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28.02.2013

Vor dem Frost

Seit vier Tagen der immer gleiche Ablauf: morgens aufwachen und frieren. Die Heizung ist aus, Warmwasser auch. Telefonieren und bis mittags auf den Heizungsmonteur warten. Irgendwann am Nachmittag steigt langsam wieder Wärme in die Heizkörper. Bis davon etwas in den Gliedern ankommt, ist es Abend. Und am nächsten Morgen fangen wir wieder von vorne an. Heute bin ich vorbereitet: ein neuer Pullover wird mich wärmen... 


Beim Nähen ging diesmal tatsächlich alles glatt und ich war binnen einer Stunde neu gekleidet. So dürfte das gerne öfter geschehen! In der Regel kommt es anders und dauert doch viel länger als geplant... Die Raglannähte sind (wieder) farblich abgesetzt, ich habe die Overlocknähte dort nach außen verlegt. Das ist viel leichter als eine Paspel einzunähen, hat aber eine ähnliche Kontrastwirkung. Der Sweatshirtstoff dehnt sich leider fast gar nicht, deswegen sitzt nun alles viel figurbetonter als eigentlich im Schnitt (Kanga von jolijou via Farbenmix) vorgesehen. Ich fühle mich trotzdem sehr wohl und vor allem warm... Vielleicht findet sich ja hier noch Inspiration für Schal und Mütze? Oder es kommt mal ein bißchen Warmwetter und vertreibt mir das gemeine Murmeltier aus der Heizungsanlage... Euch einen schönen (warmen) Tag!


19.02.2013

Zusammenführen. Loslassen. Me Made Mittwoch.

Ich bin wieder einen Schritt vorangekommen und nähe ausschließlich Kleidungsstücke für mich, die einander gut ergänzen und gut kombinierbar sind. Auf kleine farbliche Akzente verzichte ich dennoch nicht. Hier ziert das Shirt eine rote, außen liegende Overlocknaht. Die Säume habe ich alle zunächst doppelt gelegt und dann einfach mit der Overlock - auch in rot - versäubert. Erfreulicherweise rollt sich nichts ein und die Lösung scheint haltbar und alltagstauglich. Der Stoff ist allerdings auch recht fest und viel weniger elastisch als z.B. der Jersey von letzter Woche. Deswegen habe ich beim Tragen auch das Gefühl, das Shirt wäre zwei Nummern kleiner als gewohnt. Ich fühle mich aber trotzdem wohl darin. Der Schnitt (Fanö via Farbenmix) hat sich ja während der letzten Wochen sehr bewährt (es gab ihn bereits hier, hier, und hier ). Trotzdem brauche ich nun frischen Wind und werde wieder etwas Neues ausprobieren. Zum Shirt kombiniert habe ich jenen Rock (Amy via Farbenmix), der hier schon einmal beschrieben wurde. Inzwischen habe ich noch ein Gummiband in den hinteren Bund eingenäht, waren mir die Kitasorgen der vergangenen Wochen doch anhaltend auf den Magen geschlagen... Inzwischen klappt es aber prima. Kind scheint angekommen und Mama schafft endlich das Loslassen. Und kommt bestimmt auch bald wieder zum Nähen. Vorher wäre da aber noch jene wunderbare Inspirationsrunde bei den Me Made Mittwoch Damen zu drehen. Auf bald...

SHIRT: Fanö. Änderungen: Kellerfalte statt Kräuselung. ROCK: Amy mit angesetztem Saum und Gummizug im hinteren Bund.

13.02.2013

Fanö. Schlägt Wellen. Me made Mittwoch.

Nach Picki Langstropp landete wieder ein Shirt nach Fanö auf meinem Nähtisch. Ein weiteres Kleidungsstück aus der geplanten Basicreihe. Gut kombinierbar sollte es sein. Zum Beispiel mit dem Rock aus der letzten Woche. Das Farbschema passt ganz gut. Das Shirt leider nicht so richtig: die breiten roten Abschlüsse schlagen hier und da Wellen oder stehen unschön ab. Sie waren eine Notlösung, weil ich das ursprünglich blaue und viel schmalere Halsbündchen drei Mal auftrennen musste. In der Folge war mir der Ausschnitt zu groß gewachsen, was ich mit dem breiteren Bündchen auszugleichen versuchte. Das sah so allein und wellig nicht mehr stimmig aus und brauchte ein (Wurschtel-)Pendant am unteren Saum. Die hintere Armkugel sitzt auch nicht ganz korrekt, warum auch immer. Soetwas war mir bei Fanö 1 und 2 nicht aufgefallen. Vielleicht muß ich mich erstmal vom entstandenen Nähfrust erholen und mich dann nochmal an sauberen Abschlüssen versuchen. Sind die überhaupt möglich mit solch einem breiten Bündchen? Es trägt sich aber sehr gemütlich. Ein Haus- und Hofshirt. Immerhin...


Schnitt: Fanö über Farbenmix
Änderungen: ohne Kräuselung, Ärmel und Saum verlängert.
Frust und Pannen: wie so oft, das Halsbündchen...

Zur Me Made Runde bitte hier entlang...


06.02.2013

Mühsam nährt sich. Me Made Mittwoch.

