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01.05.2013

An. Aus. An. Aus. Me Made Mittwoch.

Nähen. Anziehen. Schlimm finden. Ausziehen. Nähen. Schneiden. Anziehen. Immer noch schlimm finden. Ausziehen. Nähen. Anziehen. Und so fort... Nach wirklich langer Reise bin ich nun bei "nicht mehr so schlimm" sondern "eigentlich ganz schön" angelangt. Im Grunde hatte ich es schon geahnt und doch wollte ich es mit diesem Schnitt (müsste in der März oder April-Burda gewesen sein?) aufnehmen. Die fehlende Taille und die Kastenform funktionieren bei mir nicht. Nicht nur von vorne, auch von der Seite sah das Ergebnis alles andere als schön aus. Ich habe dann nach und nach von den Seiten etwas weggenommen und schließlich auch die angeschnittenen Ärmel beinahe vollständig abgeschnitten. Denn, soviel habe ich gelernt, angeschnittene Ärmel stehen mir überhaupt nicht. Die Faltenlösung am Halsausschnitt gefällt mir sehr, von der übrigen Form ist nicht viel geblieben. Behalten habe ich den mißmutigen Blick, der sich wohl auf dem steinigen Pfade eingeschlichen hat. Trotzdem bin ich stolz, jenen Weg diesmal bis zu Ende gegangen zu sein. Immer wieder geändert zu haben, wo es nötig war und schließlich zufrieden zu sein. Aber das war Ehrensache, denn ich habe für das Shirt jene XXL-Hose zerschnitten, welche extra in Indien für mich angeschafft worden war, mir aber einfach nicht passen wollte ;-) Die Farbe geht noch etwas mehr Richtung fuchsia, ließ sich aber auf dem Bild nicht einfangen und ist mir auch nichts für jeden Tag. Aber mit guter Laune und gesundem Teint sollte es funktionieren. Auch wenn es heute mit einem freundlicheren Bild nicht recht klappen mag, fühlt Euch mit einem Lächeln beschenkt und habt einen schönen Tag! Was die anderen Damen tragen, gibt es hier (beim MeMadeMittwoch) zu sehen... 


23.04.2013

Groß wird klein. Kleiderrecycling. Me Made Mittwoch.

Endlich, es ist Frühling. Und endlich habe ich jenes Teil meiner Altkleidersammlung angeschnitten, welches ich schon einen ganzen Winter lang immer wieder sehnsüchtig gestreichelt habe. Das XXL-Shirt war im letzten Herbst in einem SecondHandLaden in meine Hände gewandert. Der (Viskose-?) Jersey ist ganz weich und dünn, fühlt sich trotzdem nicht künstlich an und ist, so scheint mir, von sehr guter Qualität. Während sämtliche Etiketten vom Waschen schon ganz verblichen und unlesbar waren (schade, ich hätte die genaue Zusammensetzung gern erfahren), sieht man dem Stoff keinerlei Ermüdungserscheinungen an. Ein paar Mal war ich schon drauf und dran, das Shirt für die Tochter anzuschneiden. Der tiefe Ausschnitt und die Pololeiste waren aber bei jedem Versuch, etwas Kindliches daraus zu machen, im Weg und so wartete das Shirt weiter auf seinen Moment. Nun habe ich es passend gemacht. Für mich. Als grobe Vorlage diente mir ein Kaufshirt. Bei den Ärmeln musste ich improvisieren und einfach mal wieder mutig nach Gefühl zuschneiden. Im Gegensatz zu sonst hat es diesmal gut geklappt. Möglicherweise stellt sich ja mit wachsender Näherfahrung doch noch ein verlässliches Gespür dafür ein, was machbar ist und was nicht... ? Dazu trage ich einen Rock (und eine Kaufhose), den ich schon im letzten Sommer recyclet habe. Das ungeliebte Ausgangsmaterial endete seinerzeit irgendwo zwischen Knien und Knöcheln und wurde mir gekürzt und mit einem (gut versteckten rotweißen Ringel-) Bündchen versehen zum guten Freund. Nun kann es doch bitte gerne Frühling bleiben... 


Was tragen die anderen Damen bei diesem Wetter? Folgt mir gerne hier entlang... 

22.04.2013

12tel Blick

Ein Jahr. 12 Monate. Zwölf Fotos. Immer aus der gleichen Perspektive.
Tabea hatte die Idee und stellt monatlich ein vielfältiges Album zur Verfügung.

