regeln. Einstweilen fröhliches Spielpausieren im Lostopf und jedem von Euch ein buntes, fröhliches Wochenende!


Teilnahmebedingungen:

Teilnahmeberechtigt ist jede Person über 18 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz (EDIT: oder jedes andere europäische Ausland). Mit einem Kommentar unter diesem Post hüpft Ihr mit einem Los in den Lostopf. Wer spielpause auf Facebook liked oder diesen Beitrag dort teilt, darf sich ein zweites mit hinein nehmen und vermerkt dies bitte im Kommentar. Anonyme Kommentare bitte nur unter der Angabe einer gültigen Mailadresse. Der Lostopf ist bis zum 2.11.13, 23Uhr geöffnet. Hernach wird innerhalb von drei Tagen per Losverfahren ein Gewinner gezogen, benachrichtigt und hier im Blog veröffentlicht. Zu gewinnen gibt es einen Artikel nach Wahl aus dem Dawandashop Spielpause (andere Größen, Farben, Stoffe sind je nach Vorrat möglich und durchaus erwünscht). Als zweiten und dritten Trostpreis würde ich noch ein druckfrisches Dawanda Lovemag unter die Leute bringen. Die Gewinne werden (je nach Anfertigungsdauer) schnellstmöglich verschickt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Nun bitte, macht es Euch gemütlich. Der Lostopf ist ab sofort geöffnet, eingetragenen und treuen Lesern seien bitte die besten Plätze vorbehalten ;-)... 

22.10.2013

Patchworkdecke. Mit Geschichte. Falten. Und Herz.

Viele Wochen lag sie unvollendet hier. Gestern wurde sie endlich fertig. Heute wandert sie mit dem Kinde in die Kitagruppe, um dort fortan als täglicher Morgenkreisteppich, als Kuscheldecke, als Höhlendach oder ähnliches zu funghieren. Der Stoffberg ist seinerzeit am letzten Sammeltag der Wimpelaktion in meinen Besitz gewandert. War hier und da schon wunderbar zugeschnitten, um ganz eindeutig mal eine Decke zu werden. Der Vorbesitzer hatte wohl geahnt, was das für ein Drama werden würde und das Vorhaben nicht über den Zuschnitt hinaus verfolgt. Spannend war es aber allemal, denn die Stoffstücke erzählten mir Geschichten: Omas Jahrzehnte alte Stickerei war ebenso dabei wie unvollendete Nähwerkeleien oder Entwürfe mir unbekannter Künstler. Leider waren auch Unmengen an samtartigem (aber schönfarbigem) Dekostoff darunter. Und ich merkte erst während des Nähens, dass diese eigentlich nicht zu vernähen ist... Und so kuscheln die Zwerge jetzt mit einer Decke, die keinen einzigen rechten Winkel hat, weil sie sich trotz Steckens immer und immer wieder verzogen hat. Stattdessen viele Berge, Täler und Faltengebirge. Und doch, sie ist ungemein gemütlich und mir in ihrer Unperfektheit so sehr ans Herz gewachsen, dass es mir tatsächlich schwer fiel, sie nun abzugeben... Möge sie heute anderen Kreativen eine Inspiration sein, Ninas Upcyclingideen ergänzen und hoffentlich zum Alltagshelden bei den Kindern werden... 

Die Decke ist 2m x 1,10m groß und mit dickem Volumenvlies gefüttert. Für die Rückseite habe ich einen alten Bettbezug gefärbt, zerlegt und mit einer Reihe übrig gebliebener Zuschnitte kombiniert. Wegen der für mich kaum zu bändigenden Ausmaße ist die Decke nur punktuell gequiltet. Ganz passend zur Entstehungsgeschichte ließ sich das störrische Ding auch nicht in Gänze auf ein Foto bannen. Ein etwas größeres Bild gab es schon einmal hier...


15.10.2013

Lockerungsübung

Farbwolken. Fadenwolken. Aus den Resten der gerade laufenden Nähprojekte... flink zurechtgezimmert mit ein paar Nähten auf festem Papier. Der hier und dort herum fliegenden Flusen habe ich mich auf diese Weise gar prächtig entledigt. Das Köpfchen fühlt sich dank der Lockerungsübung an einem zähen Tag ohne rechtes (sichtbares) Vorankommen wieder freier an, außerdem frisch genug für Ninas Upcyclingrunde und Ankes Creadienstagsversammlung. Und vielleicht gibt es, so gestärkt, nun doch noch ein paar Nähfortschritte...