Groß waren die Pläne. So klar die Vorstellungen und so erfrischend meine Motivation. Und doch: seit der Basic-Aktion geht es nur mühsam voran mit meinen eigenen Vorhaben. Eine Fanö hier und eine Fanö dort sind entstanden. Zwei weitere liegen hier zugeschnitten. Und alle sollen sie gut kombinierbar sein. Zum Beispiel mit diesem neuen Rock. Was die überlegtere Stoff- und Farbauswahl betrifft, bin ich schon gut voran gekommen. Auch sind die letzten entstandenen Stücke voll und ganz in den Alltag integriert und werden oft getragen. Einzig das Tempo, mit dem hier auch etwas für mich entsteht, dürfte gerne noch ein gutes Stück beschleunigen. So Kind und Kita bald beste Freunde werden, sind die Erfolgsaussichten aber gar nicht mal so schlecht. In diesem Sinne, wir sehen einander bald wieder. Im Kreise der Me Made Mittwoch Damen....

Schnitt: Amy von jolijou via Farbenmix 
Stoffe: Feincord in rot. Baumwollstoff in dunkelblau. Die Tascheninnenseiten aus rotem Vichykaro.

17.01.2013

Bille fährt Bahn


Bahnfahrten können so kurzweilig sein, wenn man Strickzeug dabei hat. Und so unendlich lang werden, wenn ein ganzer Sack Wolle mitfährt, einzig die Nadeln aber daheim vergessen wurden. Glücklicherweise war das aber nicht die einzige Zugfahrt während der letzten Woche und so wurden die Mützen nach dem neuen Strickmuster Bille von timtomdesign doch noch auf Reisen fertig. Die rote Kindermütze musste zwar wegen des fehlenden Dickkopfs einiges der eigentlich vorgesehenen Beanieform einbüßen. Und auch meine Version ist ein wenig flacher gehalten als im Strickmuster vorgesehen. Wir mögen die beiden Modelle trotzdem sehr gerne und ich habe im Zuge der Strickerei nun auch verstehen dürfen, warum man eine Maschenprobe macht. Oder besser noch: was man aus ihr dann für Schlüsse zieht...! Ist diese Hürde erst einmal genommen, strickt sich die Mütze ohne Komplikationen von der Hand auf den Kopf. Und passt. Hoffentlich bleibt es noch ein bißchen kalt... auch wenn die Marienkäfer schon leise vom Sommer flüstern.


14.01.2013

Unvollendet. Pläne schmieden.


Hocherfreut und ziemlich erleichtert durfte ich feststellen, dass Miss Margerite heute "nur" einen Schlachtplan braucht. Ergebnisse sind nach der Vorstellung vom letzten Montag nämlich noch Mangelware. Dabei hatte ich gleich am Dienstag hochmotiviert damit begonnen, das Kinde frisch zu beschuhen. Leider hat das Ledernähen zunächst überhaupt nicht funktioniert, sodass ich mein Vorhaben gleich wieder verschieben musste. Dank Eurer zahlreichen Tipps und einer Ledernadelspende aus dem Hause Augusthimmel, die einen Tag später ganz überraschend in meinem Briefkasten lag, hat es am Ende doch noch geklappt: das Ledernähen. Fertig sind die Schuhe trotzdem nicht. Zeit, wann kommst Du? Bald... Wenn sie denn da ist, werde ich nach und nach fertigstellen. Und zwar alles. Erst die Schuhe. Dann die Geschenke. Dann die Jacke für's Kind. So der Plan. Zur Belohnung gibt es am Ende hoffentlich freie Sicht auf die nächsten Projekte. Oder auf jene, die noch unter den hier genannten UFOs liegen? Ich würde das mal davon abhängig machen wollen, wie steinig und holprig sich der Weg zur Vollendung weiterhin gestaltet... Was die anderen Damen für Angriffspläne schmieden, sammelt Miss Margerite ein.


07.01.2013

Unvollendet

Mit altem Ballast ins neue Jahr zu starten, fühlt sich nicht besonders gut an. In kleinen Schritten sortiere ich seit Tagen Stoffe, Schnittmuster und auch einiges, was eigentlich nichts mit Nähleidenschaften zu tun hat, mir aber den Raum für's Kreativsein nimmt. Weil ich im Zuge dessen schon so viel Schönes wiederentdeckt habe und ich mich guten Gewissens von Dingen trennen kann, von deren Besitz ich gar nichts mehr wusste, soll nun auch die Ecke mit unvollendeten Nähprojekten unter meine Fittiche. Miss Margerite ruft dieser Tage zum UFO-Angriff (UFO = unfertiges Objekt). Die Einladung nehme ich als Motivationsschubser gerne an und zeige Euch einen Blick auf das, was ich bei meinen neuerlichen Sortierungen gefunden habe... 


Den Anfang macht die schon lang geplante Freizeitjacke. Teile von ihr wurden seinerzeit von der Nähmaschine gefressen und daraufhin mit dem ganzen Rest entnervt in die UFO-Ecke verbannt. Inzwischen ist eine Overlock hier eingezogen, es sollte also ein Leichtes sein? Mir fehlt allerdings auch noch die zündende Idee für ein schönes Detail. So ganz schlicht in gelb und petrol mag ich sie doch nicht haben, Prinzessinnen und Glitzer soll es hier aber bis auf Weiteres auch nicht geben. Wenigstens habe ich auf dem Flohmarkt inzwischen einen passenden RV in petrol gefunden, das gäbe auf der sonst ganz gelben Vorderseite ja schon einen kleinen Kontrast und Hingucker. 