Hier schon einmal bejubelt, können wir in diesem Monat voller Freude die ersten Kopffüßler vorstellen. Auch dieser Entwicklungsschritt hat mich wieder völlig überrascht und kam sehr plötzlich. Haben wir uns im März noch an ebenso unerwartet auftauchenden Ostereiern und Linien innerhalb von Kreisen gefreut, entstehen nun einen Monat später ganze Horden von Eierköpfen mit inzwischen doch überwiegend zwei Beinen, Armen, Füßen, Augen, Nase und Mund. Seit ein paar Tagen allerdings soll am Ende immer noch der Name drauf. Das erledigt das Mädchen natürlich höchstselbst, indem es große Teile der Zeichnung wieder unter Krikelkrakel verschwinden lässt...


Hier nocheinmal alles bisher Geschehene im Überblick. Ein Klick auf's Datum führt zum jeweiligen Post. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten 12tel Blick und bin sehr gespannt, was mir die junge Dame in der Zwischenzeit auf's Papier zaubert...

                                                                                       6. Januar      2. Februar
                                                                                      15. März       6. April

Alle Blicke im April sammelt Tabea ein. 

12.04.2013

12 von 12 im Frühling

Weil es draußen dank ergiebiger Regengüsse noch immer nicht recht klappen will mit dem Frühling, stehen meine Zwölfe heute ganz im Zeichen der Frühlingspost. Frohlockend. Vielleicht hilft es ja... Von links nach rechts, von oben nach unten: 1. Mit Farben spielen. 2. Drucken und den Kameraakku verfluchen. Gestern. 3. Heute mit neuem Mut und vollem Akku fortfahren: Zerschneiden. 4. Beschriften. 5. Eine Stecknadel in Farbe tauchen. 6. Und Blümchen tupfen. 7. Einen Stempel bestücken. 8. Und aufs Papier drücken. 9. Stapel bauen. 10. Pinseln. 11. Und nochmal tupfen. 12. Briefmarken drauf und ab damit zur Post...
Mehr 12 vom Tage sammelt Caro. Die Frühlingspoststelle ist bei Michaela

Den Frühling drucken

Wäre nicht ausgerechnet nach dieser Momentaufnahme der Kameraakku leer gewesen, ich hätte Euch gern noch mehr vom Enstehungsprozeß meiner Frühlingspost gezeigt. So bleiben zu sehen nur der Farbtopf und jene Fliesenabschnitte, auf die nach einiger Rührerei ein Frühlingsgrün wanderte. Erst kleckernd dann klotzend. Ein paar Druckvorgänge später waren die Karten für die Frühlingspost begrünt und ich voller Erinnerungen an einen wunderbaren Druckabend bis spät in die Nacht bei meiner lieben Frau Mama...  

Die Frühlingspost ist eine Idee von Michaela und Tabea. Mehr zu sehen gibt es hier

22.03.2013

Zitronen - Osterei. DIY.

Nach meiner kürzlichen Zitroneneierfahrung und lockenden Rufen von Annettes Ostereiern habe ich den Faden noch ein wenig weiter gesponnen. Das Ergebnis ist vielleicht noch keine ausgereifte Schönheit, aber vielleicht lässt sich darauf aufbauen: ob es wohl auch mit Schwimmreifen wie bei Ulmas wunderschönen Hibiskuseiern funktioniert? Auf dem ersten Bilde nimmt das Ei ein Bad in Zitronensaft. Essig müsste sich ebenso eignen, riecht aber nicht so gut. Ein paar Minuten des Wartens und es bilden sich Bläschen an der Schale und die braune Farbe lässt sich abwischen. Der Rest ist selbsterklärend... Euch einen guten Start ins Wochenende! Wir pflegen weiter unsere geplagten Bäuche und hoffen, dass Geburtstagskuchen eine gute Idee ist...



19.03.2013

Römö, ein Schuft. Me made Mittwoch.

