Posts mit dem Label Für Kleine werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Für Kleine werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

18.05.2013

Wohlfühlen

Eine Hose muß im besten Falle alles mitmachen. Für uns heißt das üblicherweise: eilige Toilettengänge trocken überstehen. Laufrad und Fahrrad fahren. Sich beinahe von alleine anziehen. Bequem sein, rennend, kletternd, sitzend. Deswegen sind wir unlängst wieder auf Pumphosen umgestiegen. Und weil wir so begeistert waren, haben wir die Wohlfühlhose von Madame Jordan gerne getestet und erfreuen uns inzwischen an einem schönen, absolut alltagstauglichen Hosenvorrat. Dieses (in der Weite etwas verkleinerte) Exemplar aus Papas alter Jeans landete gleich mit den Knien im Matsch und probte auch sonst erfolgreich alle erdenklichen Tobelebenslagen. Weil wir uns dieser Tage trotz Wohlfühlhose leider ziemlich unwohl fühlen, bleibt es erstmal weiterhin ruhig hier. Bleibt gesund und munter...!

Kinderhose_Madame_Jordan_cocoschock_spielpause
Schnitt, Shirt: Sveja von Frau Liebstes  

10.05.2013

Joghurt- und Grasflecken

Lange habe ich gewartet. Auf Grasflecken und zerschlissene Knie. Ersteres darf ich neuerdings jeden Tag bewundern. Auf Letzteres bin ich dank Nina gut vorbereitet. Hinzu kommen die täglichen Herausforderungen des Mittagsmahls in der Kita (heute: der Joghurtnachtisch) und bei schönem Wetter auch die des schnell schmelzenden nachmittäglichen Schokoladeneises. Kurz: die Waschmaschine glüht. Und kaum ist alles aufgehängt, sorgt die kleine Dame schon wieder für ordentlich Nachschub. Der eben angeschaffte Sandkasten ist sicherlich nicht ganz unschuldig an der derzeitigen Lage, aber langsam wird es mir doch ein wenig zu viel. Vielleicht werde ich eine extra Sandkastengarderobe einführen? Oder einfach nur tief durchatmen? Denn im Grunde bin ich doch auch sehr froh darüber, dass das Leben nach dem langen Winter wieder überwiegend draußen stattfindet. Und dass es wild ist, offenbar. Dass das Kinde hüpft, immer höher und weiter. Klettert, rennt, fällt und immer wieder aufsteht. Tipps, wie wir die Grasflecken zuverlässig und möglichst umweltschonend wieder loswerden, nähme ich aber trotzdem sehr dankend an... 

Shirt: recycelt. Dinoröckchen und Muthose

09.05.2013

Üben. Üben. Üben.

Üben. Üben. Noch mehr üben. Von Berufs wegen ist mir das bekannt. Und es kann großen Spaß machen, wenn man denn unterwegs genügend Früchte erntet. Wenn aber auch das vierte Halsbündchen nicht richtig sitzt und wieder getrennt werden muß, kann man schonmal den Mut verlieren. Ein jedes Exemplar ist tragbar, ohne Frage. Aber jedes hat auch kleine Macken und noch immer ist keines perfekt. Immerhin sind Saumabschlüsse mit der Zwillingsnadel nun kein Buch mit sieben Siegeln mehr. In meinem Nähleben hatte ich mich erst zwei Mal daran versucht. Mit jeweils wenig Erfolg, viel Frust und zwei gebrochenen Zwillingsnadeln. Allerdings muß ich nun die Fadenspannung so hoch drehen, dass sich der Stoff zwischen den Nähten leicht zusammenzieht. Nur dann stimmt das Zickzackstichbild auf der Rückseite der Naht. So ganz optimal finde ich das nicht, aber es ist doch ein Fortschritt im Vergleich zu allem, was vorher war. Mühe bereitet mir noch der Halsausschnitt. Trotz der Fernstudien (hier und hier) will es noch immer nicht ganz reibungslos klappen. In diesem Sinne, ich übe. Übe. Übe.   