Ein noch ganz frisches unvollendetes Projekt sind diese Puschen. Die Hausschuhe drücken schon fast am großen Zeh und wir brauchen dringend Nachschub. Doch inzwischen liegt der Zuschnitt auch schon eine Woche auf dem Stapel und wird von anderen Nähprojekten einfach überholt. 


Ein inzwischen schon fast in die Jahre gekommenenes Projekt ist mein liebster Rock, der den Motten zum Opfer gefallen ist. Trotz so vieler Tipps und gutem Zureden konnte ich mich noch nicht aufraffen, den Löchern zu Leibe zu rücken. Es fehlt ein farblich passender Faden oder eben die zündende Idee zum Beflicken. Vielleicht auch der Entschluß, ihn zu recyclen, weil ich mich einfach mit keiner Idee zur Änderung so richtig anfreunden kann. 


In den Ufohimmel heben muß ich ein Projekt, welches bereits zwei Mal gescheitert ist. Der wunderbare Wildspitz will einfach nicht warm mit mir werden: Das erste Malheur schob ich noch auf unsauberes Nähen meinerseits. Nach dem zweiten Fehlschlag muß ich wohl akzeptieren, dass das Rolltuch als Stoff für diesen Schnitt einfach nicht geeignet ist, weil es viel zu starr und eigen ist. Der dritte Wildspitz muß aus vielerlei Gründen unbedingt gelingen: er muß mein sehr gekränktes Ehrgefühl retten, er soll Dodo endlich jenes schöne Probenähergebnis zeigen, welches ich ihr seinerzeit gerne abgeliefert hätte UND er ist seit Weihnachten eigentlich schon verschenkt. Eile ist also geboten. Auch wenn jenes Projekt in seiner neuerlichen Variante noch nicht einmal zugeschnitten ist, hat es für mich UFO-Status. Denn es blockiert im  Kopfe meine weiteren Vorhaben. Ebenso wie das folgende Projekt...


Verschenkt ist nämlich auch jener Rock, für den ich immerhin schon den gewünschten Schnitt kopiert habe. Nur um dann festzustellen, dass der Stoff nicht reicht. Es gilt also, ein einfaches, nicht auftragendes Schnittmuster zu finden, welches mit einem Meter Stoff auskommt. Tipps sind gerne willkommen und würden dank der ersparten Recherchezeit bestimmt den Puschen zugute kommen :-)...

Das soll es an UFOs erstmal gewesen sein. Hier liegen tatsächlich noch ein paar Zuschnitte mehr, aber ich will meinen frisch entflammten Ehrgeiz nicht gleich zu Beginn mit Überforderung lähmen. Der Januar bietet nur wenige freie Nähzeitfenster, da ist es wohl besser, realistisch zu bleiben. Das hier gezeigte UFO-Gebirge ist mir also hoch genug gewachsen und ich weiß nicht, ob ich es tatsächlich in dem gesteckten Zeitraum bezwingen werde. Trotzdem streife ich gerne über jene Berge, die sich heute bei Miss Margerite auftürmen und während der nächsten Wochenende im besten Falle - erfolgreich abgetragen -  Platz für Neues machen sollen.  




02.01.2013

Mein Liebstes. Me Made Mittwoch.

In den vergangenen Monaten wurde viel genäht. (Hier entlang zum Jahresrückblick). Manches wurde oft getragen. Einiges auch nicht. Die Tendenz zeigte zum Jahresende aber vielversprechend in die richtige Richtung und ich freue mich sehr auf ein weiteres Jahr mit dem Me Made Mittwoch mit seinen wunderbaren Gastgeberdamen und den vielen, stets bunten Gästen. Trotz einiger Fehltritte im vergangenen Nähjahr gibt es doch ein Kleidungsstück, welches ich rauf und runter getragen habe, solange die Temperaturen es eben zuliessen. Am dänischen Strand, im heimischen Park, am See, am Fluß, in der Stadt, auf dem Land, daheim und in der Ferne - mein Liebstes: 

Schnitt: Mayla von Frau Liebstes
Änderungen: vorne eingefügte Kellerfalte, unten einige cm verlängert
Stoff: Kleiderrecycling


Noch mehr Lieblingskleidungsstücke aus 2012 gibt es hier zu sehen.

31.12.2012

Wenn Wünsche schwimmen lernen - 2013 ahoi!

Während der letzten Wochen habe ich mit großer Begeisterung immer wieder von Caros Märchennüssen probiert (inzwischen sind sie zu Wunschnüssen geworden). Aber auch einige echte Nüsse haben wir hier in der Weihnachtszeit geknackt und immer wieder ein paar unversehrte Schalen auf die Seite gelegt. Bei Katja las ich kürzlich von Ihrem Vorhaben, die Nüsse mit Wünschen bespickt zur See zu schicken. Die Idee fand ich so schön, dass ich sie heute mit dem kleinen Mädchen verwirklicht habe. Dazu haben wir zunächst ein kleines Papierdreieck mit Wünschen beschrieben, bemalt, einmal gefalten und dieses dann - gleich einem Segel - auf ein Streichholz gesteckt. Die Nußschalen habe ich etwa zur Hälfte mit flüssigem Wachs aus den Adventskerzen befüllt. Dorthinein wird sogleich das Segel gesetzt und so lange still gehalten, bis sich das Wachs verfestigt. Das dauert auf so kleinem Raum mit ein bißchen Gepuste nur wenige Sekunden. Bevor es zur See ging, gab es für alle Schiffchen eine kleine Testfahrt in einer heimischen Wasserschüssel. Eventuelle Schlagseiten konnten wir durch ein Drehen des Segels so noch gut ausgleichen. 