Geplant war ein Rock nach dem Schnittmuster Römö von Farbenmix. Mit einem Reißverschluß in der hinteren Mitte, um die klassischen Beulen an der Seite zu umgehen. Fast ganz nach Plan und ohne große Experimente. Weil es im Schnittmuster genau so vorgeschlagen wird, habe ich mich bei der Größenwahl an jener Weite orientiert, auf der der Rock dann später auch sitzen sollte. Bei mir liegt dieser Wohlfühpunkt irgendwo fern der Taille und nah der Hüfte. Zuzuschneiden war nach dieser Rechnung Größe L und natürlich hat das vorne und hinten nicht gepasst, am schlimmsten saß und beulte er aber an den Seiten. Dort sind auf Vorder- und Rückseite Abnäher vorgesehen. Auch mehrmaliges Begradigen und Verkleinern der Seitennähte brachte keine Verbesserung, so dass ich dem Vorschlag meiner lieben Nähfee gefolgt bin und den Rock über den Abnähern abgeschnitten habe, um einen Jerseybund oben anzusetzen. Nun ist Römö für mich tragbar. Allerdings müsste ich mir noch einen Unterrock nähen, alternativ auf eine strumpfhosenfreie Zeit warten. Der Stoff ist leider auch recht steif und fällt nicht so schön, wie ich mir das erhofft hatte. Nach all dem Nähfrust bin ich also erstmal nur mäßig Freund mit dem neuen Röckchen und möchte ihm deswegen vorerst auch keine aufgesetzten Taschen mehr anbieten. Einen kleinen Applaus verdient aber die vordere Mittelnaht, in der die schmalen Streifen so brav aufeinander treffen. Wenigstens etwas. Euch einen schönen Mittwoch! 

Mehr Me Mades versammeln sich wie immer hier. 

05.03.2013

Origamirock. Me made Mittwoch.

Von Steffis Origamirock sehr angetan, ist auch hier ein Exemplar entstanden. Ins Farbkonzept passend. Rot weiß gestreift und wieder mit abgesetztem doppeltem Saum. Das erspart mir den Ärger mit der Zwillingsnaht. Wenn man das Faltengelege im vorderen Bereich erstmal durchschaut hat, ist es bist zum fertigen Rock gar nicht mehr weit. Er ist ein echtes Wohlfühlteilchen geworden und wird bestimmt nochmal genäht. Dazu passt das Fanöshirt, welches ich nach anfänglicher Skepsis momentan tatsächlich am liebsten trage (die anderen sind hier, hier und hier). Und was tragen die anderen Damen?  Hier sind alle zu sehen... Euch einen schönen (Frühlings?) Tag!

Änderungen: doppelt gelegten Saumstreifen angesetzt

Patchwork auf Styropor. Ein Wandbild.

Nach der Renovierung des Kinderzimmers fehlt uns noch eine Wandgestaltung passend zur farbigen Malecke. Ich verwende hierfür viele kleine Styroporplatten, die als Kratz- und Bruchschutz in den Möbelkartons gelegen hatten. Mit Tapetenkleister lassen sie sich wunderbar mit Stoffresten bekleben. Den Pinsel auf den Bildern haben wir schnell zur Seite gelegt und lieber mit den Händen gematscht. Das ging viel besser und schneller, denn hier gilt: viel hilft viel, wenn sich der Stoff ohne Blasen und Falten um die Platten legen soll. Nur fotografiert es sich mit Matschehänden nicht mehr so doll. Der Kleister lässt sich ohne Probleme mit Wasser und Seife von den Händen (Kleidern, Gesicht, Haaren und Tisch) entfernen. Wer schlau ist, rührt mit warmem Wasser an und hat dann beim Werkeln nicht so schnell kalte Hände. Die Stoffstücke habe ich mit einer Zickzackschere geschnitten, um sie vor dem Ausfransen zu schützen. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass das ohnehin durch den Kleister vermieden wird. Oder dass ein Ausfransen am Ende gar nicht so schlecht sondern sogar spannend aussähe? So ich denn heute endlich den seit Tagen vermissten Hammer wiederfinde, gäbe es später am Tage noch ein Zeugnis des fertigen Werkes, welches eigentlich nur noch an die weiße Wand über dem Hochbett (hiermit zugedeckt) wandern muß... Mehr Upcycling sammelt Nina, mehr Einblicke in Kreativzimmer (hier Küchentisch) Anke. Euch einen schönen (Frühlings-) Dienstag! 


EDIT: der Hammer bleibt auch nach intensiver Suche weiterhin verschollen, ebenso die Wasserwaage. Wir haben uns mit Posterstrips und Augenmaß beholfen und sind ganz zufrieden mit unserem Gemeinschaftswerk. Für ein nächstes Mal merke ich mir die Erkenntnis, dass helle Stoffe nicht dunklere überlappen sondern lieber umgekehrt... 