07.05.2013

weiter wimpeln

Inzwischen ist auch der hier geplante Sammelbeutel fertig und will noch schnell mit auf ein Bild für Ninas Upcyclingsammlung. Entstanden aus einer Altkleiderbluse und den Zuschnittresten der schon genähten Wimpel. Ich hoffe, ihn während der nächsten Wochen mehrmals leeren zu müssen. Habt Dank für Euren Zuspruch, das Lob verteile ich gerne an andere, denn die Wimpelkettenidee ist nicht von mir. Nur der plötzliche Drang es groß zu machen: gemeinschaftlich, mit Herzblut, recycelnd und weltkitaverbessernd mit wehenden Fahnen, ist während des nächtlichen Nähens auf meinem Mist gewachsen. Hoffentlich ist jene Freude, etwas tun zu können und sei es erstmal noch so klein (und weit entfernt von den eigentlichen Problemen) ansteckend. Und Kräfte mobilisierend. Ich möchte daran glauben. 


Wimpelblüten

Die derzeit ziemlich trostlose Außenanlage der Kita ist in Begriff, sich durch engagierte Eltern zu verschönern. Bis jedoch die letzten organisatorischen Hürden genommen sind und die ersten Blumen wirklich blühen, wird es noch eine Weile dauern. Erste Farbtupfer soll eine lange Wimpelkette in den Garten bringen. Weil mein Stofflager zwar groß und bunt aber doch endlich ist und noch vielmehr, weil ich mir erhoffe, auf diese Weise noch ein paar mehr Eltern für Initiative und Kommunikation zu begeistern, habe ich heute einen kleinen Aufruf verfasst. Außerdem soll noch ein Sammelbeutel (mit applizierten Wimpelzuschnittresten) entstehen, in den dann hoffentlich viele fertige Wimpel und bunte Stoffstücke wandern. Ich habe ausdrücklich auch dazu aufgerufen, abgelegte Lieblingskleider, Kuschelkissen oder Ähnliches zu zerschneiden. So bekommen die Wimpel bestimmt eine noch viel persönlichere Note und die Kinder wird es sicherlich freuen, wenn sie "ihren" Wimpel im Garten entdecken. Oder jenen, der aussieht wie Hans' Hose. Oder diesen, der flattert, wie Annas Kleid. Oder, oder... Ich hoffe sehr, dass sich das Sammelbeutelchen füllt und ich erstmal im Kleinen ein bißchen frischen, bunten Wind in die Kita tragen kann. Denn immer nur meckern und sich über so manche Zustände ärgern, bringt niemanden weiter. Meinem Kind geht es gerade sehr gut dort, es blüht auf und hat einen tollen, neuen Erzieher, der nun offenbar dauerhaft bleibt und im Gegensatz zu allen anderen auch noch nicht einmal krank war... Trotzdem laufen viele Dinge falsch und die Stimmung ist mitunter sehr angespannt. Mögen die Wimpel Erheiterung und Frustabbau zugleich sein. Ein Anfang wenigstens, der irgendwann bunte Früchte und Blüten trägt. Ich werde berichten...
EDIT: zum fertigen Sammelbeutel hier entlang...


Mehr Blühendes, Aufbrechendes und Frühlingshaftes mit viel Herzblut ist HIER versammelt.
Mehr dienstägliche Einblicke in Kreativzimmer gibt es HIER.
Danke Anette und Anke!

04.05.2013

Spiegeleier


...mag Pippi nicht? Auf Zuwachs war sie vor ein paar Wochen zu uns gekommen und wir haben sie sofort ins Herz geschlossen. Seit der ersten Wäsche passt sie wie angegossen und ich staune jedes Mal wieder ehrfürchtig über so viel Perfektion, wenn ich das Shirt in den Händen halte! Wir hoffen, dass wir unseren Tausch mit Aennie nächste Woche endlich perfekt machen können und wir einander mal begegnen. Diverse Infekte auf allen Seiten haben das bisher zu verhindern gewußt. Pippi wenigstens ist derweil aber satt und zufrieden. Und einen guten Job macht sie außerdem: keine Kitatränen mehr...! Euch ein schönes Wochenende! 


02.05.2013

Fliegen...