Kind und ich waren ganz verzaubert und so werden wir zum nächsten Jahreswechsel bestimmt wieder ein paar Schiffchen auf die Reise schicken. Vielleicht geht ja sogar der eine oder andere Wunsch in Erfüllung? Viele Ideen, wie sich Weihnachtliches noch wunderbar recyclen lässt, gibt es übrigens dieser Tage bei Caro zu sehen. Habt einen schönen Silvesterabend und kommt gut ins neue Jahr! Wir lassen es ganz ruhig angehen und konzentrieren uns lieber auf ein ausgeschlafenes und üppiges Neujahrsfrühstück. Die ersten Begegnungen mit Silvesterknallern während unseres Gangs zum Wunschschiffhafen lassen allerdings vermuten, dass ich wohl die halbe Nacht ein ängstliches Kinde beruhigen werde... Guten Rutsch!

30.12.2012

Best of DIY 2012. Ein Jahresrückblick.

Das Jahr 2012 ist beinahe verstrichen. Was ist eigentlich in den letzten Monaten alles durch meine Hände entstanden? Was hat sich bewährt? Was lasse ich im nächsten Jahr vielleicht lieber bleiben? 

Auf jeden Fall wird weiterhin genäht. Zu lang sind noch die Listen an Ideen, zu viel noch ist da an ungenutztem Potential in Maschinen und mir - es bleibt mir also weiterhin eine der größten Freuden, mit Stoffen und Schnitten zu jonglieren. Einen festen Platz wird auf jeden Fall weiterhin der Upcyclinggedanke haben. Mit wachsendem Kinde wird es wohl zunehmend schwieriger werden, Schönes und Tragbares zu zaubern. Ein paar Hemdsärmel ergeben leider schon seit ein paar Monaten keine Hose mehr und ob im nächsten Sommer ein Hemd noch für ein Kleid reicht, ist fraglich. Versetzt mich aber ob der wachsenden Herausforderung auch in eine leise Vorfreude auf die nächste Herrenhemdrecyclingsaison. 


Seit ich mir im Rahmen der Basicaktion (mehr dazu bei Catrin) Gedanken über meine Kleider gemacht habe, zeichnen sich die ersten Fortschritte ab: Meine letzten drei Me Mades (Kanga und Fanö) liegen ganz vorn im Kleiderschrank und sind tatsächlich gern getragene Alltagsgarderobe. Einen nicht unwesentlichen Anteil hat daran gewiss auch die kürzliche Anschaffung der Overlockmaschine. Vieles geht mir damit nun wesentlich leichter von der Hand. So darf es im neuen Jahr gerne weitergehen. 

  
Hin und wieder brauchte ich im letzten Jahr aber auch Abwechslung vom Garderobe nähen. So  habe ich mich ein wenig im Stoffdruck geübt. Außerdem haben wir ich Spitzwegerichöl gebraut und damit einen ganzen Sommer lang sämtliche Wehwehchen des Kindes verarztet. Und auch sonst drehten sich natürlich viele DIY-Projekte um die Welt des kleinen Erdenbürgers: das Memory raubte mir seinerzeit den letzten Nerv und ist mir dabei so ans Herz gewachsen. Die  Fühlkissen werden eifrig bei der Tagesmutter bespielt und die kleinen wie auch die großen Puppenspielgefährten haben wir ebenso bedacht. Zwischendurch waren wir Gäste einer famosen Hasenjagd (mehr bei Mond) und zuletzt hatte mir die Adventspost (mehr bei Tabea) in der Vorweihnachtszeit täglich ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Seit einigen Wochen warten wir nun auf eisigere Temperaturen, um das Windspiel aus Eis nochmal aus dem Gefrierschrank holen zu können.


Ich blicke zurück auf ein sehr schönes, erstes Bloggerjahr. Zu sehen, dass neben allen Inspirationen und so herzlich gewachsenen Kontakten auch noch so viel Greifbares entstanden ist, macht mich dankbar, sehr zufrieden und auch ein wenig stolz. Erwartungsfroh begrüße ich das Neue Jahr und freue mich, wenn Ihr mich weiterhin begleitet. In diesem Sinne, einen guten Rutsch und Alles Gute für 2013, Marja. 

Mehr DIY- Jahresrückblicke versammeln sich dieser Tage in Hülle und Fülle bei Caro!