28.02.2013

Vor dem Frost

Seit vier Tagen der immer gleiche Ablauf: morgens aufwachen und frieren. Die Heizung ist aus, Warmwasser auch. Telefonieren und bis mittags auf den Heizungsmonteur warten. Irgendwann am Nachmittag steigt langsam wieder Wärme in die Heizkörper. Bis davon etwas in den Gliedern ankommt, ist es Abend. Und am nächsten Morgen fangen wir wieder von vorne an. Heute bin ich vorbereitet: ein neuer Pullover wird mich wärmen... 


Beim Nähen ging diesmal tatsächlich alles glatt und ich war binnen einer Stunde neu gekleidet. So dürfte das gerne öfter geschehen! In der Regel kommt es anders und dauert doch viel länger als geplant... Die Raglannähte sind (wieder) farblich abgesetzt, ich habe die Overlocknähte dort nach außen verlegt. Das ist viel leichter als eine Paspel einzunähen, hat aber eine ähnliche Kontrastwirkung. Der Sweatshirtstoff dehnt sich leider fast gar nicht, deswegen sitzt nun alles viel figurbetonter als eigentlich im Schnitt (Kanga von jolijou via Farbenmix) vorgesehen. Ich fühle mich trotzdem sehr wohl und vor allem warm... Vielleicht findet sich ja hier noch Inspiration für Schal und Mütze? Oder es kommt mal ein bißchen Warmwetter und vertreibt mir das gemeine Murmeltier aus der Heizungsanlage... Euch einen schönen (warmen) Tag!


19.02.2013

Zusammenführen. Loslassen. Me Made Mittwoch.

Ich bin wieder einen Schritt vorangekommen und nähe ausschließlich Kleidungsstücke für mich, die einander gut ergänzen und gut kombinierbar sind. Auf kleine farbliche Akzente verzichte ich dennoch nicht. Hier ziert das Shirt eine rote, außen liegende Overlocknaht. Die Säume habe ich alle zunächst doppelt gelegt und dann einfach mit der Overlock - auch in rot - versäubert. Erfreulicherweise rollt sich nichts ein und die Lösung scheint haltbar und alltagstauglich. Der Stoff ist allerdings auch recht fest und viel weniger elastisch als z.B. der Jersey von letzter Woche. Deswegen habe ich beim Tragen auch das Gefühl, das Shirt wäre zwei Nummern kleiner als gewohnt. Ich fühle mich aber trotzdem wohl darin. Der Schnitt (Fanö via Farbenmix) hat sich ja während der letzten Wochen sehr bewährt (es gab ihn bereits hier, hier, und hier ). Trotzdem brauche ich nun frischen Wind und werde wieder etwas Neues ausprobieren. Zum Shirt kombiniert habe ich jenen Rock (Amy via Farbenmix), der hier schon einmal beschrieben wurde. Inzwischen habe ich noch ein Gummiband in den hinteren Bund eingenäht, waren mir die Kitasorgen der vergangenen Wochen doch anhaltend auf den Magen geschlagen... Inzwischen klappt es aber prima. Kind scheint angekommen und Mama schafft endlich das Loslassen. Und kommt bestimmt auch bald wieder zum Nähen. Vorher wäre da aber noch jene wunderbare Inspirationsrunde bei den Me Made Mittwoch Damen zu drehen. Auf bald...

SHIRT: Fanö. Änderungen: Kellerfalte statt Kräuselung. ROCK: Amy mit angesetztem Saum und Gummizug im hinteren Bund.

13.02.2013

Fanö. Schlägt Wellen. Me made Mittwoch.

Nach Picki Langstropp landete wieder ein Shirt nach Fanö auf meinem Nähtisch. Ein weiteres Kleidungsstück aus der geplanten Basicreihe. Gut kombinierbar sollte es sein. Zum Beispiel mit dem Rock aus der letzten Woche. Das Farbschema passt ganz gut. Das Shirt leider nicht so richtig: die breiten roten Abschlüsse schlagen hier und da Wellen oder stehen unschön ab. Sie waren eine Notlösung, weil ich das ursprünglich blaue und viel schmalere Halsbündchen drei Mal auftrennen musste. In der Folge war mir der Ausschnitt zu groß gewachsen, was ich mit dem breiteren Bündchen auszugleichen versuchte. Das sah so allein und wellig nicht mehr stimmig aus und brauchte ein (Wurschtel-)Pendant am unteren Saum. Die hintere Armkugel sitzt auch nicht ganz korrekt, warum auch immer. Soetwas war mir bei Fanö 1 und 2 nicht aufgefallen. Vielleicht muß ich mich erstmal vom entstandenen Nähfrust erholen und mich dann nochmal an sauberen Abschlüssen versuchen. Sind die überhaupt möglich mit solch einem breiten Bündchen? Es trägt sich aber sehr gemütlich. Ein Haus- und Hofshirt. Immerhin...


