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04.09.2014

Sommerpost 2014

Schon viele Runden bin ich mit Freuden dabei, zuletzt hatte ich wegen des Umzugs pausieren müssen, nun konnte ich wieder Teil der wunderbaren Sommerpostreihe sein. Sechs Büchlein sollten entstehen, fünf wandern weiter, eines bleibt bei mir und wird vervollständigt von den Exemplaren der anderen fünf Damen aus meiner Gruppe. Obwohl ich so neugierig auf's Bücherbinden und seine Techniken war, hielt ich mich am Ende doch fern davon. Meine Bindung ist mit der Maschine genäht und hält hoffentlich auch... Neulich sah ich liebe Menschen mit Sommerblüten malen, ein gelber Blütenkreis ist nun auch in jedes Büchlein gewandert. Dazu ein mehr oder weniger aus der Form geratener Farbkreis, den ich mit Walze und Schablone auf die Deckpappen aufgebracht habe, hier und da hat sich auch noch ein Blütenblatt darauf verirrt. Das Büchlein ist dreiteilig, ähnlich einem Leporello gegliedert und auch von beiden Seiten zu öffnen. Die eine birgt ein kleines Heftchen, die andere zwei Fächer zur Aufbewahrung von losen Zetteln. Den unendlichen Weiten des Internets derzeit oft fern bleibend, fand ich Inspirationen in der Bibliothek meiner werten Mama. Dort stand das Buch "Creating handmade books" von Alisa Golden (blog) und ich bekam die zündende Idee für mein Sommerbüchlein. Als Inspirationsquelle böte das Buch noch Raum für eine ganze Bibliothek an selbst Gebundenem. Vier Sommerpostbücher sind nun schon hier, zwei werden noch folgen. Welche Freude, es könnte doch immer Sommer bleiben... 



Frühlings-, Advents- und Sommerpost: Tabea und Michaela erdenken immer wieder Neues und Meike ist in diesem Sommer die Gastgeberin. Habt Dank dafür! 

05.12.2013

Dämmerung. Behagen. Adventspost.

Heute müssten hoffentlich alle angekommen sein. Meine Adventspostbriefmarken. (Falls nicht, dann schaut nicht weiter, wenn ihr noch überrascht werden wollt...) Packt meine Tochter derzeit jeden Morgen eine kleine Adventskalenderüberraschung aus, freue ich mich (wie schon im letzten Jahr) über tägliche Post im Briefkasten. Die Entstehung der Marken zu den Themen Dämmerung und Behagen ging mir in diesem Jahr tatsächlich wunderbar leicht von der Hand. Was nicht heißt, dass es schnell ging, denn 23 Umschläge müssen erst einmal beschriftet werden... Aber Zeit verliert ja während eines Flows glücklicherweise völlig an Bedeutung. Der dämmrige Druck, den ich für die Marken in viele kleine Teile schnitt, entstand einst des Nachts, als ich mich bei meiner lieben Mama wohl in einen Rausch druckte. Ich hörte erst wieder auf, als der (ziemlich grosse) Wohnzimmerfussboden keine Fläche mehr zum Trocknen der Papiere bot und die Morgendämmerung schon nahe war... Der behagliche Farbklecks wurde hier vor ein paar Tagen schon gepriesen und nun freue ich mich außerordentlich entspannt auf die mir noch verbleibenden Briefkastengänge bis zum 24. Dezember! 

AdventskalenderAdventspost
Einen herzlichen Dank an die Mailartköniginnen Tabea und Michaela! Viele Marken und Entstehungsprozesse sammeln sich in dieser wunderschönen Adventspostliste.

28.11.2013

Piratengeburtstag

Für einen kleinen Piratenfan und eines von drei Geburtstagskindern (edit: vier!) von heute: meine erste Begegnung mit Freezerpapier. Piraten ausgedruckt, mit einem Skalpell ausgeschnitten, auf schwarzen Stoff gebügelt, mit Stoffmalfarbe für dunkle Textilien bedruckt. Freezerpapier abgezogen, Farbe mit dem Bügeleisen fixiert und ein kleines Täschchen genäht. Die sauber heraus getrennten Freezerpapierpiraten haben ihren Platz auf der Geschenkverpackung gefunden... Allen Geburtstagskindern von heute einen schönen Tag und dem jüngsten, erst wenige Stunden kleinen Mädchen einen guten Start ins Leben!