Es gibt ein paar selbstgenähte Kleidungsstücke, an denen ich sehr hänge. Diese Jacke ist ein besonders schwerer Fall, denn sie begleitet uns und dieses Blog schon lange (hierhier oder hier). Sie war gewissermaßen mein Blogeinstand, ist immer wieder mein ganzer Stolz und wird nun tatsächlich noch einen weiteren Frühling am Kinde erleben. Denn sie passt (dank der inzwischen ausgeklappten Ärmelbündchen) noch immer. Die Freude darüber ist groß. Flieg, Luftbomm, flieg... 

Jackenschnitt: Izzy von Farbenmix
Hosenschnitt: Knickebocker von Madame Jordan

28.04.2013

Freudenfreitag

Nicht im Bild: das große Picknick im Jenaer Sonnenschein. Die Schaukelfreuden und -künste der Kinder. Die blauen Flecken und Beulen, die man sich in Gesellschaft meiner Tochter im Laufe eines Tages so holen kann. Ein Dreiradrennen. Kinderlachen. Der schönste Babybauch. Das schönste Punktekleid. Geplapper, unentwegt und doch viel zu kurz. Wiederholung, bitte!


Im Bild: der Jenaer Sandkasten. Gefüllt mit Kind in Knickebocker (Schnitt: Madame Jordan/cocoschock) und T-Shirt (frei Hand und leider ein wenig zu kurz...) Der wunderbare türkise Cordstoff wanderte kürzlich in einer großen Altkleiderstoffkiste von hier zu mir. Der Jersey stammt von hier. Und seit gestern ist das alles so schön sortiert :-). Euch eine schöne Woche!

22.04.2013

Alte Kleider. Zweiter Frühling.

Es wird zunehmend schwieriger, dem wachsenden Kinde Neues aus Abgelegtem zu nähen. Die größer werdenden Schnittmusterteile passen mitunter nicht mehr so einfach auf jene Altkleider, die nochmal zu neuem Leben erweckt werden sollen. Diesmal hat es nochmal geklappt, indem ich an den Seiten gut zwei Zentimeter weggenommen habe. Nun sitzt die aus Papas zerrissener Hose entstandene Pumphose figurnaher als hier oder hier, aber sie sitzt. Die Taschenform ist ein zufälliges Produkt. Sie ergab sich schlichtweg aus der Form des verwendeten Stoffrestes und gefällt mir nun sehr gut. Für die Bündchen habe ich ein Unterhemd zerschnitten. Das recyclete Shirt wird schon seit letztem Sommer getragen und ist nun langsam doch zu klein... 

Shirt: Sveja von Frau Liebstes
Hose: Knickebocker von Madame Jordan 

Was mein weiteres Kleiderrecycling betrifft, muß ich mir Gedanken machen. Denn alle Stauraummöglichkeiten (und -unmöglichkeiten...) sind gefüllt. Gleichzeitig brauche ich aber mehr Fundus, aus dem ich schöpfen kann. Denn mit wachsendem Kinde muß ich wohl mehrere alte Teile für ein neues Kleidungsstück kombinieren. Und da passt nicht immer alles zusammen. Alternativ könnte ich ausschließlich XXL-Altkleider annehmen. Oder lustige Patchworkhosen nähen. Weil es am Ende aber immer wieder etwas Besonderes ist, wenn das Kinde in unseren Kleidern spazieren geht, möchte ich einen Weg finden. Ein Anfang wäre ja vielleicht, Vorhandenes zu Vernähen bevor die nächste Kiste Altkleider einzieht... 

Mehr Upcycling gibt es bei Nina. Mehr mit den Händen Geschaffenes bei Anke

12tel Blick

Ein Jahr. 12 Monate. Zwölf Fotos. Immer aus der gleichen Perspektive.
Tabea hatte die Idee und stellt monatlich ein vielfältiges Album zur Verfügung.

Hier schon einmal bejubelt, können wir in diesem Monat voller Freude die ersten Kopffüßler vorstellen. Auch dieser Entwicklungsschritt hat mich wieder völlig überrascht und kam sehr plötzlich. Haben wir uns im März noch an ebenso unerwartet auftauchenden Ostereiern und Linien innerhalb von Kreisen gefreut, entstehen nun einen Monat später ganze Horden von Eierköpfen mit inzwischen doch überwiegend zwei Beinen, Armen, Füßen, Augen, Nase und Mund. Seit ein paar Tagen allerdings soll am Ende immer noch der Name drauf. Das erledigt das Mädchen natürlich höchstselbst, indem es große Teile der Zeichnung wieder unter Krikelkrakel verschwinden lässt...