Schnitt: Fanö über Farbenmix
Änderungen: ohne Kräuselung, Ärmel und Saum verlängert.
Frust und Pannen: wie so oft, das Halsbündchen...

Zur Me Made Runde bitte hier entlang...


06.02.2013

Mühsam nährt sich. Me Made Mittwoch.

Groß waren die Pläne. So klar die Vorstellungen und so erfrischend meine Motivation. Und doch: seit der Basic-Aktion geht es nur mühsam voran mit meinen eigenen Vorhaben. Eine Fanö hier und eine Fanö dort sind entstanden. Zwei weitere liegen hier zugeschnitten. Und alle sollen sie gut kombinierbar sein. Zum Beispiel mit diesem neuen Rock. Was die überlegtere Stoff- und Farbauswahl betrifft, bin ich schon gut voran gekommen. Auch sind die letzten entstandenen Stücke voll und ganz in den Alltag integriert und werden oft getragen. Einzig das Tempo, mit dem hier auch etwas für mich entsteht, dürfte gerne noch ein gutes Stück beschleunigen. So Kind und Kita bald beste Freunde werden, sind die Erfolgsaussichten aber gar nicht mal so schlecht. In diesem Sinne, wir sehen einander bald wieder. Im Kreise der Me Made Mittwoch Damen....

Schnitt: Amy von jolijou via Farbenmix 
Stoffe: Feincord in rot. Baumwollstoff in dunkelblau. Die Tascheninnenseiten aus rotem Vichykaro.

17.01.2013

Bille fährt Bahn


Bahnfahrten können so kurzweilig sein, wenn man Strickzeug dabei hat. Und so unendlich lang werden, wenn ein ganzer Sack Wolle mitfährt, einzig die Nadeln aber daheim vergessen wurden. Glücklicherweise war das aber nicht die einzige Zugfahrt während der letzten Woche und so wurden die Mützen nach dem neuen Strickmuster Bille von timtomdesign doch noch auf Reisen fertig. Die rote Kindermütze musste zwar wegen des fehlenden Dickkopfs einiges der eigentlich vorgesehenen Beanieform einbüßen. Und auch meine Version ist ein wenig flacher gehalten als im Strickmuster vorgesehen. Wir mögen die beiden Modelle trotzdem sehr gerne und ich habe im Zuge der Strickerei nun auch verstehen dürfen, warum man eine Maschenprobe macht. Oder besser noch: was man aus ihr dann für Schlüsse zieht...! Ist diese Hürde erst einmal genommen, strickt sich die Mütze ohne Komplikationen von der Hand auf den Kopf. Und passt. Hoffentlich bleibt es noch ein bißchen kalt... auch wenn die Marienkäfer schon leise vom Sommer flüstern.


14.01.2013

Unvollendet. Pläne schmieden.


Hocherfreut und ziemlich erleichtert durfte ich feststellen, dass Miss Margerite heute "nur" einen Schlachtplan braucht. Ergebnisse sind nach der Vorstellung vom letzten Montag nämlich noch Mangelware. Dabei hatte ich gleich am Dienstag hochmotiviert damit begonnen, das Kinde frisch zu beschuhen. Leider hat das Ledernähen zunächst überhaupt nicht funktioniert, sodass ich mein Vorhaben gleich wieder verschieben musste. Dank Eurer zahlreichen Tipps und einer Ledernadelspende aus dem Hause Augusthimmel, die einen Tag später ganz überraschend in meinem Briefkasten lag, hat es am Ende doch noch geklappt: das Ledernähen. Fertig sind die Schuhe trotzdem nicht. Zeit, wann kommst Du? Bald... Wenn sie denn da ist, werde ich nach und nach fertigstellen. Und zwar alles. Erst die Schuhe. Dann die Geschenke. Dann die Jacke für's Kind. So der Plan. Zur Belohnung gibt es am Ende hoffentlich freie Sicht auf die nächsten Projekte. Oder auf jene, die noch unter den hier genannten UFOs liegen? Ich würde das mal davon abhängig machen wollen, wie steinig und holprig sich der Weg zur Vollendung weiterhin gestaltet... Was die anderen Damen für Angriffspläne schmieden, sammelt Miss Margerite ein.