Freezerpapier gibt es z.B. bei Catrin im Stoffbüro. Ganz eilige finden bei Aennie eine tolle Alternative. 

20.11.2013

12tel Blick

Ein Jahr. 12 Monate. Zwölf Fotos. Immer aus der gleichen Perspektive.
Tabea Heinicker hatte die Idee und stellt monatlich ein vielfältiges Album zur Verfügung. 

Seid gegrüßt, liebe 12telBlickfreunde. Verzeiht, wir haben Euch im Oktober warten lassen, deswegen wird es heute etwas umfangreicher. Denn gemalt wurde trotzdem im Hause Spielpause. Am liebsten mit vollem Einsatz, mit Haut und Haar... In der Kita wird derzeit viel gemalt und gebastelt. Einiges klingt im Kinde so lange nach, dass wir es zu hause unbedingt wiederholen müssen. Im Herbst entstanden einige Bäume mit bunten Blättern und vielen schmutzigen Ärmeln, die man wunderbar waschen kann. Schmunzeln muss ich immer wieder darüber, dass das Kinde stets leidenschaftlich gerne Hände und Arme für einen Druck bepinselt, dieses Gefühl aber offenbar eigentlich nicht so gerne hat, denn hernach wird alles umgehend wieder abgewaschen. Nur, um anschliessend doch wieder alles einzufärben. Dieser Vorgang hat sich hier zu Spitzenzeiten fünf, sechs Mal wiederholt. Gut, dass zwischendurch nicht jedes Mal auch noch ein neues Shirt an den Leib musste. 

Der Druckarm...
Das Blattwerk...
Die Vorlage aus der Kita...

Im November muss es wieder ein paar unglückliche Meinungen über die kindlichen Malkünste in der Kita gegeben haben. "Das ist doch alles nur Krikelkrakel. Hihi. Haha. Höhö." Das Mädchen, inzwischen drei Jahre und zehn Monate jung,  hört trotzdem nicht auf zu malen, aber ich bemerke hier und da sehr wohl jene "KannIchDochNicht-Haltung". Das ist nicht immer ganz einfach aufzulösen, aber ich bin zuversichtlich, dass das Geschwätz der anderen die Lust am Malen und Basteln nicht nachhaltig wird bremsen können. 
Die Tage werden wieder kürzer, die Drinnenzeit länger und immer öfter landen neben Stiften und Farben nun auch andere Utensilien auf dem Tisch. Ein großer Eimer Playmais ist eingezogen und hat uns schon viel Freude gemacht. Ein wenig Glitzerliebe ist aus der Kita herüber geschwappt. Die Schere ist immer dabei und schneidet zu meinem Verblüffen wie aus dem Nichts sehr säuberlich an Linien entlang. Der erste Name ist (ab-)geschrieben und der Pinzettengriff wird wieder neu erlernt. Wer genau hinschaut, ahnt, dass am selben Tische wohl auf der gegenüberliegenden Mamaseite schon für die diesjährige Adventspost gewerkelt wurde. Ein Monat bleibt uns noch für die grosse Bastellust, dann haben wir ein Jahr lang monatlich auf unseren Maltisch geschaut und immer wieder Neuigkeiten entdeckt. Den Blick führen wir gerne weiter, zu spannend sind die kleinen und großen Schritte nach vorn. Und zu schön auch der Blick zurück... Mehr Blicke nach vorn, nach unten, oben oder hinten sammeln sich ab heute wieder bei Tabea.


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  22. September/ Oktober/November

10.09.2013

Sommer. Flirrend. Federleicht. Schachtelig.

Seit Wochen erreicht mich in regelmäßigen Abständen wirklich zauberhafte Post in Streichholzschachteln. Für mich und meine Tochter ist es schon ein wunderschönes Ritual geworden, jeden Umschlag gemeinsam zu öffnen und die Schachteln samt der schönen Zeilen dazu zu erkunden. Viele Ideen habe ich lange mit mir durch den Sommer getragen, bevor ich am Ende doch etwas ganz anderes umsetzte. Die Papiere habe ich mit einer Walze und Farben bearbeitet, bis sie dem flirrenden Sonnenlicht ähnlich waren. Da ich mich kaum für einen Lieblingssommerort entscheiden konnte, sind mehrere Stempel hinein gewandert, außerdem noch eine Feder. Dazu gab es für jede Schachtel folgende Zeilen: Mein Sommer war in diesem Jahr an vielen Orten so wunderschön, dass ich meinen Lieblingsort immer wieder woanders fand. Nämlich immer dort, wo ich mich unter flirrendem Sonnenlicht federleicht fühlte... Ich hoffe, jede meiner Schachteln hat inzwischen den Weg in ihr neues Zuhause gefunden. Am Ende des Monats werde ich die gesammelten Sommerschachtelwerke hier zeigen und bestimmt sehr traurig sein, weil mein Briefkasten kaum mehr in dieser Regelmäßigkeit solche Schätze beherbergen wird... 

