20.05.2013

12tel Blick

Ein Jahr. 12 Monate. Zwölf Fotos. Immer aus der gleichen Perspektive.
Tabea Heinicker hatte die Idee und stellt monatlich ein vielfältiges Album zur Verfügung. 


Nach den Kopffüßlern vom April wurde es hier erstmal ruhig in der Malecke. Das Leben findet wieder überwiegend draußen statt, auf Spielplätzen, auf Wiesen, in Wäldern und es wird merklich weniger zu Papier gebracht. Ein paar Runden Salzteigkneten hat es derweil gegeben. Außerdem ein Pinselgelage mit viel Farbe das an die Anfänge meiner 12tel Blick Aufzeichnungen erinnerte. Mit dem Pinsel zählt - so scheint mir - im Moment mehr die Lust an der Farbe, am Mischen, am Manschen, am Flächen füllen. Figürliches, sehen wir mal vom ersten Osterei ab, ist mit dem Pinsel große Ausnahme. Kopffüßler gibt es weiterhin, diesmal mit Filzstiften und bewußter Vielfärberei. Die großen Menschen (einer bin ich) bekamen blaue Haare und je einen Lachenmund. Die zwei kleinen Menschen (einer ist das Mädchen höchstselbst) bearmen einander. Warum ich so ausgeprägte Füße bekam, entzieht sich meiner Kenntnis. In dem grünen Vogelnest steckt jene Geschichte vom verlorenen Vogelei, welches kürzlich auf des Mädchens Sandkasten zerbrach. Am selben Tage haben wir eine Meise begraben, welche zwar nicht aus dem Nest gefallen, wohl aber in die Fänge einer Katze geflogen war. Das Nest wurde also vorsätzlich und immer wieder betonend ganz dicht gemalt, damit kein Ei und auch kein Vogel jemals herausfallen möge... Vielleicht können wir ja mit dem Junibild das Nest noch fest in einem Baum verankern? Ich bin weiterhin sehr gespannt... 

20.Mai 2013

     Oben links startend, gegen den Uhrzeigersinn: 6. Januar  / 2. Februar / 15. März  /  6.April / 20.Mai
Ein Klick auf das Datum führt zum jeweiligen Post.

18.05.2013

Wohlfühlen

Eine Hose muß im besten Falle alles mitmachen. Für uns heißt das üblicherweise: eilige Toilettengänge trocken überstehen. Laufrad und Fahrrad fahren. Sich beinahe von alleine anziehen. Bequem sein, rennend, kletternd, sitzend. Deswegen sind wir unlängst wieder auf Pumphosen umgestiegen. Und weil wir so begeistert waren, haben wir die Wohlfühlhose von Madame Jordan gerne getestet und erfreuen uns inzwischen an einem schönen, absolut alltagstauglichen Hosenvorrat. Dieses (in der Weite etwas verkleinerte) Exemplar aus Papas alter Jeans landete gleich mit den Knien im Matsch und probte auch sonst erfolgreich alle erdenklichen Tobelebenslagen. Weil wir uns dieser Tage trotz Wohlfühlhose leider ziemlich unwohl fühlen, bleibt es erstmal weiterhin ruhig hier. Bleibt gesund und munter...!

Kinderhose_Madame_Jordan_cocoschock_spielpause
Schnitt, Shirt: Sveja von Frau Liebstes  

12.05.2013

Sonntagssachen

Wer mag, folgt uns durch unseren Sonntag. Von links nach rechts, von oben nach unten: 1. Den Kinderzimmerboden vom Spielzeug befreit. Und die Böden aller anderen Zimmer... 2. Hinaus ins Grüne. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, einzig eine riesengroße Bärlauchwolke schwebt in der Luft. 3. Den Trimmdichparcours bezwungen. Ganz allein. Bravo! 4. Geflohen: vor dem Regen. 5. Hinterhergerannt: dem Fahrradmädchen. Mit Stützrädern. Trotzdem: noch einmal bravo! 6. Den Flieder gesehen (ihn in der Bärlauchwolke aber nicht riechen können) und der Versuchung widerstanden, ihn abzurupfen. Er hält sich ja doch nicht.