07.01.2013

Unvollendet

Mit altem Ballast ins neue Jahr zu starten, fühlt sich nicht besonders gut an. In kleinen Schritten sortiere ich seit Tagen Stoffe, Schnittmuster und auch einiges, was eigentlich nichts mit Nähleidenschaften zu tun hat, mir aber den Raum für's Kreativsein nimmt. Weil ich im Zuge dessen schon so viel Schönes wiederentdeckt habe und ich mich guten Gewissens von Dingen trennen kann, von deren Besitz ich gar nichts mehr wusste, soll nun auch die Ecke mit unvollendeten Nähprojekten unter meine Fittiche. Miss Margerite ruft dieser Tage zum UFO-Angriff (UFO = unfertiges Objekt). Die Einladung nehme ich als Motivationsschubser gerne an und zeige Euch einen Blick auf das, was ich bei meinen neuerlichen Sortierungen gefunden habe... 


Den Anfang macht die schon lang geplante Freizeitjacke. Teile von ihr wurden seinerzeit von der Nähmaschine gefressen und daraufhin mit dem ganzen Rest entnervt in die UFO-Ecke verbannt. Inzwischen ist eine Overlock hier eingezogen, es sollte also ein Leichtes sein? Mir fehlt allerdings auch noch die zündende Idee für ein schönes Detail. So ganz schlicht in gelb und petrol mag ich sie doch nicht haben, Prinzessinnen und Glitzer soll es hier aber bis auf Weiteres auch nicht geben. Wenigstens habe ich auf dem Flohmarkt inzwischen einen passenden RV in petrol gefunden, das gäbe auf der sonst ganz gelben Vorderseite ja schon einen kleinen Kontrast und Hingucker. 


Ein noch ganz frisches unvollendetes Projekt sind diese Puschen. Die Hausschuhe drücken schon fast am großen Zeh und wir brauchen dringend Nachschub. Doch inzwischen liegt der Zuschnitt auch schon eine Woche auf dem Stapel und wird von anderen Nähprojekten einfach überholt. 


Ein inzwischen schon fast in die Jahre gekommenenes Projekt ist mein liebster Rock, der den Motten zum Opfer gefallen ist. Trotz so vieler Tipps und gutem Zureden konnte ich mich noch nicht aufraffen, den Löchern zu Leibe zu rücken. Es fehlt ein farblich passender Faden oder eben die zündende Idee zum Beflicken. Vielleicht auch der Entschluß, ihn zu recyclen, weil ich mich einfach mit keiner Idee zur Änderung so richtig anfreunden kann. 


In den Ufohimmel heben muß ich ein Projekt, welches bereits zwei Mal gescheitert ist. Der wunderbare Wildspitz will einfach nicht warm mit mir werden: Das erste Malheur schob ich noch auf unsauberes Nähen meinerseits. Nach dem zweiten Fehlschlag muß ich wohl akzeptieren, dass das Rolltuch als Stoff für diesen Schnitt einfach nicht geeignet ist, weil es viel zu starr und eigen ist. Der dritte Wildspitz muß aus vielerlei Gründen unbedingt gelingen: er muß mein sehr gekränktes Ehrgefühl retten, er soll Dodo endlich jenes schöne Probenähergebnis zeigen, welches ich ihr seinerzeit gerne abgeliefert hätte UND er ist seit Weihnachten eigentlich schon verschenkt. Eile ist also geboten. Auch wenn jenes Projekt in seiner neuerlichen Variante noch nicht einmal zugeschnitten ist, hat es für mich UFO-Status. Denn es blockiert im  Kopfe meine weiteren Vorhaben. Ebenso wie das folgende Projekt...


Verschenkt ist nämlich auch jener Rock, für den ich immerhin schon den gewünschten Schnitt kopiert habe. Nur um dann festzustellen, dass der Stoff nicht reicht. Es gilt also, ein einfaches, nicht auftragendes Schnittmuster zu finden, welches mit einem Meter Stoff auskommt. Tipps sind gerne willkommen und würden dank der ersparten Recherchezeit bestimmt den Puschen zugute kommen :-)...