Die Sommermailart ist eine Idee von Tabea, Michaela und Mond. Alle Schachteln und deren Entstehungsgeschichten versammeln sich hier. Mehr kreative Dienstagsprojekte finden sich bei Anke

12.04.2013

12 von 12 im Frühling

Weil es draußen dank ergiebiger Regengüsse noch immer nicht recht klappen will mit dem Frühling, stehen meine Zwölfe heute ganz im Zeichen der Frühlingspost. Frohlockend. Vielleicht hilft es ja... Von links nach rechts, von oben nach unten: 1. Mit Farben spielen. 2. Drucken und den Kameraakku verfluchen. Gestern. 3. Heute mit neuem Mut und vollem Akku fortfahren: Zerschneiden. 4. Beschriften. 5. Eine Stecknadel in Farbe tauchen. 6. Und Blümchen tupfen. 7. Einen Stempel bestücken. 8. Und aufs Papier drücken. 9. Stapel bauen. 10. Pinseln. 11. Und nochmal tupfen. 12. Briefmarken drauf und ab damit zur Post...
Mehr 12 vom Tage sammelt Caro. Die Frühlingspoststelle ist bei Michaela

Den Frühling drucken

Wäre nicht ausgerechnet nach dieser Momentaufnahme der Kameraakku leer gewesen, ich hätte Euch gern noch mehr vom Enstehungsprozeß meiner Frühlingspost gezeigt. So bleiben zu sehen nur der Farbtopf und jene Fliesenabschnitte, auf die nach einiger Rührerei ein Frühlingsgrün wanderte. Erst kleckernd dann klotzend. Ein paar Druckvorgänge später waren die Karten für die Frühlingspost begrünt und ich voller Erinnerungen an einen wunderbaren Druckabend bis spät in die Nacht bei meiner lieben Frau Mama...  

Die Frühlingspost ist eine Idee von Michaela und Tabea. Mehr zu sehen gibt es hier

30.12.2012

Best of DIY 2012. Ein Jahresrückblick.

Das Jahr 2012 ist beinahe verstrichen. Was ist eigentlich in den letzten Monaten alles durch meine Hände entstanden? Was hat sich bewährt? Was lasse ich im nächsten Jahr vielleicht lieber bleiben? 

Auf jeden Fall wird weiterhin genäht. Zu lang sind noch die Listen an Ideen, zu viel noch ist da an ungenutztem Potential in Maschinen und mir - es bleibt mir also weiterhin eine der größten Freuden, mit Stoffen und Schnitten zu jonglieren. Einen festen Platz wird auf jeden Fall weiterhin der Upcyclinggedanke haben. Mit wachsendem Kinde wird es wohl zunehmend schwieriger werden, Schönes und Tragbares zu zaubern. Ein paar Hemdsärmel ergeben leider schon seit ein paar Monaten keine Hose mehr und ob im nächsten Sommer ein Hemd noch für ein Kleid reicht, ist fraglich. Versetzt mich aber ob der wachsenden Herausforderung auch in eine leise Vorfreude auf die nächste Herrenhemdrecyclingsaison. 


Seit ich mir im Rahmen der Basicaktion (mehr dazu bei Catrin) Gedanken über meine Kleider gemacht habe, zeichnen sich die ersten Fortschritte ab: Meine letzten drei Me Mades (Kanga und Fanö) liegen ganz vorn im Kleiderschrank und sind tatsächlich gern getragene Alltagsgarderobe. Einen nicht unwesentlichen Anteil hat daran gewiss auch die kürzliche Anschaffung der Overlockmaschine. Vieles geht mir damit nun wesentlich leichter von der Hand. So darf es im neuen Jahr gerne weitergehen. 