14.10.2013

Hase und Igel. Trifft Dinosaurier.

Heute versammelt: eine Horde Dinos auf dem Rock, Igel auf den Hosentaschen und ein Hase in der Hand. Gemeinsam mit dem Mädchen wollen heute alle ins Theater und sind mächtig aufgeregt. Das Shirt passt zur Zipfelmütze, die es leider nicht mit auf's Bild geschafft hat. Alle zusammen sitzend auf einem unvollendeten Projekt, das nach großem Quiltkampf nun schon seit Wochen in diesem Zustand verharrt und dabei extrem kuschelig und gemütlich ist... Mehr selbst benähte Rabauken wie stets beim Fräulein Rohmilch. Habt eine schöne Woche!

10.10.2013

Kalte Füße, warme Ohren - Entdeckerrabatt!

Wer meinen Shop noch nicht entdeckt hat und zum ersten Mal etwas bei mir kauft, bekommt ab sofort 15% Entdeckerrabatt! Möglicherweise halte ich nicht die ganze angesetzte Rabattwoche durch und steige früher aus. Also besucht mich lieber heute als morgen... klick. Shopneuigkeiten und Blicke hinter die Kulissen gibt es weiterhin bevorzugt auf meiner Facebookseite. Dort freue ich mich über Gefälltmirsäuseleien, wiedergefundene Maschinenteilchen und warme Ohren... 


07.10.2013

Punkte, Streifen, Tellerrock

So (und nicht wie Mama das eigentlich geplant hatte) ist das Mädchen heute in den Tag gezogen. Mal ganz ohne Pumphose, dafür mit dem derzeitigen Lieblingsröckchen. Die bisherigen verstecken sich hier und hier. Das Shirt entstand noch vor meiner Entdeckung der Flatlocknaht und kommt mit angesetzten, breiten Bündchen und  Etikett  daher. Die geneigte Näherin achte auf die so schön aufeinander treffenden Sockenstreifen... Am Buntsein kann ich mich gerade gar nicht satt sehen. Weder am Kinde noch dort draußen im Herbst. Habt eine schöne Woche!

Mehr für Kinder Genähtes versammelt sich heute wieder beim Fräulein Rohmilch.

27.09.2013

Hier entlang

Weil es hier sehr drunter und drüber ging, wurde es nichts mehr mit einem eigenen Post über Flatlocknähte und Leiterstiche anlässlich von Fräulein Rohmilchs Shirtwoche. In den Kommentaren vom letzten Shirt wurden aber ein paar wirklich hilfreiche Tipps und Links zu den entsprechenden Anleitungen zusammengetragen, auf die ich an dieser Stelle gerne noch einmal verweisen möchte. Ich hatte dort auch meine Einstellungen für die Gritzner 788 verraten. Heute ist hier das erste Shirt mit einer Flatlocknaht entstanden (außenliegend, linke Seite Leiterstich, Fadenspannungen 0/5/9). Einzig richtig flach ist sie nicht, aber sonst bin ich sehr begeistert und habe nun wohl meine liebste und bisher beste Lösung für Shirtsäume gefunden. Sie klappen nicht hoch, sehen gut aus und wirken auch noch recht stabil, was im Alltag natürlich noch zu beweisen wäre. Leider steht und fällt ein solcher Saum auch mit der Qualität des Stoffes, denn man muss im letzten Schritt wirklich sehr an der Naht ziehen. Mit diesem (nicht sehr dehnbaren, aber sehr angenehm anzufühlenden) Stoff hat es prima geklappt, er hat seine Form bravourös behalten. Der Schnitt ist in einigen Anläufen aus mehreren Ottobreschnitten entstanden und für uns jetzt so passend. Herzlichen Dank für eine Woche voller Inspirationen für unsere herbstliche Shirtgarderobe. Ein paar mehr dürfen bei uns noch entstehen...