22.12.2012

Eiszeit

Wir sind müde. Kränkelnd. Erschöpft. Die Speicherkarte der Kamera ist verschollen (mein liebes Kind, wo hast Du sie versteckt...?!) dabei würde ich Euch vor den herbeigesehnten Feiertagen so gerne noch an meiner wundervollen Post teilhaben lassen, die mich so aufmunternd durch die letzte Woche getragen hat...  Die tägliche Adventspost, ein Rehgewinn und völlig unerwartete Herzensgrüße haben mich sehr gerührt! Vielen lieben Dank! Hier bleibt es über Weihnachten erstmal still. Und eisig:


Für den solebich Adventskalender habe ich eine kleine Eiszeit hinter das 23. Türchen zaubern dürfen. Was da so filigran im Kerzenschein leuchtet, ist mit ganz wenig Aufwand gemacht, hält allenfalls zu Geduld und Ruhe an und läutet so vielleicht auch bei einem von Euch jene willkommene Auszeit über die Feiertage ein... Wie es funktioniert, erfahrt Ihr hier

Ich wünsche Euch besinnliche und fröhliche Weihnachtstage im Kreise Eurer Liebsten. 
Herzlich, Eure Marja

12.12.2012

Fanö mit Hindernissen. Die Zweite. Me Made Mittwoch.

Nachdem ich zuletzt überhaupt keinen Jersey mehr unter die Nähmaschine gelegt habe, muß ich mit der erstandenen Overlock nun ein wahres Defizit an Shirts aufholen. Gut möglich, dass es während der nächsten Wochen etwas eintönig wird, allenfalls die kürzlich entstandenen Zipfelmützen sorgen vielleicht für etwas Abwechslung. Heute also - wieder - ein Shirt nach dem Schnitt Fanö von Farbenmix. Dieses Mal habe ich bzw. hat das Messer beim Annähen des zweiten Ärmels ein unflickbares Loch in das Rückenteil geschnitten. Darauf folgten ein paar Tage SchmollRuhepause, bevor ich dann doch alles mit Trick 17 wieder auftrennte. Das durchlöcherte Rückenteil trägt inzwischen die Tochter. Das vollendete Shirt ist nun für mein Gefühl ein bißchen zu groß geraten, vielleicht gibt sich das noch mit den nächsten Wäschen? Auch das Kräuseln will nach zahllosen Versuchen noch immer nicht anständig klappen. Sobald ich Gekräuseltes zusammennähe, verschiebt es sich wieder ganz ungleichmäßig, obwohl ich die Enden einer doppelten Kräuselnaht mit Knoten sichere. Gibt's hier vielleicht auch den mir noch unbekannten Trick 17? Ich habe mir hier wie so oft mit einer Kellerfalte geholfen. Geht immer, ich mag sie sehr und finde, dass sie Fanö auch ganz gut steht.


Ein bißchen zu knallig fühle ich mich mit dem Stoff (lillestoff, vichykaro), vielleicht gewöhnen wir uns noch aneinander. Aber ich mag die extra langen Ärmel (verlängert, ab Ellenbogen verbreitert) und den bezogenen Knopf, der kürzlich mit vielen wunderbaren Artgenossen im Zuge des Apfelrocktauschs mit Katja bei mir eingezog. Er ist für mich das entscheidende Detail. In Kombination mit der Paspel ist das Shirt schlicht und doch besonders geworden. Und es fühlt sich, sehen wir mal von der noch nicht ganz runden Liebesbeziehung zum Stoff ab, ganz nach mir an. Bei all den tollen, wilden, bunten Kreationen im Bloggerland fällt es mir tatsächlich manchmal schwer, wirklich "bei mir" zu bleiben. Hier hat es nochmal geklappt...

Lust auf unzählige Inspirationen und gut gekleidete Damen? Dann bitte hier entlang...


30.11.2012

Adventskalender. Last Minute.

Geschafft...: in Windeseile habe ich aus einer Linolplatte die Ziffern 0-9 geschnitzt. Damit dann 24 Butterbrottüten bedruckt und mit Kleinigkeiten befüllt. Das offene Ende mit einer breiten Zickzacknaht der Nähmaschine geschlossen und mit Kugelaufhängern an einer Schnur befestigt. Alles in allem hat es eine gute Stunde gedauert und großen Spaß gemacht. Vom schlechten Gewissen, meine eigentliche Idee aus Stoff in diesem Jahr nicht mehr verwirklicht zu haben, spüre ich nichts mehr. Trotzdem fange ich im nächsten Jahr vielleicht ein wenig früher an... 


Ich freue mich sehr auf die strahlenden Kinderaugen morgen früh! Und für Euch habe ich auch noch eine Kleinigkeit: hinter einem Türchen des Solebich-Adventskalenders verbirgt sich in diesem Jahr eine Überraschung von mir. Vorab nur so viel: es wird eisig... Morgen geht es los. Habt ein schönes Wochenende und einen gemütlichen 1. Advent!

28.11.2012

Fanö mit Hindernissen. Me Made Mittwoch.

Ein Shirt - wie einfach, möchte man meinen... Ich habe trotzdem wieder ziemlich gekämpft. Was zum einen an meiner noch nicht ganz warm gewordenen Beziehung zur neuen Maschine liegt, zum anderen an einem äußerst flutschigen Viskosejersey. Viskosefasern sind Grenzgänger unter den Kunstfasern, weil sie aus dem Naturstoff Cellulose gewonnen werden und somit eigentlich natürlich bzw. naturnah sind. Das war mir bis vor Kurzem gar nicht klar und nun bekommt die Faser doch noch eine Chance auf meiner Haut, die eigentlich schon aller Synthetik abgeschworen hatte. Mal sehen, ob wir Freunde werden. Bisher fühlt es sich ganz gut an. Das flutschige Nähtheater vergesse ich an dieser Stelle einfach ganz schnell wieder. Bis zum nächsten Mal... Der Schnitt und ich werden ganz bestimmt gute Freunde (Danke, liebe Steffi!). Ohne große Änderungen fühle ich mich sehr umschmeichelt: Bauch weg, Brust raus, um es mal auf den Punkt zu bringen... 