  
Hin und wieder brauchte ich im letzten Jahr aber auch Abwechslung vom Garderobe nähen. So  habe ich mich ein wenig im Stoffdruck geübt. Außerdem haben wir ich Spitzwegerichöl gebraut und damit einen ganzen Sommer lang sämtliche Wehwehchen des Kindes verarztet. Und auch sonst drehten sich natürlich viele DIY-Projekte um die Welt des kleinen Erdenbürgers: das Memory raubte mir seinerzeit den letzten Nerv und ist mir dabei so ans Herz gewachsen. Die  Fühlkissen werden eifrig bei der Tagesmutter bespielt und die kleinen wie auch die großen Puppenspielgefährten haben wir ebenso bedacht. Zwischendurch waren wir Gäste einer famosen Hasenjagd (mehr bei Mond) und zuletzt hatte mir die Adventspost (mehr bei Tabea) in der Vorweihnachtszeit täglich ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Seit einigen Wochen warten wir nun auf eisigere Temperaturen, um das Windspiel aus Eis nochmal aus dem Gefrierschrank holen zu können.


Ich blicke zurück auf ein sehr schönes, erstes Bloggerjahr. Zu sehen, dass neben allen Inspirationen und so herzlich gewachsenen Kontakten auch noch so viel Greifbares entstanden ist, macht mich dankbar, sehr zufrieden und auch ein wenig stolz. Erwartungsfroh begrüße ich das Neue Jahr und freue mich, wenn Ihr mich weiterhin begleitet. In diesem Sinne, einen guten Rutsch und Alles Gute für 2013, Marja. 

Mehr DIY- Jahresrückblicke versammeln sich dieser Tage in Hülle und Fülle bei Caro!




04.12.2012

Adventspost. Angekommen?

Michaela und Tabea haben zwei wunderbare Adventskalender organisiert, gestern nun waren hoffentlich alle zu befüllenden Briefkästen mit meinem Kärtchen für den dritten Dezember versorgt. Birgits Exemplar brauchte einen zweiten Anlauf, weil ich doch tatsächlich die Briefmarke vergessen hatte... Meine Vorarbeiten gab es kürzlich schon hier und hier zu sehen, heute gibt's noch einen Blick auf das Endprodukt: 


Ich habe eine Gipsbinde in Streifen geschnitten und selbige mit Wasser auf die Kärtchen aufgebracht und gut trocknen lassen. Mit Tapetenkleister fanden schließlich die musikalischen Schneeflocken Halt. Jede singt dem Empfänger ein paar Textzeilen aus Bachs Weihnachtsoratorium. Einzig die Stempelei für den dritten Dezember war auf dem groben Untergrund nicht so möglich, wie ich mir das vorgestellt habe. Bei schätzungsweise 4/5 der Karten, mußte ich mit schwarzem Filzstift nachbessern. Meine Karte kommt im Querformat daher - wie selbstverständlich hatte sich das so ergeben. Ich hoffe, die Empfänger können sich damit arrangieren. Die gestempelten Dreien wurden von mir aber für den Fall der Fälle behutsam darauf vorbereitet, dass sie die nächsten Wochen möglicherweise auf der Seite liegend verbringen müssen - sie waren alle einverstanden... 

Mehr Post und Entstehungsprozesse gibt es bei Tabea zu sehen.

30.11.2012

Adventskalender. Last Minute.

Geschafft...: in Windeseile habe ich aus einer Linolplatte die Ziffern 0-9 geschnitzt. Damit dann 24 Butterbrottüten bedruckt und mit Kleinigkeiten befüllt. Das offene Ende mit einer breiten Zickzacknaht der Nähmaschine geschlossen und mit Kugelaufhängern an einer Schnur befestigt. Alles in allem hat es eine gute Stunde gedauert und großen Spaß gemacht. Vom schlechten Gewissen, meine eigentliche Idee aus Stoff in diesem Jahr nicht mehr verwirklicht zu haben, spüre ich nichts mehr. Trotzdem fange ich im nächsten Jahr vielleicht ein wenig früher an... 


Ich freue mich sehr auf die strahlenden Kinderaugen morgen früh! Und für Euch habe ich auch noch eine Kleinigkeit: hinter einem Türchen des Solebich-Adventskalenders verbirgt sich in diesem Jahr eine Überraschung von mir. Vorab nur so viel: es wird eisig... Morgen geht es los. Habt ein schönes Wochenende und einen gemütlichen 1. Advent!