Hier nocheinmal alles bisher Geschehene im Überblick. Ein Klick auf's Datum führt zum jeweiligen Post. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten 12tel Blick und bin sehr gespannt, was mir die junge Dame in der Zwischenzeit auf's Papier zaubert...

                                                                                       6. Januar      2. Februar
                                                                                      15. März       6. April

Alle Blicke im April sammelt Tabea ein. 

18.04.2013

Piep einmal.

Wann durchschaut ein Kind das Versteckspiel? Verrät nicht schon vorher, dass es sich jetzt hinter jenem Baum, hinter dieser Tür oder unter jener Decke versteckt. Und schließt nicht mehr selbst die Augen, um nicht gesehen zu werden? Später bitte... es ist einfach zu süß. 

cocoschock_Knickebocker_Pumphose_nähen_spielpause
Schnitt: Knickebocker von Madame Jordan / cocoschock
Recycling aus Papas Hose

16.04.2013

Klettern

Stühle, Tische, Betten, Bäume, Mauern. Nichts ist derzeit sicher vor den Kletter- und Sprungversuchen der jungen Dame. Passend dazu besitzen wir nun ein Kletteraffenshirt. Den Stoff entdeckte ich in der Leipziger Stoffgalerie. Inzwischen gibt es dort in der Kelleretage eine schönere, viel frischere Auswahl an Kinderjerseys und amerikanischen Patchworkstoffen als noch vor einem Jahr. Affen und Pferde durften beim letzten Einkauf mit. Und wären sie nicht gerade erst vernäht worden, auch eine große Horde Dinos hätte dem Mädchen gefallen. Wir toben noch ein paar Tage bloglos durchs Leben, auf bald...


12.04.2013

Den Frühling drucken

Wäre nicht ausgerechnet nach dieser Momentaufnahme der Kameraakku leer gewesen, ich hätte Euch gern noch mehr vom Enstehungsprozeß meiner Frühlingspost gezeigt. So bleiben zu sehen nur der Farbtopf und jene Fliesenabschnitte, auf die nach einiger Rührerei ein Frühlingsgrün wanderte. Erst kleckernd dann klotzend. Ein paar Druckvorgänge später waren die Karten für die Frühlingspost begrünt und ich voller Erinnerungen an einen wunderbaren Druckabend bis spät in die Nacht bei meiner lieben Frau Mama...  

Die Frühlingspost ist eine Idee von Michaela und Tabea. Mehr zu sehen gibt es hier

11.04.2013

Puzzlen. Leise Fluchen. Tauschen.

In Gänze bekomme ich das gute Stück nicht angemessen auf's Bild und für Aennie soll ja auch noch ein winziger Rest an Überraschung bleiben: fertig ist sie, die Tauschdecke. Hier habe ich schon berichtet. Was da so geradlinig begann, wurde dann am Ende doch wieder etwas widerspenstig. Und so kommt das Werk nicht ohne ein paar Falten und Kurven aus, was seinem Charme und der Funktion als Babydecke aber hoffentlich keinen Abbruch tut. 13x13 kleine Quadrate macht 169 kleine Quadrate. Und die zu bändigen, kostet doch wesentlich mehr Zeit und Geschick als gedacht. Während ich bisher immer mit einem Dreifachzickzackstich auf der Naht gequiltet habe, sollte es diesmal ein Geradstich sein. Weil ich das vor Kurzem irgendwo bewundert hatte, bitte auch noch in einer Kontrastfarbe und leicht versetzt neben der Naht. Das war ob meines Nochnichtrichtigkönnens nicht die beste Entscheidung, denn die Nähte sind doch noch zu ungleichmäßig und leider ziemlich gut sichtbar... Hoffentlich kann Aennis Baby genügsam darüber hinwegsehen. Auf obigem Bild sind noch Heftfäden und das Vlies zu sehen, unten ist die fertige Decke mit Binding. Die fertigen Maße sind nun gut 70x70cm. Schon seltsam, wie schnell man doch vergißt, wie groß oder eben klein so ein Baby ist. Ich hoffe, das ist irgendwie Baby- und Kinderwagenkompatibel und gefällt...