Schnitt: Fanö von Farbenmix. Änderungen: An den Ärmeln und am Saum habe ich um einige Zentimeter verlängert, das geht mir aber eigentlich immer so. Die obere Passe ist etwas kürzer als im Schnitt, weil die erste Naht in großen Wellen verlief und ich sie kurzerhand wieder aufgeschnitten habe: Differentialtransport höher gestellt und die Stichlänge vergrößert. Problem behoben. Das genaue Betrachten der welligen Probenaht auf dem Probestück wäre noch besser gewesen... Der Ausschnitt ist ein bißchen freizügiger als vorgesehen: das erste Halsbündchen musste ich nämlich wegen Stümperei abschneiden, mit dem Trennen habe ich es nicht so. Nun fehlt rundherum ein guter Zentimeter. 

Und was tragen die anderen Damen heute? HIER sind sie alle versammelt. Hoffentlich lässt mich meine kleine Dame heute mal stöbern. Sie ist nämlich seit Montag zu Hause. Bis es der Tagesmama wieder besser geht. Soviel zu meinen "freien" Tagen. Nichtsdestotrotz, wir haben eine schöne Zeit und wünschen Euch selbige!


21.11.2012

Kanga - eine Versöhnung

Wir haben einander versöhnt. Meine Nähmaschine und ich. Unlängst hatte sie ein irreparables Loch in eine Jacke gefressen. Und auch davor hatten wir hin und wieder ziemlichen Streit. Vielleicht liegt es an der fehlenden Ruhe in einer stressigen Zeit, zuletzt war mir nach mehreren gescheiterten Projekten tatsächlich ein bißchen die Lust vergangen. Nichtsdestotrotz - wir nähen wieder und mit dem Ergebnis bin ich sehr glücklich, denn dieses rote Känguruh alias Kanga von jolijou passt mir ganz hervorragend und fügt sich nebenbei auch noch wunderbar in meine Basicpläne
Fairerweise muß ich hinzufügen, dass wir diesmal zu dritt waren: die Nähmaschine, eine Overlock und ich. Und drei Nadeln haben wir auch abgebrochen. Ganz so reibungslos ist es also wieder nicht gelaufen. Und doch - ich bin hoch motiviert und so wird es hoffentlich bald wieder mehr Kleidungsstücke zu sehen geben. 


Genäht habe ich komplett aus rotem und dunkelblauem Sweatstoff, die mittlere von drei vorgeschlagenen Längen. Die obligate Kapuze habe ich weggelassen, da sie für mich im Alltag einfach nicht praktikabel ist. Hier seht ihr die Variante mit Seitentaschen, eine Bauchtasche ist ebenfalls im Schnitt enthalten. Die Raglannähte sind mit Paspeln abgesetzt, dafür habe ich einfach einen doppelt gelegten Sweatstreifen mit eingefasst. Beim Nähen der Ärmel- und Seitennähte treffen die Paspeln später aufeinander: das ist der Punkt, an dem ich die drei Nadeln verloren habe. Ich würde also empfehlen, lieber dünnere Paspeln aus Jersey zu verwenden. Der Schnitt fällt großzügig aus, wer das nicht soo sehr mag, wählt -wie ich- lieber eine kleinere Größe und verlängert dann an den Ärmeln und am Saum entsprechend. In jedem Fall sollte man vor dem Nähen ausmessen. Ich mache das jetzt immer am Körper UND am Schnittmuster, indem ich gut sitzende Schnitte oder Kleidungsstücke zum Vergleich darüber lege. So fällt mir die manchmal knifflige Wahl der richtigen Größe leichter. 
Herzlichen Dank, Frau Müller, dass ich Kanga testen durfte: es werden bestimmt noch ein paar Känguruhs aus meinem Beutel schlüpfen. Das Schnittmuster (ab Größe 146/152 bis XXL 52/54) wird es ab 29.11. bei Farbenmix als E-Book zum Download geben. 




24.10.2012

Me Made Mittwoch. Mein Basisrock. Ausgemottet.

Nach meinen gestrigen Überlegungen zum Thema Basics bin ich nochmal auf die Suche gegangen und in einer Winterkleiderkiste tatsächlich fündig geworden: Das ist einer meiner ersten (und liebsten) selbst genähten Röcke. Ich habe ihn seinerzeit sehr oft ausgeführt und während der Schwangerschaft dann irgendwann eingemottet. Leider nicht ohne Folgen, denn die Viecher haben sich an einigen Stellen am köstlichen Wollstoff bedient. Im Bild unten rechts sieht man die auffälligsten Bissspuren... Die Freude über das Wiederfinden wich also schnell der Ernüchterung. Denn so kann ich den Rock nicht tragen. 