01.11.2012

Birnen? Ja!

Nach Äpfeln hier und dort habe ich es mit Birnen versucht. Gelb gedruckt auf blauem Stoff. Und diesmal schmecken sie auch dem Töchterchen. Glück gehabt. 

Hose: Matrosenhose in 98, ottobre 01/2011. Aus Wollstoff mit Gummizug in den Hosenbeinsäumen. Gab es schon einmal hier und hier.

25.09.2012

Stoffdruck mit frischen Früchten. Upcycling Dienstag

Gestern gab es hier meine ersten gestempelten Herbstfrüchte zu sehen. Danke für Eure lieben Kommentare, nun freut mich der Anblick der Äpfel umso mehr! Wie angekündigt, habe ich mich gleich an die nächste Frucht gemacht und musste schnell feststellen, dass Äpfel keine Birnen sind... Darum an dieser Stelle ein paar kleine Tipps, vielleicht wollt Ihr es auch mal probieren: 
Ihr braucht Äpfel, Birnen oder, oder.... Dazu Stoffmalfarbe (meine ist für dunkle Textilien und trotzdem brauchte ich drei Durchgänge, bis ich genügend Farbe auf dem Stoff hatte...), einen Pinsel, ein Stück Stoff bzw. ein Kleidungsstück, Tasche oder, oder... Papier als Unter- bzw. Zwischenlage und etwas Fingerspitzengefühl. 


Die Früchte in der Mitte mit geradem Schnitt durch das Kerngehäuse teilen und etwas antrocknen lassen. Ungeduldige helfen mit einem Küchentuch nach. Meine Birne war sehr saftig und nahm deswegen eine Weile so gut wie keine Farbe an! Auch deswegen rate ich unbedingt zu einem Druck auf einem Probestück. Dafür mit dem Pinsel gleichmäßig die Farbe auftragen und die Frucht auf den Stoff drücken. Gegebenenfalls noch einmal etwas von der Frucht abschneiden, weiter trocknen lassen oder mehr oder weniger Farbe auftragen. Willst Du ein fertiges Kleidungsstück oder eine Tasche bestempeln, lege etwas Papier zwischen die Stofflagen, damit nichts durchdrückt. Überlege Dir gut, wo Du die Drucke platzieren möchtest - ich bin mit meinem Exemplar etwas unzufrieden und hätte die Stempelei lieber etwas höher. Aber einmal gedruckt, ist nichts mehr zu ändern! Das gilt auch für kleine Spritzer, Fingerabdrücke und andere Schmierereien... Ich spreche da aus Erfahrung ;-) Mit gefühlvollem Druck gelangen die Früchte schließlich auf den Stoff, anschließend nach Anleitung fixieren. In diesem Falle habe ich mich für das (dreitägige) Trocknen an der Luft entschieden, da ich den Stoff nicht ausdauernd so heiß bügeln wollte. Bestimmt geht das alles auch auf Papier oder anderen Untergründen. Dann muß es natürlich keine Stoffmalfarbe sein. Immer wieder sehe ich auch, dass mit Acrylfarbe auf Stoff gedruckt wird. Ich suche aber noch immer nach Erfahrungswerten bezüglich der häufigen Waschbarkeit? Vielleicht kann mir da jemand weiterhelfen?

Das Shirt ist (in mittlerweile lieb gewonnener Recyclingtradition) eine Zusammenführung aus einem alten Top von mir und einem Shirt aus dem Familienfundus. Nun passt es dem kleinen Mädchen und dem Herbst... Noch mehr Upcycling gibt es heute wieder bei NINA zu sehen! Und was heute außerdem noch gewerkelt wird, sammelt der creadienstag ein.



24.09.2012

Hosenherbst

Wir sind ganz verliebt. 
In den Herbst. 
Seine Farben. 
Seine Früchte. 


Vor ein paar Tagen hier entdeckt und für sehr nachahmenswert befunden, kam die Apfelstempelei nun endlich zum Einsatz. Ich bin so glücklich mit dem Ergebnis, dass schon die nächste Frucht in Produktion gegangen ist. Und dem Mädchen gefällt es. Was will ich mehr... 

Hose: Matrosenhose in 98, ottobre 01/2011. Gab es schon einmal hier und hier
Jacke: Izzy von Farbenmix. Gab es schon einmal hier und hier. 