10.04.2013

Herdentrieb

Auf besonderen Wunsch des kleinen Mädchens entstand ein neues Röckchen mit Dinoherde. Der Stoff war für jene Decke in mein Lager gewandert (von hier), blieb nicht lange unentdeckt und wurde fortan sehr umgarnt. Kurz habe ich gezögert, dann an die Rosaliebe gedacht und mich letzlich doch sehr über einen so klaren Wunsch gefreut. In der Kita wimmelt es zur Zeit von Dinosauriern. Bei genauerer Betrachtung derselben kann man in den wenigsten Fällen von friedliebenden Pflanzenfressern ausgehen, da kommt eine wehende Verteidigungsherde vielleicht ganz recht. In jedem Fall motivieren solche Wunschkleidungsstücke wieder mehr zum alleine anziehen. Deswegen sitzt das Shirt (Sveja von Frau Liebstes) auch verkehrt herum auf dem Röckchen, aber da wollen wir mal nicht so sein, sondern das einfach so lassen
  

Die Decke ist gestern abend tatsächlich noch fertig geworden. Bilder gibt es morgen. Ich freue mich sehr auf die Tauschpippi und die Begegnung mit ihrer Schöpferin. Habt einen schönen Tag! 

08.04.2013

Husch, husch

Sehr angespornt durch dieses wunderbare Mutshirt, lege ich heute letzte Hand an die Decke, die im Gegenzug zu Aennies nahendem Nachwuchs wandern soll... Die längste Zeit nahm diesmal tatsächlich die Stoffauswahl, der Zuschnitt und die Anordnung zu einem stimmigen Puzzle in Anspruch. Ich habe einige Male wieder völlig umgeordnet und neue Stoffe zerschnitten, weil es immer wieder zu sehr nach Mädchen aussah, Aennie doch aber einen kleinen Jungen erwartet. Da es ja nur eine Decke mit verhältnismäßig kleinen Ausmaßen für den Kinderwagen sein soll, habe ich frohen Mutes viel kleinformatiger als sonst zugeschnitten (7x7cm inklusive Nahtzugabe) und schnell gemerkt, wieviel mehr Zeit die kleinen Teilchen mir im Verlauf des Entstehungsprozesses dann aber doch abverlangen. Gestern Abend habe ich die letzten Vorarbeiten für den heutigen Arbeitsschritt, das Quilten, abgeschlossen. Weil ich die mir jüngst anvertrauten Quiltnadeln nicht finden konnte, habe ich von Hand geheftet (wie Kirstin mir einst empfahl: in Sonnenstrahlenform) und hoffe, dass nun beim Verbinden von Top, Vlies und Unterseite alles an seinem Platz bleibt und nichts verrutscht. Das Binding (die Umrandung) ist dann der letzte Schritt. Ich mache das immer von Hand, weil ich mich dabei- an wachsender Vorfreude auf das Endergebnis labend- wunderbar entspannen kann und es einfach viel schöner aussieht als eine Maschinennaht. Liebe Aenni, ich eile... 

Was andere heute Kreatives vorhaben, wird hier gezeigt!

Vorausschauen

Ich habe einen kleinen Hang dazu, den Zuwachs des Mädchens etwas zu großzügig zu berechnen. Und so liegen manche genähte Kleidungsstücke erstmal monate- oder gar jahrelang im Schrank, bis sie nicht mehr bei jeder Bewegung von Schultern oder Hüfte rutschen. Heute morgen haben wir dieses Kleidchen wieder entdeckt. Es ist wenigstens ein bißchen rosa und war ein feiner, beschwichtigender Kompromiss zum eigentlich gewünschten rosa Röckchen, welches seiner angeborenen Drehleidenschaft gerade in der Waschmaschine nachgeht. Die blumige Windmühle aus einem recycleten Beulenosterei passte heute perfekt zum nahenden Frühlingswind. Ich rieche ihn schon... 


05.04.2013

Hunger. Rosa. Satt.