Was würdet Ihr tun? Die Löcher (drei an der Zahl, alle oberhalb der Falten) möglichst unauffällig stopfen, möglichst auffällig unter Applikationen verstecken oder gleich einen neuen Rock nähen? Letzteres wäre für mich eine mittlere Katastrophe, denn ich hänge an der Entstehungsgeschichte. Ich weiß noch genau, wann, wo, wie und unter welchen Umständen das gute Stück entstanden ist. Außerdem wäre es sehr schade um den wunderbar weichen und warmen Wollstoff, der an Tragekomfort für mich einfach nicht zu überbieten ist. Außerdem will ich ihn ja nicht umsonst wiedergefunden haben... Der Schnitt (Burda 8034) ist wandelbar und wird, so ich mich denn an meine eigenen, neuen Regeln halte, demnächst noch in weiteren Varationen entstehen... Und was tragen die anderen Damen heute? Ich bin mir sicher: nichts Angeknabbertes sondern Inspiration pur. Wer mag, klickt also hier entlang... Und wer mehr zum Thema Basics (aus ganz unterschiedlichen Perspektiven) lesen will, dem sei ein Besuch bei catrin im Stoffbüro empfohlen!

23.10.2012

Basics. Alles auf Anfang.


Catrin(Stoffbüro), Sindy(Ms.Fisher)Theresa(Königkind), Mond(bimbambuki)Pedilu(Pedilu bloggt), Pitti(PittiFours), Daxi(Mimi näht), Steffi (Flora Fadenspiel) und nochmal Steffi (herzekleid) machen sich dieser Tage Gedanken über Basics. Ich habe sehr gerne auch ein wenig mitgegrübelt und danke für die Einladung: 

Seit einiger Zeit stellt sich mir immer brennender die Frage, was, wie und woraus ich etwas für mich selber nähen muß, damit es auch tatsächlich getragen wird? Der erste Gedanke ruft laut nach Basics. Das sind für mich nicht nur jene einfachen Grundpfeiler einer jeden Garderobe, die sich mit allem kombinieren lassen. Sondern vor allem die Kleidungsstücke, welche ich im Alltag auch mit einem Wohlgefühl tragen kann. Bei mir müssen sie also momentan lange Fahrradfahrten bei Wind und Wetter, sitzende Arbeitszeiten und tägliche Kletterpartien oder Sandkastenbauprojekte überstehen. Seit Beginn meiner Blogaufzeichnungen haben diese Kriterien leider nur ganz wenige Kleidungsstücke erfüllt. Hier ist die magere Ausbeute:


Die meisten meiner selbstgenähten Stücke fristen tatsächlich ein ziemlich trostloses Dasein in meinem Kleiderschrank. Obwohl die Nähfehler inzwischen seltener werden: irgendetwas will oft trotzdem nicht passen. Mitunter hadere ich mit dem Material, welches am Ende doch zu steif oder zu fließend ist. Oder ich habe Farben und Muster vernäht, die im Stoffregal noch wunderbar aussehen, mir aber einfach nicht stehen wollen. Sämtliche Röcke mit Jerseybund sind schon nach kurzer Zeit so ausgeleiert, dass sie untragbar sind. Zu meiner Verteidigung sei an dieser Stelle vielleicht gesagt, dass ich während des letzten halben Jahres schlichtweg etwas in die Breite gewachsen bin und deshalb vieles auch einfach nicht mehr passt. Wenn dann aber doch mal alles sitzt, nichts zwickt, Stoff und Farbe stimmen, habe ich schlichtweg keine Sachen zum Kombinieren. Versucht einmal, folgende Stücke untereinander zu kombinieren - dafür, dass alle aus einer Feder sind, gibt es erstaunlich wenig Möglichkeiten.


Was also muß sich ändern, damit sich die vielen Stunden Arbeit am Ende auch lohnen? Ich werde mir für die nächste Zeit ein paar Regeln auferlegen: Genäht werden überwiegend einfache Basics aus untereinander kombinierbaren Stoffen. Ausschließlich in Farben, in denen ich mich auch wirklich wohl fühle. Das wären ganz spontan erstmal Rot-, Blau-, Braun- und Grautöne. Ein gern betrachtetes senfgelb funktioniert, so es großflächig zum Einsatz kommt, leider nur unterhalb der Gürtellinie. Alles andere lässt mich mit meiner blassen Hautfarbe zum Geist werden. Hier türmen sich zwar Reste und Altkleider in allen Farben und Formen. Für einen Grundstock an Kombinierbarem sind sie aber absolut ungeeignet. Ein geplanter (und disziplinierter) Stoffkauf müsste dem Vorhaben also erstmal vorangehen. 