7. Zu Mittag gefühlte hundert Stangen Spargel geschält und bis auf ein Probierhäppchen vom Kinde alle allein gegessen. 8. Am Nachmittag ebenso viele Pfannkuchen bereitet und selber nur ein Probierhäppchen abbekommen. 9. Alle Ordnung zunichte gemacht und den Boden wieder bedeckt. 10. Verstecken gespielt. 11. Mit Trick 17 einen Kamsnap kinderfreundlich gemacht: einfach mit einem Cutter zwei Ecken aus dem hochstehenden Ring trennen. Schon geht's ganz leicht auf und zu. 12. Die Stempelvorräte wiederentdeckt... Ein schöner Mamakindtag,  mit allen Höhen (dafür reichen die 12e nicht) und Tiefen (Trotz, Halsweh und ein heute wirklich unerbittliches Kind). Intensiv, berührend und nun bin ich schon müde. Sehr müde. Gute Nacht aus Leipzig! 

Mehr 12 von 12 sammelt Frau Kännchen ein...

10.05.2013

Joghurt- und Grasflecken

Lange habe ich gewartet. Auf Grasflecken und zerschlissene Knie. Ersteres darf ich neuerdings jeden Tag bewundern. Auf Letzteres bin ich dank Nina gut vorbereitet. Hinzu kommen die täglichen Herausforderungen des Mittagsmahls in der Kita (heute: der Joghurtnachtisch) und bei schönem Wetter auch die des schnell schmelzenden nachmittäglichen Schokoladeneises. Kurz: die Waschmaschine glüht. Und kaum ist alles aufgehängt, sorgt die kleine Dame schon wieder für ordentlich Nachschub. Der eben angeschaffte Sandkasten ist sicherlich nicht ganz unschuldig an der derzeitigen Lage, aber langsam wird es mir doch ein wenig zu viel. Vielleicht werde ich eine extra Sandkastengarderobe einführen? Oder einfach nur tief durchatmen? Denn im Grunde bin ich doch auch sehr froh darüber, dass das Leben nach dem langen Winter wieder überwiegend draußen stattfindet. Und dass es wild ist, offenbar. Dass das Kinde hüpft, immer höher und weiter. Klettert, rennt, fällt und immer wieder aufsteht. Tipps, wie wir die Grasflecken zuverlässig und möglichst umweltschonend wieder loswerden, nähme ich aber trotzdem sehr dankend an... 

Shirt: recycelt. Dinoröckchen und Muthose

09.05.2013

Üben. Üben. Üben.

Üben. Üben. Noch mehr üben. Von Berufs wegen ist mir das bekannt. Und es kann großen Spaß machen, wenn man denn unterwegs genügend Früchte erntet. Wenn aber auch das vierte Halsbündchen nicht richtig sitzt und wieder getrennt werden muß, kann man schonmal den Mut verlieren. Ein jedes Exemplar ist tragbar, ohne Frage. Aber jedes hat auch kleine Macken und noch immer ist keines perfekt. Immerhin sind Saumabschlüsse mit der Zwillingsnadel nun kein Buch mit sieben Siegeln mehr. In meinem Nähleben hatte ich mich erst zwei Mal daran versucht. Mit jeweils wenig Erfolg, viel Frust und zwei gebrochenen Zwillingsnadeln. Allerdings muß ich nun die Fadenspannung so hoch drehen, dass sich der Stoff zwischen den Nähten leicht zusammenzieht. Nur dann stimmt das Zickzackstichbild auf der Rückseite der Naht. So ganz optimal finde ich das nicht, aber es ist doch ein Fortschritt im Vergleich zu allem, was vorher war. Mühe bereitet mir noch der Halsausschnitt. Trotz der Fernstudien (hier und hier) will es noch immer nicht ganz reibungslos klappen. In diesem Sinne, ich übe. Übe. Übe.