Das soll es an UFOs erstmal gewesen sein. Hier liegen tatsächlich noch ein paar Zuschnitte mehr, aber ich will meinen frisch entflammten Ehrgeiz nicht gleich zu Beginn mit Überforderung lähmen. Der Januar bietet nur wenige freie Nähzeitfenster, da ist es wohl besser, realistisch zu bleiben. Das hier gezeigte UFO-Gebirge ist mir also hoch genug gewachsen und ich weiß nicht, ob ich es tatsächlich in dem gesteckten Zeitraum bezwingen werde. Trotzdem streife ich gerne über jene Berge, die sich heute bei Miss Margerite auftürmen und während der nächsten Wochenende im besten Falle - erfolgreich abgetragen -  Platz für Neues machen sollen.  




02.01.2013

Mein Liebstes. Me Made Mittwoch.

In den vergangenen Monaten wurde viel genäht. (Hier entlang zum Jahresrückblick). Manches wurde oft getragen. Einiges auch nicht. Die Tendenz zeigte zum Jahresende aber vielversprechend in die richtige Richtung und ich freue mich sehr auf ein weiteres Jahr mit dem Me Made Mittwoch mit seinen wunderbaren Gastgeberdamen und den vielen, stets bunten Gästen. Trotz einiger Fehltritte im vergangenen Nähjahr gibt es doch ein Kleidungsstück, welches ich rauf und runter getragen habe, solange die Temperaturen es eben zuliessen. Am dänischen Strand, im heimischen Park, am See, am Fluß, in der Stadt, auf dem Land, daheim und in der Ferne - mein Liebstes: 

Schnitt: Mayla von Frau Liebstes
Änderungen: vorne eingefügte Kellerfalte, unten einige cm verlängert
Stoff: Kleiderrecycling


Noch mehr Lieblingskleidungsstücke aus 2012 gibt es hier zu sehen.

31.12.2012

Wenn Wünsche schwimmen lernen - 2013 ahoi!

Während der letzten Wochen habe ich mit großer Begeisterung immer wieder von Caros Märchennüssen probiert (inzwischen sind sie zu Wunschnüssen geworden). Aber auch einige echte Nüsse haben wir hier in der Weihnachtszeit geknackt und immer wieder ein paar unversehrte Schalen auf die Seite gelegt. Bei Katja las ich kürzlich von Ihrem Vorhaben, die Nüsse mit Wünschen bespickt zur See zu schicken. Die Idee fand ich so schön, dass ich sie heute mit dem kleinen Mädchen verwirklicht habe. Dazu haben wir zunächst ein kleines Papierdreieck mit Wünschen beschrieben, bemalt, einmal gefalten und dieses dann - gleich einem Segel - auf ein Streichholz gesteckt. Die Nußschalen habe ich etwa zur Hälfte mit flüssigem Wachs aus den Adventskerzen befüllt. Dorthinein wird sogleich das Segel gesetzt und so lange still gehalten, bis sich das Wachs verfestigt. Das dauert auf so kleinem Raum mit ein bißchen Gepuste nur wenige Sekunden. Bevor es zur See ging, gab es für alle Schiffchen eine kleine Testfahrt in einer heimischen Wasserschüssel. Eventuelle Schlagseiten konnten wir durch ein Drehen des Segels so noch gut ausgleichen. 


Kind und ich waren ganz verzaubert und so werden wir zum nächsten Jahreswechsel bestimmt wieder ein paar Schiffchen auf die Reise schicken. Vielleicht geht ja sogar der eine oder andere Wunsch in Erfüllung? Viele Ideen, wie sich Weihnachtliches noch wunderbar recyclen lässt, gibt es übrigens dieser Tage bei Caro zu sehen. Habt einen schönen Silvesterabend und kommt gut ins neue Jahr! Wir lassen es ganz ruhig angehen und konzentrieren uns lieber auf ein ausgeschlafenes und üppiges Neujahrsfrühstück. Die ersten Begegnungen mit Silvesterknallern während unseres Gangs zum Wunschschiffhafen lassen allerdings vermuten, dass ich wohl die halbe Nacht ein ängstliches Kinde beruhigen werde... Guten Rutsch!

30.12.2012

Best of DIY 2012. Ein Jahresrückblick.

Das Jahr 2012 ist beinahe verstrichen. Was ist eigentlich in den letzten Monaten alles durch meine Hände entstanden? Was hat sich bewährt? Was lasse ich im nächsten Jahr vielleicht lieber bleiben? 