Bleibt noch die Frage, was genäht wird? Von Hosen lasse ich bis auf Weiteres erstmal die Finger. In Blusen fühlte ich mich bisher meist verkleidet und unwohl. Die allerorten von mir bestaunten Kleider sind in dieser Phase meines Lebens einfach nicht alltagstauglich und fallen deswegen bei mir nicht in die Kategorie Basic. (Hängend, kriechend auf - unter - über Kletterspinnen. Das ist schon ohne Kleid eine echte Herausforderung...) Pullover würde ich am liebsten irgendwann Stricken, aber das ist eine ganz andere Baustelle - dieser Tage übrigens tatsächlich in Betrieb...
Bleiben zum Nähen also erstmal "nur" Röcke und Shirts in vielen Variationen. Einen passenden Shirtschnitt mit Raum für Variantenreichtum habe ich unlängst in einer Ottobre gefunden. Das Probemodell muß für meinen Geschmack lediglich an Armen und Saum gute 10cm in die Länge wachsen. Ansonsten sitzt immerhin alles schon so, wie es mir gefällt und lässt so Raum für Spielereien mit dem Schnitt. Beim Nähen wurde mir aber auch ganz schnell wieder klar, dass mir meine Zeit einfach zu schade ist, um mich weiterhin mit meiner Nähmaschine durch Jerseystoffe zu quälen. Vor Weihnachten (dann zieht hoffentlich ein geeignetes Maschinchen ein) wird hier shirttechnisch also nicht mehr viel passieren.
Stattdessen könnte ich ja schonmal Röcke nähen. Knielang, ausladend mit Radfahr- und sogar Kletterpotential. Mal streng gefaltet. Mal als Ballon. Dieser Schnitt bietet viele Möglichkeiten, die in jungen Nähjahren auch schon von mir getestet wurden. Wo sind eigentlich diese Röcke abgeblieben?! Ich suche mal. EDIT: Gefunden. Und HIER gezeigt.


Im Wesentlichen möchte ich für meine Basics also wieder an den Anfang gehen. Weniger ist mehr. Das mag vielleicht langweilig anmuten. Für mich scheint diese Richtung aber erstmal stimmiger als alles, was in letzter Zeit nähtechnisch für mich passiert ist. Denn ich möchte nicht mehr nur Nähen um des kreativen Prozesses willen. Ich wünsche mir wirklich, dass die Nähwerke am Ende auch fester Bestandteil meiner Alltagsgarderobe sind. Zum kreativen Austoben bleibt ja trotzdem noch etwas Raum. Ich denke da an farblich abgesetzte Paspeln, Raffungen, Falten, Stempel (in Maßen). Für wildere Ideen bleibt ja bis auf weiteres auch noch die Kindergarderobe...

Und wie denken andere über Basics? Hier bei Catrin im Stoffbüro werden alle Gedanken eingesammelt!






19.10.2012

Spielpause in Stücken

Nach ihrem Losglück schickte mir Melanie einen zu klein gewordenen aber groß ans Herz gewachsenen Pullover Ihres Jüngsten. Zusammen mit blauen, grünen und bunten Farbtönen sollte eine Krabbeldecke entstehen. Ich finde diesen Prozeß immer wieder sehr aufregend und doch ungemein entspannend. Und das obwohl mich dieses Farbenpuzzle am ersten Abend an meine Grenzen brachte. Nach einer Nacht darüber schlafen, fügte sich dann aber doch noch alles und wir wurden gute Freunde. Inzwischen ist die Decke bei Melanie angekommen und wird fleißig getestet. Lange Zeit assoziierte ich mit Patchwork übrigens altbacken. Nicht mehr. Nicht weniger. Auf jeden Fall nichts für mich. Inzwischen habe ich mich verliebt. In die zahlreichen HIER. Oder diese HIER. Und noch viele, viele mehr. Da tun sich Möglichkeiten (Abgründe) auf. Zeit müsste man haben. Auf jeden Fall werde ich nie wieder einen Stoffrest wegwerfen. Denn daraus kann Großes werden....

   


01.10.2012

Offline

Ich falte derweil eifrig Lose. Oder ich nähe schon fleißig am Gewinn? Geduldet Euch noch ein wenig, sobald wir wieder online sind, wird ausgelost. Dieses Exemplar ist (außer Konkurrenz) schon verschenkt...


26.09.2012

Me Made Mittwoch. Für Eilige.

Im Moment bleibt hier wenig Zeit für aufwendige Projekte. Es muß klein sein, fein sein und am besten ganz schnell fertig. So geschehen mit diesem Wendewickelrock. Kein großer kreativer Wurf und trotzdem ist er mir in den letzten zwei Wochen schon ans Herz gewachsen und hat es tatsächlich in die vordere Reihe des Kleiderschranks geschafft. Irgendeine Seite passt immer zum Rest der Tagesgarderobe und macht diese gleich ein bißchen farbiger. Ein kleines Kaffeemalheur ist in der Not auch ganz schnell außer Sichtweite gewendet. Und noch dazu erleben meine mitunter schlecht sitzenden Hosen einen regelrechten zweiten Frühling, weil das Röckchen ihre Schwächen so gut verbergen kann. Das ist alles in allem viel mehr, als ich von einem einfachen Kleidungsstück erwarten kann. Deswegen wird hier in nächster Zeit wenigstens noch eine weitere Variante folgen...
Über die kostenlose Anleitung samt Schnittmuster und ein wunderschönes Patchworkexemplar bin ich vor zwei Wochen bei Angela gestolpert. Die Rocklänge habe auch ich gekürzt, das Bindeband habe ich ganz weggelassen. Gesamtbreite des Schnittmusters waren bei mir knapp 140cm. Knopflöcher wurden eingespart, stattdessen habe ich Druckknöpfe verwendet. Die sind zwar nicht besonders hübsch, sind aber unter dem jeweiligen Oberteil auch nicht zu sehen. Außerdem geht's schön schnell und so springt dieses Kleidungsstück samt Zuschnitt und Bügelei in unter einer Stunde von der Nadel. Herrlich. Wenn's dann auch noch tragbar und sogar nützlich und vielseitig ist, bin ich mehr als zufrieden. Was die anderen Damen heute tragen, gibt es wie immer HIER zu sehen.