Kürzlich waren wir in der Stadt auf Hausschuhpirsch und ich war doch sehr erschrocken über die kindliche Zuneigung zu allem Rosafarbenen. Glücklicherweise hat an diesem Tage einfach nichts gepasst und wir gingen mit leeren Händen und ganz ohne rosa wieder nach Hause. Inzwischen ist der zwei Wochen lang verschollene linke Mutschuh wieder aufgetaucht und das so entstandene Hausschuhproblem hat sich von ganz allein gelöst. Die gebliebene Rosaliebe hat mich aber nachdenklich gemacht. Ihr habe ich mit diesem Röckchen etwas Futter geben wollen. Nicht ohne die leise Hoffnung, das rosahungernde Kind damit nun nachhaltig gesättigt zu haben. Ich mag am Mädchen nämlich viel lieber grün. Oder blau. Oder türkis. Den Rock wird es jedenfalls noch in anderen Farben geben. Er braucht nur zwei Schnittteile und ist schnell genäht. Die in einer Bahn vernähte arme Raupe ist längst zum Drehwurm mutiert, das schwungvolle Rotieren bis zum Umfallen klappt mit dem Röckchen nämlich ganz wunderbar...

Schnitt: Zweilagenrock von lillesol und pelle. Unterrock und Tasche: Blusenrecycling. 

04.04.2013

Mut haben

Aus der eilig gefertigten Mutmachgarderobe hat sich das Kinde heute morgen die Freundinnenhose herausgezogen. Es hat prima geklappt, soviel gleich zu Beginn. Etwas verhalten, keine Tränen, ein großes, mutiges Mädchen. Ihrem gestrigen Wunsch, heute niemanden dort anzutreffen, wurde auch beinahe entsprochen: die Kita war wie leer gefegt. Eine Handvoll Kinder, ihr Bezugserzieher und ein offener Gruppenraum. Kein großes Gewusel, kein Chaos. Ich weiß, dass sie mir nachher aufgeregt berichten wird, was sie alles erlebt hat. Angesichts der zurückliegenden Windpockenpause also ein sehr positiv hervorzuhebender Kitamorgen. Vielleicht kann ich damit den Eindruck der Kitaschwarzmalerei wieder ein bißchen bunter zeichnen? Die sorgenvollen Posts der vergangenen Wochen ergeben in ihrer Gänze bzw. Unvollständigkeit (denn nicht jeder gute Kitatag bekam einen eigenen Post) womöglich einen zu verzerrten Eindruck. An dieser Stelle einen großen Dank für Euren breiten Zuspruch, Euren Mut für uns. Das Kind hat länger gebraucht. Definitiv. Aber ich sehe es inzwischen sehr groß wachsen, gelassener und mutiger werden. Ein Kitatag ist kein Weltuntergang mehr. Sondern - nach dem allmorgendlichen schweren Sprung in immer wieder kühles Wasser - ein durchaus großer Spaß. Und weil man in diesem neuen, aufregenden Spiel gerne mal die Dringlichkeit eines Toilettenbesuches herunterspielt, sind wir nun wieder bei Pumphosen angekommen. Keine Knöpfe, keine Reißverschlüsse - nur ein, auch in größter Eile noch bestens ohne fremde Hilfe zu bewältigender, Gummizug. Dank der umgeschlagenen Bündchen auch noch lange mitwachsend. Ich bin begeistert und habe einen Plan für die kindliche Frühlingsgarderobe.

Hose: Knickebocker von Madame Jordan/cocoschock. Shirt: Sveja von Frau Liebstes

22.03.2013

Zitronen - Osterei. DIY.

Nach meiner kürzlichen Zitroneneierfahrung und lockenden Rufen von Annettes Ostereiern habe ich den Faden noch ein wenig weiter gesponnen. Das Ergebnis ist vielleicht noch keine ausgereifte Schönheit, aber vielleicht lässt sich darauf aufbauen: ob es wohl auch mit Schwimmreifen wie bei Ulmas wunderschönen Hibiskuseiern funktioniert? Auf dem ersten Bilde nimmt das Ei ein Bad in Zitronensaft. Essig müsste sich ebenso eignen, riecht aber nicht so gut. Ein paar Minuten des Wartens und es bilden sich Bläschen an der Schale und die braune Farbe lässt sich abwischen. Der Rest ist selbsterklärend... Euch einen guten Start ins Wochenende! Wir pflegen weiter unsere geplagten Bäuche und hoffen, dass Geburtstagskuchen eine gute Idee ist...