Auf jeden Fall wird weiterhin genäht. Zu lang sind noch die Listen an Ideen, zu viel noch ist da an ungenutztem Potential in Maschinen und mir - es bleibt mir also weiterhin eine der größten Freuden, mit Stoffen und Schnitten zu jonglieren. Einen festen Platz wird auf jeden Fall weiterhin der Upcyclinggedanke haben. Mit wachsendem Kinde wird es wohl zunehmend schwieriger werden, Schönes und Tragbares zu zaubern. Ein paar Hemdsärmel ergeben leider schon seit ein paar Monaten keine Hose mehr und ob im nächsten Sommer ein Hemd noch für ein Kleid reicht, ist fraglich. Versetzt mich aber ob der wachsenden Herausforderung auch in eine leise Vorfreude auf die nächste Herrenhemdrecyclingsaison. 


Seit ich mir im Rahmen der Basicaktion (mehr dazu bei Catrin) Gedanken über meine Kleider gemacht habe, zeichnen sich die ersten Fortschritte ab: Meine letzten drei Me Mades (Kanga und Fanö) liegen ganz vorn im Kleiderschrank und sind tatsächlich gern getragene Alltagsgarderobe. Einen nicht unwesentlichen Anteil hat daran gewiss auch die kürzliche Anschaffung der Overlockmaschine. Vieles geht mir damit nun wesentlich leichter von der Hand. So darf es im neuen Jahr gerne weitergehen. 

  
Hin und wieder brauchte ich im letzten Jahr aber auch Abwechslung vom Garderobe nähen. So  habe ich mich ein wenig im Stoffdruck geübt. Außerdem haben wir ich Spitzwegerichöl gebraut und damit einen ganzen Sommer lang sämtliche Wehwehchen des Kindes verarztet. Und auch sonst drehten sich natürlich viele DIY-Projekte um die Welt des kleinen Erdenbürgers: das Memory raubte mir seinerzeit den letzten Nerv und ist mir dabei so ans Herz gewachsen. Die  Fühlkissen werden eifrig bei der Tagesmutter bespielt und die kleinen wie auch die großen Puppenspielgefährten haben wir ebenso bedacht. Zwischendurch waren wir Gäste einer famosen Hasenjagd (mehr bei Mond) und zuletzt hatte mir die Adventspost (mehr bei Tabea) in der Vorweihnachtszeit täglich ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Seit einigen Wochen warten wir nun auf eisigere Temperaturen, um das Windspiel aus Eis nochmal aus dem Gefrierschrank holen zu können.


Ich blicke zurück auf ein sehr schönes, erstes Bloggerjahr. Zu sehen, dass neben allen Inspirationen und so herzlich gewachsenen Kontakten auch noch so viel Greifbares entstanden ist, macht mich dankbar, sehr zufrieden und auch ein wenig stolz. Erwartungsfroh begrüße ich das Neue Jahr und freue mich, wenn Ihr mich weiterhin begleitet. In diesem Sinne, einen guten Rutsch und Alles Gute für 2013, Marja. 

Mehr DIY- Jahresrückblicke versammeln sich dieser Tage in Hülle und Fülle bei Caro!




22.12.2012

Eiszeit

Wir sind müde. Kränkelnd. Erschöpft. Die Speicherkarte der Kamera ist verschollen (mein liebes Kind, wo hast Du sie versteckt...?!) dabei würde ich Euch vor den herbeigesehnten Feiertagen so gerne noch an meiner wundervollen Post teilhaben lassen, die mich so aufmunternd durch die letzte Woche getragen hat...  Die tägliche Adventspost, ein Rehgewinn und völlig unerwartete Herzensgrüße haben mich sehr gerührt! Vielen lieben Dank! Hier bleibt es über Weihnachten erstmal still. Und eisig:


Für den solebich Adventskalender habe ich eine kleine Eiszeit hinter das 23. Türchen zaubern dürfen. Was da so filigran im Kerzenschein leuchtet, ist mit ganz wenig Aufwand gemacht, hält allenfalls zu Geduld und Ruhe an und läutet so vielleicht auch bei einem von Euch jene willkommene Auszeit über die Feiertage ein... Wie es funktioniert, erfahrt Ihr hier

Ich wünsche Euch besinnliche und fröhliche Weihnachtstage im Kreise Eurer Liebsten. 
Herzlich, Eure Marja