Ein paar neue Hosen sind auch wieder entstanden. Und mit endlich wieder gesundem Magen und zurück gekehrtem Gummibärenappetit waren heute mit dem letzten Tageslicht sogar noch ein paar Fotos drin. Wer möchte, folgt dem wegweisenden Finger auf facebook oder in den Shop. Habt ein schönes Wochenende!

24.09.2013

Stoffetiketten einnähen

Frisch aus der Maschine gehüpft ist heute jenes Shirt. Wieder mit eingenähtem Stoffetikett aus einem Jerseyrest im Rückenausschnitt. Denn es zeigt sich inzwischen, dass abgelegte Kleidungsstücke den richtigen Zeitpunkt zum Wiedergetragenwerden (von inzwischen hinein gewachsenem Kleingemüse) verpassen, weil keine Größe in den Kleidungsstücken steht. Außerdem landet doch immer mal wieder etwas im Fundstückehaufen der Kita. Um es dort leichter wieder hinaus zu fischen oder besser gar nicht erst dort hinein legen zu lassen, hilft ja zukünftig vielleicht doch eine konsequentere Namenskennzeichnung. Das Etikett nähe ich inzwischen immer nach der unten folgenden Beschreibung mit ein. 
Das Säumen mit einer Flatlocknaht der Overlockmaschine war für mich heute Neuland. (EDIT: ich meine den Leiterstich auf der rechten Stoffseite bzw. die 3-Faden-Overlocknaht) Die faulen Bündchen klappen sich beim Tragen immer nach oben, weil ich sie nicht extra Absteppen möchte. Das ist nicht schlimm, aber es stört mich. Beim Flatlocksaum habe ich die leise Hoffnung, dass jenes Hochklappen nicht mehr passiert. Wenn dem tatsächlich so ist, werde ich hier anlässlich von Fräulein Rohmilchs famoser Shirtwoche in den nächsten Tagen noch ein paar Tipps und Überlegungen zum Leiterstich verlieren. Wer einstweilen schon mal üben möchte, kann sich hier ein schönes Tutorial dazu anschauen. Für meine Maschine (Gritzner 788) waren die Einstellungen aber komplett anders. Und auch jenes Buch brachte kein annähernd zufrieden stellendes Ergebnis. Vielleicht sind Eure Maschinen ja nicht so zickig und es klappt bei Euch auf Anhieb...? Ich lasse heute nachmittag mal das Tragegefühl testen, schaue genau auf das Saumklappverhalten und verfasse dann entweder den versprochenen Post für alle Gritzneroverlocker oder spare doch lieber auf eine Covermaschine (oder eine andere Overlock...) und schweige... 


Kaufe ich hin und wieder doch mal Kleidung im Handel, schneide ich zu allererst die Etiketten raus, weil sie mich stören. Die abgeschnittene Variante kratzt dann aber mitunter noch mehr. Ein vollständiges Heraustrennen ist oft nicht möglich, weil die Etiketten mit der Overlocknaht fest mit dem Kleidungsstück verbunden sind. Einmal mehr heißt es also: lieber selber nähen! Und zwar so: Jersey muss man eigentlich nicht versäubern, ich schneide für ein weiches, nicht kratzendes Etikett immer einen Halbkreis aus einem Jerseyrest mit der Zickzackschere zu und fixiere ihn mit einer Stecknadel in der hinteren Mitte. Und zwar unter der Nahtzugabe vom bereits angenähten Halsbündchen. Der Halsauschnittstreifen nach diesem Tutorial ist an dieser Stelle noch nicht umgeklappt. Wird er im nächsten Schritt festgesteppt, fixiert man mit der gleichen Naht auch das Etikett. Dieses lässt sich dann nach Lust und Laune beschriften oder bestempeln und ist mir auch immer wieder ein schöner Farbtupfer am Shirt. Vor allem aber zeigt es meiner Tochter beim Anziehen endlich unmissverständlich, wo hinten und vorne ist. Halleluja!

Damit verdient sich mein Stoffetikett hier heute den Alltagsheldenstatus. Mehr Shirts gibt es noch die ganze Woche lang beim Fräulein Rohmilch und mehr spannende Einblicke in dienstägliches kreatives Tun wie immer hier. Dankeschön!