29.08.2012

Me Made Mittwoch. Ein Rettungsversuch.

Es geht wieder los. Der Me Made Mittwoch hatte eine lange Pause und zeigt sich nun in neuem Gewand. Ich hoffe, dass ich mit meinem kleinen "pimp your shirt" Beitrag nicht gleich wieder gegen die Regeln verstoße. Nadel und Faden waren auf jeden Fall in Gebrauch. Doch fangen wir von vorne an: Das (gekaufte) Shirt hatte einen großen Fleck und auf seiner ursprünglich einmal weißen Farbe war bereits der Altersgrauschleier zu sehen. Um dem Shirt zu neuem Leben zu verhelfen, habe ich den simplicol - Farben nach gut zehn Jahren beleidigten Schmollens eine zweite Chance gegeben. Mit dem Ergebnis bin ich recht zufrieden, wenngleich dieses Shirt von marineblau nun wirklich ein gutes Stück entfernt ist. Neu war mir, dass das Färbeergebnis in der Waschmaschine wirklich wunderbar gleichmäßig wird. Nicht geändert hat sich hingegen die Tatsache, dass Flecken durch den Färbevorgang nicht verschwinden sondern in der Regel leider umso mehr hervortreten. Mit etwas Malerkrepp, einem Schwamm und Stoffmalfarbe habe ich den Übeltäter dann aber doch noch beseitigt. Zu guter Letzt kamen noch Nadel und Faden zum Einsatz. Die kleine Spielerei am Ausschnitt hat einen schönen Effekt, wie ich finde und ist ganz schnell genäht. Das werde ich in Zukunft bestimmt hier und da noch einmal ausprobieren. 


Nun bin ich gespannt, wie groß der Andrang heute im neuen Me-Made-Mittwoch-Wohnzimmer ist. Ich werde es in dieser Saison sicherlich etwas ruhiger als zuletzt angehen lassen, nachdem ich gemerkt habe, dass viele meiner me-made-Kleidungsstücke eigentlich ein überwiegend ungetragenes Dasein im Kleiderschrank fristen. In der Regel liegt es wohl an den fehlenden Kombinationsmöglichkeiten. Das fängt bei den Shirts an und hört bei den Schuhen auf. Hier und da zwickt aber auch eine Naht, leiert ein Bündchen aus, sitzt etwas nicht mehr, sobald man sich darin bewegt oder ist am Ende einfach kein Teil für MICH. In diesem Sinne, ich suche weiterhin nach Schnitt, Stoff und Stil...  Herzliche Grüße, Marja

14.08.2012

Kleines Spiel mit großem Herz. Unbezahlbar.

Unlängst gab es an hiesiger Nähmaschinenfront ein Malheur, das seinesgleichen sucht. Getroffen hat es folgendes Projekt, welches eigentlich mal eben schnell ein Memoryspiel werden sollte. Nach ersten Versuchen mit eigens dafür geschnitzten Stempeln hatte ich nacheinander sechzehn "Memorykärtchen to be" falsch herum zusammen genäht und die Nahtzugaben an den Ecken und Kanten anschließend so ordentlich gekürzt, dass ein Zurück nicht mehr möglich war. Das Schlimmste daran war, dass ich den Fehler eigentlich nach Kärtchen Nummer 1 bereits bemerkt hatte und ihn trotzdem weitere fünfzehn Mal machte. Entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten habe ich das Projekt aber nach dem herben Misserfolg nicht einfach begraben, sondern tief durchgeatmet und tatsächlich noch einmal ganz von vorn begonnen. 


In diesem Falle musste also neu gerastert, neu bestempelt, neu verstärkt, neu zerschnitten, neu genäht, neu gewendet und neu abgesteppt werden. Nun bin ich einigermaßen stolz, dass es doch noch geklappt hat. Aber auch sehr sicher, dass ich dergleichen nicht noch einmal mache. So viele Arbeitsschritte, so viel Ärger, so viel Herzblut für zehn läppische Paare und am Ende die Erkenntnis, dass Kinder im Memory tatsächlich unbesiegbar sind... Unbezahlbar. 

Meinem kreativen Schaffen hat dieses Projekt trotz Happy End irgendwie einen kleinen Knick versetzt. Es ist also höchste Zeit, eine Inspirationsrunde bei Meertje zu drehen...